Arni (BE)
BE dient als Kürzel für den Schweizer Kanton Bern und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Arni zu vermeiden.
Arni (BE)
Wappen von Arni (BE)
Basisdaten
Kanton: Bern
Amtsbezirk: Konolfingen
BFS-Nr.: 0602Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 3508
Koordinaten: (617259 / 198237)46.9349987.665285849Koordinaten: 46° 56′ 6″ N, 7° 39′ 55″ O; CH1903: (617259 / 198237)
Höhe: 849 m ü. M.
Fläche: 10.4 km²
Einwohner: 987
(31. Dezember 2007)[1]
Website: www.arnibe.ch
Karte
Karte von Arni (BE)

Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Wartung/Pixel

Arni (BE) ist eine politische Gemeinde im Amtsbezirk Konolfingen des Kantons Bern in der Schweiz.

Bis 1983 lautete der offizielle Gemeindename Arni; danach wurde zur besseren Unterscheidbarkeit vom aargauischen Dorf Arni, welches seither eine eigene politische Gemeinde bildet, das Kantonskürzel BE hinzugefügt.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Arni liegt auf 849 m ü. M., 16 km östlich der Kantonshauptstadt Bern (Luftlinie). Das Bauerndorf erstreckt sich in einem Hochtal am Biglenbach, am Rand des Arnimooses, in den Molassehöhen zwischen dem Aaretal im Westen und dem Emmental im Osten.

Die Fläche des 10.4 km² grossen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des Hügellandes östlich des Aaretals. Der zentrale Teil des Gebietes wird vom Hochtal von Arni mit einem rund 500 m breiten flachen Talboden (Arnimoos) eingenommen. Das Tal öffnet sich gegen Westen und wird vom Biglenbach entwässert, der an den Nordhängen der Blasenflue knapp ausserhalb des Gemeindegebietes entspringt. Auf seiner Südseite wird das Hochtal von den Höhen von Rotiholz (bis 934 m ü. M.) und Chapf (bis 960 m ü. M.) flankiert; während das Nünhaupt (986 m ü. M.), der waldige Geissrüggen (1'032 m ü. M.) und die Ätzlischwand (mit 1'041 m ü. M. die höchste Erhebung von Arni) den nördlichen Talabschluss bilden. Diese Höhenzüge, alles westliche Ausläufer der Blasenflue, weisen ein charakteristisches Relief auf: Sie sind durch zahlreiche kurze Tälchen und vorspringende Hügelrücken (so genannte Eggen) untergliedert. Nach Westen erstreckt sich der Gemeindeboden bis an den Ortsrand von Biglen. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 5 % auf Siedlungen, 26 % auf Wald und Gehölze und 69 % auf Landwirtschaft.

Zu Arni gehören mehrere Weiler sowie zahlreiche Hofgruppen und Einzelhöfe, die über das gesamte Gebiet verstreut liegen. Dazu zählen:

  • Arnisäge (822 m ü. M.) am Biglenbach am westlichen Rand des Arnimooses
  • Hämlismatt (841 m ü. M.) in einer nördlichen Seitenmulde des Hochtals
  • Tannen (901 m ü. M.) auf der Passhöhe am Übergang in das Goldbachtal
  • Lütiwil (880 m ü. M.) am Südhang der Höhe von Nünhaupt
  • Rot (814 m ü. M.) am Hang oberhalb von Biglen
  • Kleinrot (818 m ü. M.) am Hang oberhalb von Biglen

Nachbargemeinden von Arni sind Landiswil, Oberthal, Grosshöchstetten, Biglen und Walkringen.

Bevölkerung

Mit 987 Einwohnern (Ende 2007) gehört Arni zu den kleineren Gemeinden des Kantons Bern. Von den Bewohnern sind 97.0 % deutschsprachig, 0.6 % sprechen Serbokroatisch und 0.5 % Französisch (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl von Arni belief sich 1850 auf 1331 Einwohner, 1900 noch auf 1124 Einwohner. Im Verlauf des 20. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl bis 1980 auf 902 Personen ab, wobei besonders während der 1960er Jahre ein deutlicher Rückgang beobachtet wurde. Seither wurde wieder eine leichte Bevölkerungszunahme verzeichnet.

Wirtschaft

Arni war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ein vorwiegend durch die Landwirtschaft geprägtes Dorf. Noch heute haben die Milchwirtschaft und die Viehzucht sowie die Forstwirtschaft einen wichtigen Stellenwert in der Erwerbsstruktur der Bevölkerung. Weitere Arbeitsplätze sind im lokalen Kleingewerbe und im Dienstleistungssektor vorhanden. In Arni sind heute Betriebe der Holzverarbeitung (Sägereien, Schreinereien), des Baugewerbes, des Landmaschinenbaus und Käsereien vertreten. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Dorf zu einer Wohngemeinde entwickelt. Viele Erwerbstätige sind deshalb Wegpendler, die hauptsächlich in den grösseren Ortschaften der Umgebung und im Aaretal arbeiten.

Verkehr

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsachsen; die Hauptzufahrt erfolgt von Biglen. Durch die Postautokurse, welche die Strecken von Biglen auf die Moosegg und von Biglen nach Lützelflüh bedienen, ist Arni an das Netz des öffentlichen Verkehrs angebunden.

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte 1185 unter dem Namen Arne; von 1359 ist Arni überliefert. Der Ortsname geht auf das althochdeutsche Wort arnahi (Ahorngehölz) zurück.

Seit dem Mittelalter war Arni dem Emmentaler Landgericht Ranflüh unterstellt. Im Jahr 1399 kam das Dorf zur Herrschaft Signau, die 1529 in eine bernische Landvogtei umgewandelt wurde; Gerichtsort war Konolfingen. Nach dem Zusammenbruch des Ancien Régime (1798) gehörte Arni während der Helvetik zum Distrikt Höchstetten und ab 1803 zum Oberamt Konolfingen, das mit der neuen Kantonsverfassung von 1831 den Status eines Amtsbezirks erhielt. Arni besitzt keine eigene Kirche; es gehört zur Pfarrei Biglen.

Persönlichkeiten

  • Karl Grunder (1880-1963), war ein Schweizer Mundart-Schriftsteller

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden

Weblinks


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