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Katharina [2]

Katharina [2]

Katharina, Name zahlreicher Fürstinnen, von denen als die merkwürdigsten anzuführen sind:

[England.] 1) K., Königin von England, geb. 27. Okt. 1401, gest. 3. Jan. 1438, Tochter des Königs Karl VI. von Frankreich und der Isabella von Bayern, vermählte sich 1420 nach dem Vertrag von Troyes mit Heinrich V. von England und begründete so die Ansprüche, die ihr Sohn, Heinrich VI., nach Karls Tod auf Frankreich erhob. Nach ihres Gemahls Tod (1422) vermählte sie sich heimlich mit Owen Tudor; durch einen ihrer drei Söhne aus dieser Ehe, Edmund, Grafen von Richmond, wurde sie Großmutter Heinrichs VII.

2) K. von Aragonien, Königin von England, geb. im Dezember 1485, gest. 7. Jan. 1536 in Kimbolton, Tochter Ferdinands des Katholischen von Aragonien und der Isabella von Kastilien, ward 1501 mit dem Prinzen Artur von Wales, Sohn Heinrichs VII., vermählt; doch starb dieser schon 1502 vor der wirklichen Vollziehung der Heirat. Um die Mitgift Katharinas nicht herausgeben zu müssen, verlobte Heinrich VII. K. 1504 mit Dispens des Papstes mit seinem zweiten Sohn, nachmals König Heinrich VIII., der sie bald nach seiner Thronbesteigung 11. Juni 1509 heiratete. Die Neigung zu Anna Boleyn bewog jedoch 1529 den König, bei Papst Clemens VII. auf Trennung der, wie er nun behauptete, kanonisch nicht erlaubten Ehe mit seiner Schwägerin anzutragen, und da dieser, um Katharinas Neffen Karl V. nicht zu beleidigen, sich weigerte, ließ der König die Ehe 1533 durch die Geistlichkeit für ungültig erklären, womit die Losreißung Englands von Rom angebahnt wurde. Die Königin Maria die Blutige war ihre Tochter. Vgl. Froude, The divorce of Catherine of Aragon (Lond. 1891).

3) K. Howard, Königin von England, Tochter Edmund Howards und Nichte des Grafen von Norfolk, fesselte durch ihre Schönheit Heinrich VIII., der sich 28. Juli 1540 mit ihr in fünfter Ehe vermählte. Sie benutzte ihren Einfluß auf den König, um in England die Anhänger der Reformation zu verfolgen, wurde aber überwiesen, vor ihrer Verheiratung unzüchtig gelebt und auch danach mit frühern Geliebten Umgang gehabt zu haben, und deshalb 13. Febr. 1542 enthauptet. Dramatisch wurde ihr Schicksal von Gottschall behandelt.

4) K. Parr, Königin von England, geb. 1512, Tochter des Sir Thomas Parr, seit 12. Juli 1543 sechste Gemahlin König Heinrichs VIII., vorher mit Lord Latimer verheiratet, war eine eifrige Protestantin. Nach des Königs Tode (1547) vermählte sie sich mit dem Admiral Thomas Seymour, starb aber schon 7. Sept. 1548 im Kindbett.

5) K. von Portugal, Königin von England, geb. 25. Nov. 1638 als Tochter des Herzogs Johann von Braganza, seit 1640 Königs von Portugal, vermählte sich 21. Mai 1662 mit Karl II. von England, an dessen Hofe sie alle katholischen Bestrebungen unterstützte. Nach der Thronbesteigung Wilhelms III. kehrte sie 1692 nach Portugal zurück, wo sie 1704 die Regentschaft für ihren geisteskranken Bruder Pedro II. übernahm und 31. Dez. 1705 starb.

[Frankreich.] 6) K. von Medici, Königin von Frankreich, geb. 13. April 1519 in Florenz, gest. 5. Jan. 1589 in Blois, war die einzige Tochter Lorenzos von Medici, Herzogs von Urbino, und der Magdalena de la Tour d'Auvergne, und Nichte des Papstes Clemens VII. Teils im Kloster delle Murate in Florenz, teils am Hofe daselbst erzogen, nahm sie an letzterm neben seinem Kunstgeschmack und großer Hinneigung zu Literatur und Wissenschaft auch Vorliebe für Kabalen und Ränke an. Franz I. von Frankreich ersah sich 1533 die 13jährige K. zur Gemahlin seines zweiten Sohnes, des nachmaligen Königs Heinrich II., aus. K. hatte am französischen Hof zwischen der Herzogin von Etampes, der Mätresse Franz' I., und Diana von Poitiers, der Buhlin ihres Gemahls, anfangs einen schwierigen Stand, wußte aber schlau es mit keiner von beiden zu verderben. Ihr Gemahl näherte sich ihr immer mehr und schenkte ihr später sogar ein unbegrenztes Vertrauen. Da nach dem Tode ihres Gatten (1559) und ihres ältesten Sohnes, Franz' II. (1560), ihr zweiter Sohn, Karl IX., noch minderjährig war, ergriff K. selbst die Zügel der Regierung. Obwohl äußerst ehrgeizig, war K. doch zaghaft und unentschlossen und suchte deshalb mehr durch schlaue und listige Entwürfe, durch eine wechselvolle und den Umständen sich anpassende Politik als durch entschiedenes, festes und planmäßiges Handeln zu herrschen. Aus Abneigung gegen die übermächtigen Guisen, die Führer der katholischen Partei, näherte sie sich anfangs den Hugenotten und der dieselben leitenden Familie Bourbon; aber deren Herrschsucht und die Überzeugung, daß die große Mehrheit des französischen Vo kes dem Katholizismus treu bleiben werde, machten sie bald zur leidenschaftlichen Gegnerin der Hugenotten. Als diese und zumal der Admiral Coligny nach dem Religionsfrieden von St.-Germain den König zu gewinnen suchten, veranlaßte sie in ihrer Besorgnis die Verwundung des Admirals und dann die Pariser Bluthochzeit. Bis nach Karls Tode (1574) ihr dritter Sohn, Heinrich III., aus Polen, wo er damals König war, zurückkehrte, um den französischen Thron einzunehmen, führte K. abermals die Regentschaft. Aber Heinrich III. entwand sich der Herrschaft seiner Mutter mehr und mehr. K. bereicherte die Pariser Bibliothek mit wertvollen Handschriften aus Griechenland und Italien und baute die Tuilerien und das Hôtel de Soissons sowie viele Schlösser in der Provinz. Ihr Bildnis s. Tafel »Kostüme II«, Fig. 11. Ihre beiden Töchter waren: Elisabeth, vermählt mit Philipp II. von Spanien 1559, und Margareta, vermählt mit Heinrich von Navarra, nachmals Heinrich IV. Vgl. »Lettres de Catherine de Médicis« (hrsg. von La Ferrière, Par. 1880–1902, 8 Bde); Alberi, Vita di Caterina de' Medici (Flor. 1838; deutsch, Augsb. 1847); Reumont, Die Jugend Caterinas de Medici (2. Aufl., Berl. 1856); Capefigue, Catherine de Médicis (Par. 1856); Hilliger, K. von Medici und die Zusammenkunft in Bayonne (Leipz. 1891); Bouchot, Catherine de Médicis (Par. 1899, illustriertes Prachtwerk); Lacombe, Les débuts des guerres de religion. Catherine de Médicis (das. 1899).

