Arnold Bovet
Bovet
Das Vereinshaus an der Zeughausgasse

Arnold Bovet (* 19. Januar 1843 in Boudry; † 11. Mai 1903 in Bern) war ein freikirchlicher Pfarrer des französischen Zweiges der Freien evangelischen Gemeinde in Bern in der Schweiz und Pionier des Blauen Kreuzes.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Er war mit Nannette Bovet-Bernus (1845–1925) aus Frankfurt am Main verheiratet, die aus einer Hugenottenfamilie stammte. Aufgewachsen war er als Sohn eines Fabrikanten in der französischsprachigen Schweiz. Er und seine Frau erlebten 1874 durch die Oxforder Konferenz der Heiligungsbewegung eine religiöse Erweckung.

Er war nicht nur ein Erweckungsprediger, sondern kümmerte sich auch vorbildlich um die Trinker im Berner Umfeld und erbaute das Vereinshaus an der Zeughausgasse in Bern. Seine Arbeit trug reiche Früchte, und schon 1900 gab es im Kanton Bern 75 Blaukreuzvereine.

Er stand in Kontakt mit Curt von Knobelsdorff und arbeitete unter den italienischen Gastarbeitern am Bau des Lötschbergtunnels. Eine seiner wichtigsten Mitarbeiterinnen war die Lehrerin am Bärenhöfli, Johanna Meyer, die ihm viele Liedertexte schrieb. Er war ein Zeitgenosse und Kollege von Franz Eugen Schlachter.

Von 1902 bis 1903 war Bovet Mitglied des Komitees der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Bern.

Werke

  • Heraus aus dem Wirtshaus. Wort an christliche Volksfreunde. Basel 1892.

Literatur

  • P. Dieterlen: Arnold Bovet, sa vie, son œuvre. Neuchâtel 1904.
  • August Langmesser: Arnold Bovet, sein Leben und sein Wirken. Bern/Basel 1906.
  • Paul Grunder: Arnold Bovet, ein Vorkämpfer des Blauen Kreuzes. Bern 1953.
  • Johannes Pabst: Arnold Bovet, ein Zeuge Jesu für die Trinkerwelt. 1961.

Weblinks


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