Deutsch-Ostafrika

Deutsch-Ostafrika, deutsches Schutzgebiet (Kolonie) in Ostafrika [Karte: Deutsche Kolonien I, 4, bei Deutschland], 1 bis 11° s.B., 946.500 qkm mit 6.848.000 E. (1903: 1237 Europäer). Im O. das schmale und niedrige Küstenland, im W. eine gewaltige, 1200-1400 m hohe, gewellte Hochfläche, dazwischen ein Randgebirgszug (Kilimandscharo 6010 m [Tafel: Kilimandscharo], Pare 2070 m, Usambara 2000 m, Rubehoberge 1880 m, Livingstonegebirge 2400 m, Bejagebirge 3600 m). Küstengebiet wasserreich (Hauptflüsse: Pangani oder Ruvu, Wami, Kingani, Rufiji, Rovuma, nur wenig schiffbar); zahlreiche Seen (Viktoria-Njansa, Tanganjika und Njassa). Klima tropisch. Von Mineralien bes. Kohle und Salz. Aufblühende Plantagenwirtschaft, bes. in Usambara (Kaffee, Kokospalmen, Kautschuk, Zuckerrohr, Vanille und Faserpflanzen). Hauptteil der Bewohner Bantu. Handel s. Beilage: Afrika. Von der Usambara-Eisenbahn sind 129 km (bis Mombo) im Betrieb. Verwaltung unter einem Gouverneur; in Bezirksämter und Stationsbezirke eingeteilt; Schutztruppe in 12 Kompagnien (44 Offiziere, 1679 Mann, 67 Geschütze). Einnahmen 1904/5: 9.637.720, darunter Reichszuschuß 6.181.237 M; Regierungssitz Daressalam. Geschichte s. Beilage: Kolonien. – Vgl. Peters (1889 u. 1895), Förster (1890), Reichard (1892 u. 1898), Wohltmann (1898).


http://www.zeno.org/Brockhaus-1911. 1911.

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