Steinkohle

Steinkohle

Steinkohle, Schwarzkohle, dichte, im Bruch meist muschlige, fettglänzende, samt- bis pechschwarze Kohlenmassen mit 75-90 Proz. Kohlenstoff, Zersetzungsprodukt vorweltlicher Pflanzen, insbes. von Gefäßkryptogamen, Zykadeen etc., meist in unterirdischen, oft über Hunderte von Quadratmeilen sich ausdehnenden Schichten (Flözen), von Papierdicke bis zu 20 und mehr Meter Mächtigkeit, wechsellagernd mit Schiefertonen und Sandsteinen die produktive Steinkohlenformation (s. Steinkohlenformation) bildend, doch finden sich auch vereinzelte Flöze in ältern und jüngern Formationen. Man unterscheidet die S. nach ihrem Bitumengehalt als fette und magere, in technischer Hinsicht bes. als Back-, Sinter- und Sandkohle, nach gewissen äußern Eigenschaften als Glanz- oder Pechkohle, Kännel-, Grob-, Blätter-, Faser-, Ruß- und Schieferkohle; sie werden teils unmittelbar, teils in verkoktem Zustande als Brennmaterial, sowie zur Darstellung des Leuchtgases benutzt. In Deutschland findet sich die S. bes. bei Aachen, im Saarbecken, Ruhrbecken, in Oberschlesien und im Sächs. Erzgebirge; außerdem sind Belgien, England, Nordamerika und China reich an S.


http://www.zeno.org/Brockhaus-1911. 1911.

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  • Steinkohle — Steinkohle, hier: Anthrazit Steinkohle ist ein schwarzes, hartes, festes Sedimentgestein, das durch Karbonisierung von Pflanzenresten (Inkohlung) entstand und zu mehr als 50 Prozent des Gewichtes und mehr als 70 Prozent des Volumens aus… …   Deutsch Wikipedia

  • Steinkohle — (Schwarzkohle; hierzu Karte »Verbreitung der wichtigsten Mineralfundstätten auf der Erde« mit Text und Textblatt II), im petrographisch technischen Sinne die schwarzen, kohlenstoffreichen, an Wasserstoff und Sauerstoff armen Kohlen; im… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Steinkohle — (Schwarzkohle, gr. Lithanthrax, engl. Coal, Pit coal [spr. Pittkohl, d.i. Grubenkohle], franz. Houille [spr. Huillj]). I. Eigenschaften: derbe Massen, blätterig, schieferig, dicht, faserig od. erdig, bildet mehr od. weniger mächtige Lagen u.… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Steinkohle — Steinkohle, s. Brennstoffe, Bd. 2, S. 287. Zu den Uebergängen zwischen echter Glanz und Mattkohle gehört die im Königreich Sachsen häufig vorkommende Pechkohle; sie hat lebhaften Glanz und muscheligen Bruch, die Farbe ist bräunlichschwarz.… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Steinkohle — Steinkohle, Mineral, besteht aus Kohlenstoff, mit etwas Sauer u. Wasserstoff in wechselnden Mengen, mit Beimengungen von erdigen Theilen u. Metalloxyden, besonders aber von Schwefelkies. Die Farbe ist pechschwarz, graulichschwarz u.… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Steinkohle — Anthrazit * * * Stein|koh|le [ ʃtai̮nko:lə], die; , n: schwarze, harte Kohle: Steinkohle abbauen, fördern, exportieren; mit Steinkohle heizen. * * * Stein|koh|le 〈f. 19; unz.〉 dichte, erdgeschichtlich alte Kohle mit hohem Gehalt an Kohlenstoff *… …   Universal-Lexikon

  • Steinkohle — Diamant findet sich hauptsächlich auf sekundärer Lagerstätte in Anschwemmungen von Flüssen zusammen mit andern Edelsteinen, wie Topas, Chrysoberyll, Zirkon, Andalusit, Turmalin, Spinell und Granat, auch mit Gold und Platin, Titan und Magneteisen …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Steinkohle — Stein·koh·le die; eine sehr harte schwarze Kohle, mit der man heizt ↔ Braunkohle || K : Steinkohlenbergbau, Steinkohlenbergwerk, Steinkohlenförderung, Steinkohlenlager, Steinkohlenteer, Steinkohlenzeche …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Steinkohle aus dem Saarrevier — Bergwerksdirektion Saarbrücken (Martin Gropius 1880) Der Steinkohlenbergbau im Saarland ist seit der keltischen Zeit durch Ausgrabungen und seit 1429 auch schriftlich belegt. Planmäßiger Steinkohlenbergbau wird allerdings erst ab Mitte des 18.… …   Deutsch Wikipedia

  • Steinkohle, die — Die Steinkohle, plur. die n, ein den Kohlen ähnlicher steiniger Körper, welcher aus einem mit Erdpech durchdrungenen Gesteine bestehet, welches sich wegen des erstern zur Feuerung gebrauchen läßt. Man theilet sie in Pech oder Glanz und… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart