Arko GmbH
arko GmbH
Unternehmensform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
ISIN Kiel HRB 22 SE Amtsgericht Kiel HRB 22 SE
Gründung 1948
Unternehmenssitz Wahlstedt, Schleswig-Holstein
Unternehmensleitung
  • Hans-Christian Nahnsen, Geschäftsführer (Verwaltung)
  • Kurt Biebl, Geschäftsführer (Vertrieb)
Mitarbeiter 709 (2006)
Umsatz 73,2 Mio. Euro (2006)
Branche Nahrungs- und Genußmittelhandel
Produkte

Kaffee, Süßwaren, Gebäck, Wein, Spirituosen, Tee, Nonfood

Website

www.arko.de

Die arko GmbH, eine Gründung der Kaffeehändlerfamilie Rothfos, vertreibt über ca. 160 Filialen, 150 Franchise-Geschäfte und über 2000 Depots bundesweit Kaffee, Süßwaren und Gebäck.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die arko, der Name entstand als Abkürzung von Arbeitsgemeinschaft für den Vertrieb von Konsumgütern, wurde 1948 von Cuno Rothfos und seinem Vater, dem Hamburger Kaffeehändler Bernhard Rothfos gegründet. Beide blieben bis 1997 Geschäftsführer.

Zunächst wurden Grundnahrungsmittel auf den Märkten der Umgebung verkauft, später wurden Hausläden, Verkaufswagen und schließlich eigene Verkaufsstellen/Filialen eingerichtet und das Sortiment zunehmend auf Spezialitäten umgestellt. Das Absatzgebiet beschränkte sich zunächst nur auf Schleswig-Holstein, wurde später aber durch die Übernahme bestehender Filialketten (in Hamburg u.a. Jansen, Messmer) stark vergrößert. Mit dem Fall der Mauer vergrößerte das bis dahin auf Norddeutschland ausgerichtete Unternehmen sein Absatzgebiet erheblich, dabei setzte man seit Anfang der 1990er Jahre stark auf Franchise. Versuche, weit außerhalb des Absatzgebietes Fuß zu fassen, wurden Mitte der 1990er Jahre am Bodensee erfolglos abgebrochen. Erst 5 Jahre später wurden ähnliche Expansionspläne zunächst im Ruhrgebiet, dann ab 2005 im Ausland wieder verfolgt (Österreich, je eine Filiale in Tschechien und Polen).

Mehrere Versuche von Cuno Rothfos, das Unternehmen in Familienhänden zu belassen, scheiterten, so bei Tochter Anne Rothfos (Gesamtprokura 1994–1995) und Sohn Kristian Rothfos (Gesamtprokura 1994–1996). Die Anteile der Familie wurden daher 1996 in die gemeinnützige arko-Stiftung eingebracht, in deren Vorstand auch Unternehmensangehörige vertreten sind.

Geschäftsführer des Unternehmens sind z.Zt. Hanns-Christian Nahnsen, seit 1983 Geschäftsführer Verwaltung, und seit 2004 Kurt Biebl für den Vertrieb. Dieser war zuvor bereits Einkaufsleiter, verließ das Unternehmen später, um Franchisenehmer zu werden und sich als Teilhaber an einem Unternehmen, welches mit Werbeartikel aus Süßwaren handelt, zu beteiligen.

Konzernstruktur

Die arko ist im Besitz der arko-Stiftung, die die früheren Gesellschaftsanteile der Familie Rothfos hält, und der arko selbst (2004 ca. 20 %). Die arko-Beteiligungsgesellschaft mbH, über die einzelne Mitarbeiter am Unternehmen beteiligt werden, hält lediglich eine stille Beteiligung.

Die arko ist mit folgenden Unternehmen verbunden (Stand 2004):

  • arko Wohlfahrts- und Unterstützungskasse GmbH, Wahlstedt (100%)
  • Confiserie Künzli GmbH (100%)
  • Grundstücksgesellschaft Wahlstedt GmbH, Wahlstedt (100%)
  • Hugo Jansen Gebr. Jansen OSTINDISCHES-TEEHAUS seit 1830 GmbH & Co (100%, gelöscht 2001)
  • Ostindisches Teehaus GmbH (vormals Altonaer Spezialitäten), Wahlstedt (100%, gelöscht 2006)
  • Romedio Reichsgraf von Thun-Hohensteinische Weinkellerei GmbH, Zeltingen (85%, davon 10% über Treuhänder)
  • Künzli-Produkte AG, Schwyz / Schweiz

Produkte

Das Unternehmen produziert selbst nur Röstkaffee, die Handelswaren werden überwiegend unter der Marke arko vertrieben. Die umsatzstärkste Warengruppen sind Süßwaren, Pralinen und Gebäck, danach Kaffee und Tee.

Versuche, in höhere und ertragreichere Preissegmente vorzustoßen, scheiterten zuletzt mit der endgültigen Aufgabe der bereits jahrelang nicht mehr aktiv verfolgten Vertriebsschiene „Künzli“ (Schweizerische Spezialitäten) 2008. Mitte der 1990er Jahre war bereits der Versuch gescheitert, u.a. mit Modeschmuck am Nonfood-Erfolg anderer Kaffee-Filialunternehmen teilzuhaben.

Nachdem noch Mitte der 1990er Jahre die letzten in zahlreichen Filialen vorhandenen Kaffee-Ausschänke nicht mehr in das Absatzkonzept passten und demontiert wurden, wurde wenige Jahre danach anlässlich des Coffeeshop-Booms wieder ein entsprechendes Konzept entwickelt, allerdings nur in wenigen Filialen umgesetzt und 2003 wieder aufgegeben.

Wirtschaftliche Situation

Die wirtschaftliche Situation ist seit Mitte der 1990er Jahre eher ambivalent: Von 1995 bis 2006 fielen die Umsätze um ca. 20 %. Die Zahl der Angestellten sank ebenfalls in etwa diesem Ausmaß (allerdings nahm die Zahl der Franchise-Geschäfte mit ihren Mitarbeitern zu). Verbessert wurde die finanzielle Ausstattung: Eigenkapitalquote, Eigenkapitalrendite und Umsatzrendite wurden im gleichen Zeitraum erheblich erhöht.

Quellen

  • Jahresabschlüsse 1996–2006, HRB 22 SE, Amtsgericht Kiel

Weblinks


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