Armin Veh
Armin Veh
Armin Veh.jpg
Spielerinformationen
Voller Name Armin Veh
Geburtstag 1. Februar 1961
Geburtsort AugsburgDeutschland
Größe 181 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1978–1979 FC Augsburg
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1979
1979–1983
1983–1984
1984–1985
1985–1987
1987
1987–1990
FC Augsburg
Borussia Mönchengladbach
FC St. Gallen
Borussia Mönchengladbach
FC Augsburg
TSV Schwaben Augsburg
SpVgg Bayreuth
7 (0)
60 (3)
18 (0)
5 (0)
 ? (?)
 ? (?)
53 (1)
Stationen als Trainer
1990–1995
1996–1997
1998–2001
2002–2003
2003–2004
2006–2008
2009–2010
2010–2011
seit 2011
FC Augsburg
SpVgg Greuther Fürth
SSV Reutlingen 05
Hansa Rostock
FC Augsburg
VfB Stuttgart
VfL Wolfsburg
Hamburger SV
Eintracht Frankfurt
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Armin Veh (* 1. Februar 1961 in Augsburg) ist ein deutscher Trainer und ehemaliger Profi-Fußballspieler, der aktuell den Zweitligisten Eintracht Frankfurt trainiert.

Inhaltsverzeichnis

Laufbahn als Spieler

Veh begann seine Karriere beim FC Augsburg, spielte dann von 1979 bis 1983 in der Fußball-Bundesliga bei Borussia Mönchengladbach. Mit Gladbach erreichte er 1980 das UEFA-Pokal-Finale, welches das Team gegen Eintracht Frankfurt verlor.

1983 wechselte Veh für eine Saison zum FC St. Gallen und kehrte im Jahr darauf nach Mönchengladbach zurück. Aufgrund eines komplizierten Beinbruchs musste er jedoch bereits 1984 seine Bundesligakarriere beenden.

1985 ging Veh zurück zum FC Augsburg. Im Juli 1987 wechselte er zum Nachbarklub TSV Schwaben Augsburg, den er jedoch bereits im November desselben Jahres wieder verließ, um in der 2. Liga bei der SpVgg Bayreuth zu spielen. Dort beendete er im November 1990 seine aktive Laufbahn als Spieler aus gesundheitlichen Gründen.

Insgesamt absolvierte Veh 65 Bundesligapartien (3 Tore), 60 Zweitligaspiele (1 Tor) und 18 NLA-Spiele in der Schweiz.

Laufbahn als Trainer

Als Trainer betreute er zwischen 1990 und 1995 den Bayernligisten FC Augsburg, mit dem er 1994 in die Regionalliga aufstieg. Ab 1996 war er für die SpVgg Greuther Fürth tätig, mit der er 1997 den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Im Oktober 1997 wurde Veh dort entlassen.

SSV Reutlingen

Von Juli 1998 bis Dezember 2001 war er Trainer des SSV Reutlingen 05, mit dem er im Jahr 2000 ebenfalls in die 2. Bundesliga aufstieg. Mit 102 Toren und 87 Punkten gilt dieser Aufstieg als Regionalligarekord. In der Saison 2000/2001 führte Veh den SSV Reutlingen zwischenzeitlich auf Platz 7 der 2. Bundesliga. Auch in der folgenden Saison geriet Reutlingen nicht in Abstiegsgefahr. Am 12. Dezember 2001 erklärte Veh jedoch seinen Rücktritt, um das Traineramt beim damaligen Bundesligisten Hansa Rostock zu übernehmen.

