Nase


Nase

Nase (Nasus), das Geruchsorgan. Es besteht aus Nasenwurzel, Nasenrücken, Nasenspitze und Nasenflügeln. Zwischen den Nasenlöchern befindet sich die Nasenscheidewand. Dem obern Teil der N. dienen die Nasenknochen, dem untern die Nasenknorpel zur Grundlage. Die innere N. (Nasenhöhle) wird durch den Pflugscharknochen in zwei Hälften geteilt, in deren jeder sich die drei Nasenmuscheln [Tafel: Sinnesorgane II, 7 u. 8] und zwischen diesen die Nasengänge befinden. In dem obern Teil der N., der sog. Riechgegend (Riechbezirk [II, 7], breiten sich die Enden der Geruchsnerven aus, die als Endorgane die Riechzellen [II, 9] haben. Im untern Teil der N., der sog. Atmungsgegend, ist die Schleimhaut mit reichlichen Flimmerzellen ausgekleidet, wodurch Staubpartikel zurückgehalten werden. Außerdem hat die N. großen Einfluß auf die Modulation der Stimme. Krankheiten der Nasenhöhle: Nasenbluten, katarrhalische Entzündung der Schleimhaut (Schnupfen), Geschwüre, oft mit üblem Geruch (Stink-N., Ozäna), Wucherungen der Schleimhaut (Polypen), die die Nasenhöhle teilweise verschließen können (Stockschnupfen) und Syphilis. Letztere führt bisweilen zur Zerstörung der äußern N. und macht künstlichen Ersatz (Rhinoplastik) notwendig. Zur Untersuchung der hintern Nasenhöhle dient der Nasenrachenspiegel (Rhinoskop). Über Kupfer-N. s. Kupferrose. – Vgl. Reiß (Krankheiten, 2. Aufl. 1898), Gerber (Atlas, 1902), Ónodi und Rosenberg (Behandlung der Krankheiten der N., 1906).


http://www.zeno.org/Brockhaus-1911. 1911.

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  • nase — nase …   Dictionnaire des rimes

  • Nase — Nase: Die germ. Bezeichnungen des Geruchsorgans mhd. nase, ahd. nasa, niederl. neus, engl. nose, schwed. näsa beruhen mit der unter ↑ Nüster behandelten Bildung auf idg. *nas »Nase«, ursprünglich wahrscheinlich »Nasenloch« (beachte z. B. aind.… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Nase — Sf std. (8. Jh.), mhd. nase, ahd. nasa, mndd. nese, nase, mndl. nose, neuse, nuese Stammwort. Aus g. * nas(ō) f. Nase , auch in anord. no̧s, ae. n(e)osu, afr. nose. Aus ig. * nas (der Ansatz von a ist etwas unbequem, wird aber durch das Indische… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Nase — Nase, der hervorragende Theil des Geruchorganes, das sich aber mit seinen Knochen und Höhlen tiefer in den Schädel erstreckt. Der in zwei Hälften getheilte, hinten in den Schlund sich öffnende, und mit den in den Knochen des Stirnbeins und… …   Damen Conversations Lexikon

  • Nase [3] — Nase, eine vorspringende Spitze beim gotischen Maßwerk (Fig. 1); auch ein Vorsprung an Gesimsprofilen, der das Wasser abtropfen läßt (daher Wassernase, Fig. 2); endlich auch der an der Unterseite der Dachziegel befindliche Ansatz, mit dem die… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Nase — [Basiswortschatz (Rating 1 1500)] Bsp.: • Er hat eine rote Nase. Trinkt er zu viel? • Er ist krank. Seine Nase ist kalt und rot …   Deutsch Wörterbuch

  • Nase [1] — Nase, 1) (Nasus, Nares), der unter der Stirn zwischen den Augenhöhlen, den Wangen u. über dem Munde hervorragende Gesichtstheil; umfaßt sämmtliche, zu Bildung des Geruchsorgans sich vereinende Kopftheile. In dieser Hinsicht unterscheidet man… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Nase — Nase, in der Baukunst und Technik immer etwas Vorstehendes. Bei Gesimsen werden Wassernasen von verschiedenen Formen angebracht. Sie sollen verhindern, daß das Regenwasser an den Gebäudeteilen herunterläuft, und es nötigen, abzutropfen. Im… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Nase — (nasus), das Organ des Geruchsinnes. Man unterscheidet die äußere N. u. die N.nhöhle. Die äußere N. hat eine feste Grundlage, von oben her die N.nknochen, abwärts gegen die Spitze die N.nknorpel; besteht aus der N.nwurzel, unterhalb der Stirne,… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Nase [2] — Nase, eine Art Weißfisch …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Nase [3] — Nase, Felsecke auf dem Vorgebirge des Beatenbergs im Thunersee (Schweiz) …   Pierer's Universal-Lexikon


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