Ariccia
Ariccia
Wappen
Ariccia (Italien)
Ariccia
Staat: Italien
Region: Latium
Provinz: Rom (RM)
Koordinaten: 41° 43′ N, 12° 40′ O41.72027777777812.671388888889412Koordinaten: 41° 43′ 13″ N, 12° 40′ 17″ O
Höhe: 412 m s.l.m.
Fläche: 18 km²
Einwohner: 18.555 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 1.031 Einw./km²
Postleitzahl: 00040
Vorwahl: 06
ISTAT-Nummer: 058009
Demonym: Ariccini, im Dialekt Aricciaroli
Schutzpatron: Hl. Apollonia

Ariccia, historisch Aricia, ist eine Gemeinde in der Provinz Rom in der italienischen Region Latium mit 18.555 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010). Sie liegt 26 Kilometer südöstlich von Rom.

Blick auf Ariccia von der Brücke

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Ariccia liegt in den Albaner Bergen an der Via Appia und gehört zu den Gemeinden der Castelli Romani.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Cecchina und Fontana di Papa.

Verkehr

Der Bahnhof Cancelliera an der Regionalbahnstrecke FR4 Rom-Velletri liegt 6 km westlich des Ortszentrums.

Geschichte

Der Kern des antiken Aricia bzw. dessen Akropolis lag 400 m über dem Meeresspiegel über dem kreisförmigen Ariccia-Tal, dem Krater eines erloschenen Vulkans. Überreste der Befestigungsanlage sind erhalten.

Die antike Unterstadt lag am Nordhang des Ariccia-Tals nahe der Via Appia, die dort, aus Richtung des heutigen Albano kommend, in das Tal hinunter führt, um nach dem heutigen Genzano wieder aufzusteigen. Teile der Stadtmauer der Unterstadt, eines Tempels und mehrerer Häuser sind erhalten.

Aricia war eine der ältesten Städte Latiums und ein ernster Konkurrent und Gegner Roms während dessen Königszeit und der frühen Römischen Republik.

Im Krieg Lucius Tarquinius Superbus', des letzten Königs von Rom, gegen seinen ehemaligen Bundesgenossen Lars Porsenna, erlitt dessen Heer unter Porsennas Sohn, Aruns Porsenna, vor Aricia durch die Latiner und Griechen unter dem Tyrannen Aristodemos von Kyme eine schwere Niederlage (504/503 v. Chr.).

Im Zweiten Latinerkrieg 338 v. Chr. eroberte Gaius Maenius die Stadt für Rom, woraufhin Aricia römische civitas sine suffragio (Stadt ohne Stimmrecht) wurde. Bald darauf erhielt Aricia jedoch volle Bürgerrechte. Selbst während des Römischen Reiches besaß Aricia einen höchsten Magistratsbeamten im Stil eines Diktators, Aricias Rat war – wie in RomSenat und Aricia bewahrte seinen eigenen Feiertage.

Wirtschaftlich war Aricia berühmt für sein Gemüse und seinen Wein und bedeutend als erste Station auf der Via Appia.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 1871 1881 1901 1921 1936 1951 1971 1991 2001
Einwohner 2.115 2.358 3.530 4.555 5.596 7.122 10.787 16.953 17.865

Quelle: ISTAT

Politik

Emilio Cianfanelli (PD) wurde im April 2008 zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-Links-Bündnis stellt auch mit 12 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Partnerstädte

Sehenswürdigkeiten

Im Zentrum von Ariccia steht die Kirche der Santa Maria Assunta, die 1664 von Bernini erbaut wurde und einen Palast der Chigi mit herrlichem Park. Ein großartiger, 312 m langer römischer Viadukt der Via Appia führt nach Albano.

Optische Täuschung

In der Via dell'Uccelliera, Richtung Rocca di Papa, kommt es zu einem Phänomen von optischer Täuschung. Es entsteht der Eindruck man bewege sich aufwärts, während der Weg tatsächlich abwärts führt.[2]

Eine ähnliche Erscheinung ist auf der Straße A719 des schottischen Berges Electric Brae zu sehen.

Quellen

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
  2. Erklärung der optischen Täuschung

Weblinks

 Commons: Ariccia – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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