Armenische Bartholomiten

Bei den armenischen Bartholomiten handelt es sich um flüchtige armenische Basilianermönche, die 1307 nach Genua kamen, dort eine Kirche des heiligen Bartholomäus gründeten und eine Kongregation bildeten, die zunächst nach der Regel des heiligen Benedikt lebten. Papst Clemens V. gestattete ihnen den Gottesdienst nach armenischem Ritus.

Bald nahmen sie die Regel des heiligen Augustinus an und gründeten in mehreren italienischen Städten Klöster. Sie erhielten von Papst Bonifatius IX. die Privilegien der Dominikaner, wurden aber schließlich 1650 von Innozenz X. wieder aufgehoben.

Von ihren Mitgliedern haben Cherubini, Cerbelloni und Paul Costa als Prediger bedeutenden Ruf erworben.


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