Hansa Rostock

Am 3. Januar 2002 nahm er seine Tätigkeit bei Hansa Rostock auf. Die Rückrunde der Saison 2001/02 verlief enttäuschend (auswärts wurde kein einziger Punkt erkämpft) und Rostock konnte erst am 33. Spieltag den Klassenerhalt sicherstellen. In der Saison 2002/2003 erwischte Hansa einen Traumstart und stand sogar auf Platz 2 der Bundesliga. Der Erfolg war jedoch von kurzer Dauer, schon zur Winterpause fand sich Rostock im Abstiegskampf wieder. Der Klassenerhalt wurde aber erneut am 33. Spieltag perfekt gemacht - mit einem 3:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld. Die ersten Partien der Saison 2003/04 verliefen wiederum schlecht für das Team von Armin Veh, am 6. Oktober 2003 trat er nach vier Niederlagen in Serie zurück.

FC Augsburg

Am 13. Oktober 2003 wurde Veh wieder Trainer beim damaligen Regionalligisten FC Augsburg. Seinen Entschluss, eine niederklassige Mannschaft zu trainieren, begründete er damit, in Zukunft wieder bei seiner in Augsburg lebenden Familie sein zu wollen. Veh führte das Team in der Saison 2003/04 noch auf Platz 4 (bei seiner Übernahme lag es im Mittelfeld der Tabelle) und Augsburg verpasste den Aufstieg in die 2. Bundesliga nur knapp. Der Start in die Saison 2004/05 misslang dann aber gründlich, sodass Veh am 27. September 2004 durch Rainer Hörgl ersetzt wurde.

Meistertrainer beim VfB Stuttgart

Armin Veh bei der Meisterfeier 2007

Anschließend war Veh fast eineinhalb Jahre ohne Beschäftigung, ehe ihm der VfB Stuttgart im Februar 2006 die Nachfolge von Giovanni Trapattoni anbot. Der zunächst nur bis Juni laufende Kontrakt wurde bald um ein Jahr bis Sommer 2007 verlängert. Die erste Halbserie verlief jedoch schwierig, Veh schied mit seiner Mannschaft im UEFA-Pokal aus und Stuttgart landete in der Bundesliga nur auf Rang 9.

Für die Saison 2006/07 verpflichteten Veh und sein neuer Manager Horst Heldt einige neue Spieler. Doch erst ganz allmählich konnte Veh aus dem Kader ein funktionierendes Team formen. Zur Winterpause stand der VfB bereits auf Platz 4. Im Januar wurde der Vertrag um ein weiteres Jahr bis Sommer 2008 verlängert. Das Team setzte seinen Lauf in der Rückrunde fort und übernahm am 33. Spieltag die Tabellenführung. Am letzten Spieltag besiegte der VfB Stuttgart Energie Cottbus mit 2:1 und war Deutscher Meister 2007. Gleichzeitig zog die Mannschaft ins DFB-Pokalfinale ein, wo jedoch der 1. FC Nürnberg in einem dramatischen Spiel mit 3:2 n. V. die Oberhand behielt. Unter Veh waren Spieler wie Pavel Pardo, Roberto Hilbert, Thomas Hitzlsperger und Mario Gómez zu Bundesliga-Stars geworden.

Die Saison 2007/08 verlief wieder eher schwierig. Die Mannschaft schied mit nur einem Sieg bei fünf Niederlagen als Gruppenletzter aus der Champions League aus. Auch in der Liga verlief der Start schleppend, nach zehn Spieltagen fand sich Stuttgart auf Rang 14 der Tabelle wieder. Dennoch konnte der VfB die Saison auf dem 6. Tabellenplatz beenden und damit einen Startplatz im UI-Cup erreichen, über den er sich dann für den UEFA-Pokal qualifizierte.

Am 23. November 2008 wurde Veh schließlich beurlaubt, als der VfB nach 14 Spielen der Saison 2008/09 nur auf Platz 11 der Tabelle stand.[1] Die Trennung erfolgte nach dem Spiel beim VfL Wolfsburg - dem Verein, welchen er anschließend trainieren sollte.

