Aalraupe, die

Die Aalraupe, plur. die -n, ein Fisch in süßen Wassern, welcher an der glatten Haut dem Aale gleicht, aber einen großen Kopf und dicken Bauch hat. Gadus Lota, L. Der Nahme Aalraupe, oder Aalruppe, wie er auch gefunden wird, ist ohne Zweifel von rauben, weil er ein Raubfisch ist, und dabey dem Aale gleicht. In der Schweiz heißt er Raubaal, am Rheine verderbt Ruffelk, Ruffolk, in andern Gegenden Ruppe, in Oesterreich die Rutte, in Baiern der Rutten. Sein Holländischer und Niedersächsischer Nahme ist Quappe, auch wohl Aalquappe, Aalquabbe, Dän. Quabbe, Engl. Quab, von dem Niedersächsischen Quapp, ein Beutel, Wamme, oder Schlauch, wegen seines dicken Bauches. In einigen Oberdeutschen Gegenden wird er auch Trusch, Trusche, Trüsche genannt. Mit der Niedersächsischen Benennung kommt die Griechische Κωβος und die daraus gemachte Lateinische Gobio überein; obgleich Wachter die beyden letztern von Kopf oder Caput herleitet, wegen des dicken Kopfes dieses Fisches.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Aalraupe — (Aalputte, Aalquappe, Aalruppe, Ga.. dus lota L.), Art der Gattung Schellfische (Untergatt. Lota); Kiefern gleich groß, Kopf breit, niedergedrückt, 2 gleich hohe Rückenflossen, gelbbraun, marmorirt, 1 Bartfaser, lebt unter Steinen u. in… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Aalraupe — Sf (dasselbe wie Aalquappe) per. Wortschatz fach. md. (14. Jh., Form 17. Jh.). Zunächst bezeugt als aalruppe; die Form mit Diphthong, vielleicht in Anlehnung an das nicht verwandte Wort Raupe, seit dem 17. Jh. Im Hinblick auf die Variante Rutte… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Aalraupe — Quappe Quappe (Lota lota) Systematik Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei) Ordnung …   Deutsch Wikipedia

  • Aalraupe — Trische (schweiz.); Rutte (österr.); Aalquappe (süddt.); Treische (schweiz.); Ruppe (süddt.); Quappaal (norddt.); Hammelfleischfisch (seemännisch) (umgangssprachlich); Trüsche ( …   Universal-Lexikon

  • Quappe, die — Die Quappe, plur. die n, der Niederdeutsche Nahme eines Fisches in süßen Wassern, welcher im Hochdeutschen Aalraupe, im Oberdeutschen aber Ruppe genannt wird; Gadus Lota L. S. Aalraupe. Holländ. Quab. Engl. Quab. Er hat den Nahmen wegen seines… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Ruppe, die — Die Ruppe, plur. die n, in einigen Gegenden, ein Nahme der Aalraupe, Gadus Lota L. welche im Nieders. Quappe, Aalquappe heißt. S. Aalraupe …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Aalmutter, die — Die Aalmutter, plur. die mütter, eine Art Meergroppen, welche keinen Kamm auf dem Kopfe trägt, und lebendige Jungen gebieret, Blennius Mustela vivipara, L. Bey einigen auch Aalfrau, in Schweden Tannlacke. Von einigen wird auch die Aalraupe mit… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Rutte, die — Die Rutte, plur. die n, der Oberdeutsche Nahme der Aalraupe, S. dieses Wort …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Trusche, die — Die Trūsche, oder Trǖsche, plur. die n, ein nur in einigen Oberdeutschen Gegenden üblicher Nahme der Aalraupe, S. dieses Wort; im Franz. Truite, im mittlern Lat. Trutta, daher sie auch in einigen Deutschen Gegenden Trutte genannt wird …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Aalquappe, die — Die Aalquappe, S. Aalraupe …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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