Alexander, S. (2)

2S. Alexander, Abb. (15. Jan.) Der hl. Alexander war Abt und Stifter der Akömeten (ἀκοιμηταί = Schlaflose) zu Konstantinopel, deren Regel darin bestand, daß sie unter Abwechslung der Personen Tag und Nacht fangen und beteten, woher auch ihr Name »Schlaflose« kommt. Da er aus einem vornehmen Geschlechte in Asien stammte, trat er, nachdem er in der Jugend zu Konstantinopel den Wissenschaften obgelegen, in den Soldatenstand, wurde aber durch Lesung der hl. Schriften vom Kriegsleben abgebracht, theilte sein ganzes Vermögen den Armen aus, wurde Mönch in Syrien und ging nach vier Jahren in die Einöde, wo er sieben Jahre zubrachte. Hierauf verlegte er sich auf die Bekehrung der Heiden, zog im ganzen Lande umher, zerstörte die Götzenbilder, steckte die Tempel in Brand und bekehrte unter Andern einen Kriegsobersten, der Rabbulus hieß und später Bischof von Edessa wurde. Als dieser vor seiner Bekehrung an den Wundern des Propheten Elias zweifelte und zur Bewahrheitung derselben dergleichen von Alexander begehrte, erlangte dieser durch sein Gebet, daß, wie zu Elias Zeiten, Feuer vom Himmel herabfiel. Der Wahl zum Bischof entzog er sich durch die Flucht, und kam unter Straßenräuber, die er durch seine eindringlichen Reden zum Christenthum bekehrte. Sofort erbaute er am Euphrat ein Kloster, welches gar bald eine große Anzahl Brüder in sich schloß, unter denen er 24 Ordnungen der Sänger einführte, die Tag und Nacht Gott lobten und priesen. Nachdem er eine lange Zeit diesem Kloster vorgestanden, nahm er 150 Brüder mit sich, zog mit ihnen in der Wüste umher und bekehrte viele römische Soldaten zum Christenthume. In Antiochia, wo er mit vielem Freimuthe predigte, mußte er manche Verfolgung vom Bischofe erleiden, ging aber in einem Bettlerkleide in das Kloster Crithenium, aus dem er 24 Mönche mit sich nach Konstantinopel nahm, um sie in der ewigen Anbetung Gottes zu unterrichten. Zwar suchte Satan dieses rühmliche Werk auf alle Weise, besonders aber dadurch zu hintertreiben, daß er die Verläumdung gegen den Heiligen in Umlauf brachte, er sei ketzerischen Lehren zugethan; allein es war vergeblich und die Unschuld des Heiligen trat nur desto mehr an's Licht. Er starb in sehr hohem Alter um das Jahr 430 n. Chr.



http://www.zeno.org/Heiligenlexikon-1858. 1858.

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