Beil [1]


Beil [1]

Beil, Werkzeug zum Behauen von Holz, besteht aus einem breiten eisernen Blatt mit Stahlschneide und einem Ohr (Haube) für den seitwärts abgebogenen Helm oder Stiel. Es ist in der Regel einseitig zugeschärft und wird, je nachdem die Zuschärfung auf der rechten oder linken Seite des Arbeiters sich befindet, rechtes oder linkes B. genannt. Das B. ist kürzer als die Axt, die Schneide verhältnismäßig länger, der Stiel kurz. Das Breit-, Dünn- oder Zimmerbeil dient zum Ebnen der mittels der Zimmeraxt beschlagenen Flächen. Das kleinere Handbeil zum Behauen kleiner Hölzer, die man in der Hand halten kann, zum Einschlagen von Nägeln etc. Beim Schreiner- oder Tischlerbeil (deutsches Handbeil) ist die Schneide geradlinig mit einem nach der Stielseite hin verlaufenden starken Bogen. Über vorgeschichtliche Beile vgl. Osborne, Das B. und seine typischen Formen in vorhistorischer Zeit (Dresd. 1887); Fischer, Betrachtungen über die Form der Steinbeile auf der ganzen Erde (im »Kosmos«, Bd. 10). S. Metallzeit und Steinzeit.


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Beil — ist im Gegensatze zur Axt einseitig zugeschärft, hat längere Schneide, geringeres Gewicht und kürzeren Stiel, wird mit einer Hand geführt und dient zum Nacharbeiten. Gestaltung und Benennung sind nach den Gewerben verschieden. Die Zimmerleute… …   Lexikon der gesamten Technik

  • beil. — beil. 〈Abk. für〉 beiliegend * * * beil. = ↑ beiliegend. * * * beil. = beiliegend …   Universal-Lexikon

  • Beil — Beil: Das auf das dt. und niederl. Sprachgebiet beschränkte Wort mhd. bīhel, zusammengezogen bīl, ahd. bīhal, niederl. bijl ist im germ. Sprachbereich verwandt mit aisl. bīldr »Pfeilspitze, Aderlassmesser«, schwed. plogbill »Pflugschar«, im… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Beil [1] — Beil, 1) breites, eisernes Werkzeug, zum Hauen bestimmt, hat einen kürzeren Stiel als die Axt u. ist in der Regel nur von einer Seite angeschliffen; die Schneide kann gerade od. gekrümmt sein. Je nach Form u. Gebrauch hat es verschiedene… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Beil [2] — Beil, Joh. David, geb. 1754 zu Chemnitz, studirte in Leipzig die Rechte, ward aber aus Neigung Schauspieler bei mehreren herumziehenden Gesellschaften u. kam dann, von Karl von Dalberg zu Erfurt empfohlen, 1777 nach Gotha, wo er großen Beifall… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Beil [2] — Beil;I ohann David, Schauspielerund Bühnendichter, geb. 1754 in Chemnitz, gest. 13. Aug. 1794 in Mannheim, studierte anfangs die Rechte auf der Universität Leipzig, ging aber 1775 zur Bühne über und schloß sich in Naumburg einer reisenden… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Beil — Beil, Joh. David, Schauspieler und dram. Dichter, geb. 1754 zu Chemnitz, studierte die Rechte zu Leipzig und trat als Student, Schulden halber, zum Theater. Zuerst bei einer kleinen Truppe kam er 1777 auf Dalbergs Empfehlung an das gothaische,… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Beil — das; (e)s, e; eine kleine Axt || Abbildung unter ↑Axt …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Beil — Sn std. (9. Jh., witubil 8. Jh.), mhd. bīl(e), bīhel, ahd. bīhal, mndd. bīl, byl Stammwort. Ein nur deutsches und niederländisches Wort, das von einem gleichbedeutenden keltischen Wort kaum zu trennen ist: air. bíail, biáil m., kymr. bwyall,… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • beil. — beil. = beiliegend …   Die deutsche Rechtschreibung


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