Amadeus, B. (2)

2B. Amadeus, C. (10. Aug.) Der selige Amadeus stammte aus königlichem Geblüte in Portugal, und hieß zuvor Petrus Johannes Menesius Er war ein Neffe des ersten Grafen von Villareal in Portalegre und ein leiblicher Bruder der gotts. Beatrix von Sylva, der Stifterin der Klosterfrauen von der unbefleckten Empfängniß. Als Amadeus mit der Kaiserin Eleonora von Portugal nach Italien reiste, gesellte er sich, durch die göttliche Gnade angeregt, zuerst den Hieronymitaner-Eremiten bei; später aber, auf den Befehl Christi, der allerseligsten Jungfrau und des hl. Franciscus, trat er zu Assisi in den Franciscaner-Orden als Laienbruder über. Auf Andringen des Francisco Sforza begab er sich nach Mailand, errichtete daselbst den Convent »Maria vom Frieden« und begann so mit Bewilligung des Papstes Sixtus IV. im Jahre 1460 die neue Congregation der Amadäer, welche sich bald in der Lombardei und durch ganz Italien ausbreitete, bis dieselbe endlich im J. 1517 unter Papst Leo X. wieder mit dem ganzen Orden vereinigt wurde. Amadeus stand in hohem Ansehen bei Papst Sixtus IV., der ihn wider seinen Willenzum Priester weihte und zu seinem Beichtvater und Geheimschreiber machte, sowie auch die Könige Ludwig XI. von Frankreich und Ferdinand von Spanien ihm hohe Achtung zollten. Endlich kehrte er in seinen Convent »vom Frieden« nach Mailand zurück und starb daselbst nach einem rühmlichen Leben, durch Wunder verherrlicht, im Jahre 1482. Sein Leichnam ruht in der Mitte des Hochaltars und soll mit einem Buche, das verschiedene Weissagungen von ihm enthalte und auf dem Deckel die Worte habe: Aperietur in tempore, begraben worden seyn. In seinem Kloster befindet sich noch ein Brunnen, dessen Wasser heilsame Kraft gegen das Fieber besitzen soll. Bei den Bollandisten (Acta Sanctorum ad 10. Aug.) findet sich die wahre Abbildung dieses Heiligen, derdargestellt wird im Franciscanerhabit mit aufgehobenen Händen und jenes Buch an die Brust haltend.



http://www.zeno.org/Heiligenlexikon-1858. 1858.

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