Arno Eugen Fritsche
Fritsche um 1905

Arno Eugen Fritsche (* 10. Februar 1858 in Melaune (Niederschlesien); † 10. Oktober 1939 in Wuppertal) war ein deutscher Architekt, der insbesondere auf dem Gebiet des evangelischen Kirchenbaus hervortrat.

Leben

Als Sohn eines Pfarrers geboren, besuchte Fritsche die Baugewerkschule Zittau und später die Technische Hochschule Berlin-Charlottenburg, 1887 wurde er Meisterschüler bei Prof. Johannes Otzen an der Berliner Kunstakademie. Von 1889 bis 1895 arbeitete Fritsche in Otzens Architekturbüro in Berlin. 1898 schloss er sich mit dem Architekten Adolf Cornehls in Elberfeld zusammen, das gemeinsame Büro bestand bis 1901. Seit diesem Jahr arbeitete Fritsche allein; von 1913 bis 1932 fungierte er außerdem als nebenamtlicher Leiter des Provinzialkirchenbauamtes der evangelischen Kirche der Rheinprovinz, in diesem Amt war er Nachfolger des Architekten August Senz. Erst 1934, im Alter von 76 Jahren, scheint sich Fritsche endgültig zur Ruhe gesetzt zu haben.

Werk

(unvollständig)

  • 1895–1896: evang. Lutherkirche in Berlin-Spandau
  • 1898–1901: evang.-ref. Lutherkirche in Solingen, Kölner Straße
  • 1899–1901: evang.-luth. Lutherkirche in Görlitz, Lutherplatz
  • 1900–1904: evang. Kirche in Dortmund-Dorstfeld, Hochstraße
  • 1904–1905: evang. Christuskirche in (Unna-) Konigsborn, Friedrich-Ebert-Straße
  • 1904–1906: evang. Christuskirche in (Leverkusen-) Wiesdorf, Friedrich-Ebert-Platz
  • 1905–1906: Bismarckturm in (Velbert-) Langenberg (Rheinland), Hordtstraße
  • 1905–1907: evang. Kirche in Moys bei Görlitz (heute Zgorzelec Ujazd)
  • 1905–1907: evang. Versöhnungskirche in Bochum-Hordel, Günnigfelder Straße
  • 1906–1908: evang. Immanuelkirche in Dortmund-Marten, Bärenbruch
  • 1907–1908: Rathaus in Gräfrath (heute Stadtteil von Solingen)
  • 1908–1909: evang. Erlöserkirche in Langenfeld-Immigrath
  • 1909–1911: evang. Christuskirche in Recklinghausen, Limperstraße
  • um 1910: Rathaus Fischeln, (Krefeld-) Fischeln, Kölner Straße 517
  • um 1910: evang. Kirche in Gelsenkirchen-Heßler, Melanchthonstraße
  • um 1910: evang. Pauluskirche in Gelsenkirchen-Bulmke, Pauluskirchplatz
  • 1910–1911: evang. Auferstehungskirche in Gelsenkirchen-Neustadt, Josefstraße
  • 1910–1911: evang. Lutherkirche in Bochum, Klinikstraße
  • 1912–1914: Dorper Kirche in Solingen, Schützenstraße
  • 1912–1917: „Bürgerhaus“ in (Velbert-) Langenberg (Rheinland)
  • 1918–1926: Hauptkirche Sonnborn in Wuppertal-Sonnborn, Sonnborner Straße
  • 1928: evang. Kapelle in (Wülfrath-) Flandersbach, Kapellenstraße
  • 1929: Erweiterung (Turm und Seitenschiff) der evang. Gnadenkirche in Essen-Frintrop, Pfarrstraße

Literatur

  • Werner Keyl: Cornehls und Fritsche. Architekten in Elberfeld um 1900. in: Kirchliche Kunst im Rheinland, Band 2. (Schriften des Archivs der evang. Kirche im Rheinland, 4.) Düsseldorf 1991.

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