Arnold-Bergstraesser-Institut

Das Arnold-Bergstraesser-Institut für kulturwissenschaftliche Forschung e.V. (ABI) in Freiburg im Breisgau wurde im Jahre 1959 von Arnold Bergstraesser, Professor für Politikwissenschaft und Soziologie an der Universität Freiburg, gegründet. Als unabhängiges Forschungsinstitut widmet es sich vornehmlich der Analyse gesellschaftlicher, kultureller und politischer Entwicklungen in den Ländern der Dritten Welt. Ergänzend führt das ABI Evaluierungen von Entwicklungsprojekten staatlicher und privater Träger durch und ist in der Politikberatung tätig.

Inhaltsverzeichnis

Schwerpunkte der Forschung und Beratung

Die thematischen Schwerpunkte der vorwiegend vergleichend und empirisch ausgerichteten Grundlagenforschung liegen gegenwärtig in den Bereichen Demokratisierung, Good Governance, Religion und Politik, ethno-politische Konflikte, Migration, Bildung sowie Entwicklungspolitik. Die Kooperation mit ausländischen Einrichtungen nimmt einen besonderen Stellenwert ein.

Die angewandte Forschung und die Beratungstätigkeit für entwicklungspolitische Institutionen, wie z. B. das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), erfolgt in folgenden Gebieten:

Ausbildung und Lehre

Die Ausbildung der NachwuchswissenschaftlerInnen ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des ABI und erfolgt in enger Kooperation mit der Universität Freiburg. Neben universitären Lehrveranstaltungen führt das ABI regelmäßig Vorträge und Kolloquien durch. Die Bibliothek des Instituts gehört mit über 80.000 Büchern und etwa 320 Fachzeitschriften zu den bedeutendsten Spezialbibliotheken in der Bundesrepublik Deutschland. Sie ist der Öffentlichkeit zugänglich.

Ort der Ideen

Im Jahr 2006 wurde das Arnold-Bergstraesser-Institut im Rahmen des von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft initiierten Wettbewerbs als einer von „365 Orten im Land der Ideen“ ausgezeichnet.

Institutsleitung und Wissenschaftliche Mitarbeiter

Das Profil des Instituts wurde nach dem Hinscheiden Arnold Bergstraessers entscheidend durch seine langjährigen Direktoren Dieter Oberndörfer und Theodor Hanf geprägt, in jüngerer Zeit und Gegenwart durch Jürgen Rüland und Heribert Weiland.

Die Bedeutung des Instituts misst sich u.a. an den zahlreichen ehemaligen Mitarbeitern, die inzwischen an deutschen oder ausländischen Universitäten tätig sind oder waren - so Hermann Avenarius und Patrick Dias in Frankfurt, Gerald Braun, Jakob Rösel und Nikolaus Werz in Rostock, Michael Fremerey in Kassel, Franz-Wilhelm Heimer in Lissabon, Gottfried-Karl Kindermann in München, Manfred Mols in Mainz, Hans Weiler in Stanford, Paris und Frankfurt/Oder, und Jürgen Wolff in Bochum.

Publikationen

Das Institut gibt mehrere Buchreihen und eine Fachzeitschrift heraus:

  • Internationales Asienforum / International Quarterly for Asian Studies
  • Freiburger Beiträge zu Entwicklung und Politik
  • Freiburger Schriften zur Politikwissenschaft
  • Studien zu Ethnizität und Demokratie
  • Ordo Politicus
  • Studien zur Ethnizität, Religion und Demokratie

Weiterhin erscheinen die Forschungsergebnisse des ABI als Beiträge der Institutsmitarbeiter in Fachzeitschriften oder Sammelbänden.

Weblinks


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