VfL Wolfsburg

Am 23. Mai 2009 gab der VfL Wolfsburg bekannt, dass Armin Veh ab 1. Juli 2009 als Nachfolger von Felix Magath in Personalunion Trainer, Sportdirektor und Geschäftsführer beim Deutschen Meister VfL Wolfsburg wird. Er erhielt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2011.[2] Anfang Januar 2010 übernahm Dieter Hoeneß Vehs Aufgabenbereich als Manager.

Nach neun Pflichtspielen ohne Sieg und einer weiteren Niederlage (2:3) gegen den 1. FC Köln stellte ihn der Vorstand des VfL Wolfsburg am 25. Januar 2010 von seinen Aufgaben frei.[3]

Hamburger SV

Am 24. Mai 2010 gab der Hamburger SV bekannt, dass Armin Veh Cheftrainer des Vereins wird. Veh unterschrieb einen Vertrag bis zum 30. Juni 2012, der eine einseitige Kündigungsoption nach Ablauf eines Jahres enthielt.[4] Von dieser Ausstiegsklausel machte Veh am 8. März 2011 Gebrauch und erklärte, dass er ab Sommer 2011 nicht mehr zur Verfügung stehe. Grund für die Trennung war der chaotische Saisonverlauf des Hamburger SV nach ständigen vereinsinternen Querelen um den Posten des Sport- und Vorstandschefs, weswegen der Verein nie zur Ruhe kam: „Mit der Entwicklung im Verein kann man aus meiner Sicht nicht arbeiten. Es geht hier teilweise nicht mehr um Fußball, was aber mein Job ist. Auch wenn wir sportlich nicht dort stehen, wo wir gerne stehen würden, braucht man dennoch eine Perspektive. Diese ist für mich nicht vorhanden.“ [5]

Die schwierige sportliche Situation des HSV, der an dem Spieltag vor Vehs Rücktritt gegen den direkten Konkurrenten um einen Europa-League-Platz Mainz 05 eine 2:4-Heimpleite einstecken musste (wobei sich der Abstand auf den fünften Tabellenplatz auf fünf Punkte vergrößerte), nannte Veh nicht als Grund für seine Entscheidung.

Am 13. März 2011 wurde Veh von Seiten des Vereins nach der 0:6-Niederlage beim FC Bayern München freigestellt.[6]

Eintracht Frankfurt

Am 30. Mai 2011 gab Eintracht Frankfurt die Verpflichtung von Veh als Cheftrainer und damit Nachfolger von Christoph Daum bekannt.[7]

Erfolge

  • 1997 Aufstieg in die 2. Bundesliga mit der SpVgg Greuther Fürth
  • 2000 Aufstieg in die 2. Bundesliga mit dem SSV Reutlingen
  • 2007 Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart
  • 2007 Einzug ins DFB-Pokalfinale mit dem VfB Stuttgart
  • 2007 Trainer des Jahres
  • 2007 Auszeichnung mit dem Goldenen k des Kicker-Sportmagazin für den beliebtesten Trainer

Privates

Armin Veh ist gelernter Immobilienkaufmann und mit einer Schweizerin verheiratet. Das Ehepaar hat zwei Söhne.

Einzelnachweise

  1. vfb.de: Armin Veh und der VfB gehen getrennte Wege
  2. Meldung des Vereins: Armin Veh erhält Zwei-Jahres-Vertrag als Manager, Trainer und Geschäftsführer
  3. VfL Wolfsburg stellt Cheftrainer Armin Veh frei, Pressemeldung des Vereins vom 25. Januar 2010
  4. Armin Veh wird Trainer des Hamburger SV auf hsv.de vom 24. Mai 2010
  5. Veh: „Stehe ab Sommer nicht mehr zur Verfügung“ auf hsv.de vom 8. März 2011
  6. HSV trennt sich von Armin Veh – Oenning übernimmt auf hsv.de vom 13. März 2011
  7. Armin Veh zu Eintracht Frankfurt. fussball.ch (30. Mai 2011). Abgerufen am 31. Mai 2011.

Weblinks

 Commons: Armin Veh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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