Giebichenstein


Giebichenstein

Giebichenstein, früher selbständiges Dorf, seit 1900 der Stadt Halle a. S. einverleibt. – Das auf einem steilen Felsen dicht an der Saale gelegene Bergschloß G. wird schon 961 erwähnt. Die Burg diente besonders als Staatsgefängnis, wo manche namhafte Gefangene, wie z. B. 1027 Herzog Ernst von Schwaben u. a., verwahrt wurden. Auch Ludwig der Springer saß hier im Kerker; sein Sprung in die Saale, mit dem er sich rettete, ist jedoch sagenhaft. Schon 980 gehörte das Schloß den Erzbischöfen von Magdeburg, die bis 1467 meist hier und abwechselnd in Halle ihren Hof hielten. Seit seiner Zerstörung durch den schwedischen General Banér (1636) liegt der G. in Ruinen. Vgl. Hendel, Chronik von G. (Halle 1818); Müldener, Giebichenstein (das. 1874).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Giebichenstein — Giebichenstein, Dorf an der Saale im Kreise Halle des preußischen Regierungsbezirks Merseburg; große königliche Domäne, deren Einkünfte dem jedesmaligen Kronprinzen zugewiesen sind; 1490 Ew. Dabei auf einem Felsen Ruinen des Schlosses, welches… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Giebichenstein — Giebichenstein, ehemal. Dorf (1895: 15.070 E.), seit 1900 zu Halle a. S. gehörig; dabei Solbad Wittekind; Ruinen des Schlosses G., wo Landgraf Ludwig von Thüringen 1102 gefangen saß und sich der Sage nach durch einen Sprung in die Saale befreite… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Giebichenstein — Giebichenstein, Dorf im preuß. Reg. Bez. Merseburg, an der Saale, mit den Ruinen einer uralten Burg und dem Soolbade Wittekind …   Herders Conversations-Lexikon

  • Giebichenstein — Stadtteil von Halle (Saale) …   Deutsch Wikipedia

  • Giebichenstein — The Giebichenstein in Stöckse, Germany, is one of the biggest erratic blocks of Northern Germany. A picture of the Giebichenstein is part of the emblem of Stöckse.There is the supposition, while during Wolstonian Stage the stone was deposited by… …   Wikipedia

  • Giebichenstein — Wer kommt nach Giebichenstein, der kommt selten wieder heim. – Pistor., VI, 35; Körte, 2166; Körte2, 2663; Wurzbach II, 54; Simrock, 3105. Dies uralte ehemalige Bergschloss, auf einem steilen Felsen an der Saale neben dem jetzigen Dorfe gleichen… …   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • Giebichenstein (Stöckse) — Der Giebichenstein Der Giebichenstein im Staatsforst Krähe bei Stöckse ist einer der größten Findlinge Norddeutschlands. Der 330 Tonnen schwere Stein aus Granit ist 7,5 m lang, 4,5 m breit und 2,75 m hoch. Ein Abbild des Giebichensteins ist Teil… …   Deutsch Wikipedia

  • Burg Giebichenstein — Gesamtansicht von Westen Entstehungszeit: 900 bis 1000 …   Deutsch Wikipedia

  • Burg Giebichenstein - Hochschule für Kunst und Design Halle (Saale) — Burg Giebichenstein Hochschule für Kunst und Design Halle Gründung 1879 Trägerschaft staatlich Ort …   Deutsch Wikipedia

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