Verstatten


Verstatten

Verstatten, verb. regul. act. Statt oder Raum zu etwas geben, doch nur im figürlichen Verstande, Freyheit geben, etwas zu thun, gestatten; wo beyde von erlauben noch unterschieden werden können, als welches in manchen Fällen die Billigung des Verstatteten mit einschließt, verstatten aber solche unentschieden lässet. Jemanden zu reden verstatten. Die Reise ist mir dießmahl nicht verstattet worden. Den Truppen das Plündern verstatten. Daher die Verstattung.

Anm. Im Nieders. nur staden, steden, stedigen, wo es ehedem auch mit der zweyten Endung der Sache gebraucht wurde, ihm dessen nicht zu statten; im Schewd. städja, tillstädja, eigentlich zustatten, wo auch Stade, die Verstattung, Erlaubniß ist.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • verstatten — ver|stạt|ten 〈V. tr.; hat; veraltet〉 gestatten, erlauben ● es sei mir verstattet, noch ein Wort dazu zu sagen * * * ver|stạt|ten <sw. V.; hat (veraltet): gestatten: wenn ihm die Äußerung verstattet wäre (Maass, Gouffé 274); ∙ ... war ... all …   Universal-Lexikon

  • verstatten — ver|stạt|ten (veraltet für gestatten) …   Die deutsche Rechtschreibung

  • Lassen (2) — 2. Lassen, verb. irreg. welches in der Conjugation mit dem vorigen überein kommt, und am häufigsten als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, zuweilen aber auch als ein Activum gebraucht wird. Es ist von einem sehr weiten Umfange des Gebrauches …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Durchsichtig — Dúrchsichtig, er, ste, adj. et adv. was die Durchsicht verstattet, durch welches man durchsehen kann. So ist ein Haus durchsichtig, wenn man von außen durch dessen ganze tiefe sehen kann. Luft, Glas u.s.f. sind durchsichtig, wenn sie den… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Leihen — Leihen, verb. irreg. act. Imperf. ich liehe, Mittelw. geliehen Imper. leihe; welches in zwey dem Anscheine nach einander entgegen gesetzten Bedeutungen vorkommt. 1. Des Gebens. 1) * Geben überhaupt, und im engern Verstande schenken; eine im… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Verhängen — Verhängen, verb. regul. act. 1. Zuhängen, durch eine vorgehängte Decke verschließen, wo ver eine Verschließung bezeichnet. Ein Fenster mit einem Tuche verhängen. Eine verhängte Öffnung. 2. Weit hängen lassen, wo ver eine Entfernung, oder auch… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Amalie Wolff-Malcomi — als Jungfrau von Orleans Amelie Wolff Malcomi (geborene Malcomi; * 11. Dezember 1783 in Weimar(?); † 18. August 1851 in Berlin) war eine deutsche Schauspielerin und Ehefrau Pius Alexander Wolffs …   Deutsch Wikipedia

  • Christiane Becker — Neumann Christiane Luise Amalie Becker Neumann, (* 15. Dezember 1778 in Crossen an der Oder in der Neumark; † 22. September 1797) war ein Zögling von Johann Wolfgang von Goethe und deutsche Schauspielerin …   Deutsch Wikipedia

  • Christiane Becker-Neumann — Christiane Luise Amalie Becker Neumann, (* 15. Dezember 1778 in Crossen an der Oder in der Neumark; † 22. September 1797 in Weimar) war eine durch Johann Wolfgang von Goethe ausgebildete deutsche Schauspielerin …   Deutsch Wikipedia

  • Euphrosyne-Denkmal — Christiane Becker Neumann Christiane Luise Amalie Becker Neumann, (* 15. Dezember 1778 in Crossen an der Oder in der Neumark; † 22. September 1797) war ein Zögling von Johann Wolfgang von Goethe und deutsche Schauspielerin …   Deutsch Wikipedia


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