Arnold (Spielwaren)

Arnold (Metallspielwarenfabrik K. Arnold GmbH & Co) war ein deutsches Unternehmen, das Blechspielzeuge und Modelleisenbahnen, hauptsächlich in Spurweite N, herstellte.

Das Unternehmen wurde am 4. Oktober 1906 in Nürnberg von Karl Arnold gegründet und produzierte dort hauptsächlich Blechspielzeug. Im Zweiten Weltkrieg wurden alle Nürnberger Produktionsstätten zerstört. Es blieb nur der Zweigbetrieb im oberpfälzischen Mühlhausen erhalten, in dem die Produktion nach Kriegsende wieder aufgenommen wurde. Durch den allmählichen Rückgang des Blechspielzeugs verlegte man sich Ende der 1950er Jahre auf die Herstellung von Modelleisenbahnen. Im Jahr 1960 wurden erstmals Modelle in der Spurweite N (N für "Neun Millimeter") auf der Nürnberger Spielwarenmesse als "Arnold Rapido 200" im Maßstab 1:200 präsentiert. Ab 1962 wurden die Modelle von "Arnold Rapido" im auf 1:160 geänderten Maßstab gefertigt. Dieser wurde im Jahr 1964 für die Spurweite N in NEM 010 international genormt. Nach vielen erfolgreichen Jahren musste Arnold 1995 Insolvenz anmelden. 1997 wurde das Unternehmen vom italienischen Mitbewerber Rivarossi übernommen. Im Jahr 2001 wurde die Produktion in Mühlhausen eingestellt, und die Modellformen wurden nach Italien verbracht. 2003 war Rivarossi ebenfalls insolvent. 2004 erwarb die Hornby Plc. Teile von Rivarossi und u. a. auch den Markennamen Arnold. Seit 2006 sind wieder Modellbahnprodukte unter dem Namen Arnold im Handel erhältlich. Die Produktion erfolgt in China.

Arnold produzierte fast ausschließlich Modelle in Spur N. Erst in den 1990er Jahren wurde die Produktpalette um wenige Fahrzeuge in der Nenngröße TT erweitert.

Neben rollendem Material und Gleisen stellte Arnold in beschränkter Auswahl auch Zubehör im Maßstab 1:160 her. Darunter befanden sich verschiedene Gebäude und Straßenfahrzeuge.

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