[Rußland.] 7) K. I., Alexejewna, Kaiserin von Rußland, geb. 15. April 1679 (1684?) vielleicht zu Jakobstadt in Kurland aus der litauischen Familie Skawronsky, gest. 17. Mai 1727. Sie kam 1683 als Waise zu dem Propst Glück zu Marienburg in Livland, der sie im protestantischen Glauben erzog. Dort heiratete sie 1702 einen schwedischen Dragoner, der bald darauf ins Feld zog. Als Marienburg von den Russen eingenommen wurde (August 1702), ward K. als Gefangene die Geliebte Menschikows. Darauf nahm sie Peter d. Gr. zu sich. Sie trat 1703 zur griechischen Kirche über, wobei sie von ihrem Paten, dem Zarewitsch Alexei, den Namen K. Alexejewna erhielt. K. gebar dem Zaren von 1706–1709 drei Töchter: Katharina, die früh starb, Anna, später an den Herzog von Holstein vermählt und Mutter Peters III., und Elisabeth, später Kaiserin von Rußland, und mehrere Söhne, die früh starben. Die Verdienste, die sich K. bei Gelegenheit des Feldzugs am Pruth 1711 erwarb, bewogen Peter, sich am (19. Febr.) 1. März 1712 mit K. trauen zu lassen; 1724 fand ihre Krönung in Moskau statt. Als Peter 8. Febr. 1725 starb, bestieg sie, unterstützt von Menschikow, den Thron, der eigentlich dem noch unmündigen Enkel Peters, Peter (II.) Alexejewitsch, gehört hätte. Sie regierte im wesentlichen im Sinne Peters, eröffnete die Akademie der Wissenschaften, beschränkte die Macht des Senats durch Errichtung des Obersten Geheimen Rats und suchte sich durch Steuernachlässe beliebt zu machen. Vgl. Mottley, History of the life and reign of Catherine I. (Lond. 1744, 2 Bde.); Arssenjew, Die Kaiserin K. I. (russ., Petersb. 1856); Kostomarow, K. I. (in »Das alte und neue Rußland«, 1877, Nr. 2); Brückner, Der Briefwechsel Peters d. Gr. mit K. (im »Historischen Taschenbuch«, 1880); Michnewitsch, Lieblinge (russ., Petersb. 1885).

8) K. II. Alexejewna, Kaiserin von Rußland, geb. 2. Mai 1729 in Stettin, wo ihr Vater, Fürst Christian August von Anhalt-Zerbst, preußischer Gouverneur war, gest. 17. Nov. 1796. Auf Friedrichs II. Empfehlung wurde sie von der russischen Kaiserin Elisabeth mit deren Neffen und adoptierten Nachfolger Peter, Herzog von Holstein-Gottorp, nach ihrem Übertritt zur griechischen Kirche 1744, wobei sie die Namen K. Alexejewna erhielt, 1. Sept. 1745 vermählt. Durch Geist und Bildung hoch über ihrem Gemahl stehend, sah sie sich von demselben mit rücksichtsloser Härte behandelt und von ihrer Umgebung mit Haß und Argwohn verfolgt. Trotzdem wurde sie bald Meisterin in den politischen Intrigen des Hofes. 1753 erlangte Graf Sergius Soltykow die Liebe der Großfürstin, dem andre Lieblinge folgten. Nach der Geburt des Großfürsten Paul (1754) wandte sie ihre Gunst dem polnischen Grafen Stanislaus Poniatowski, dann dem Grafen Gregor Orlow zu. Der lange erwartete Tod Elisabeths (im Januar 1762) ermöglichte ihr die Ausführung ihrer ehrgeizigen Pläne. Ihr Gemahl, der neue Kaiser Peter 111., bedrohte sie mit Verbannung oder Kloster, zögerte aber mit der Ausführung. K. benutzte die Mißstimmung, die gegen Peters III. Regierung Platz griff, um ihn zu einem Entsagungsakt zu nötigen und K. als Vormünderin ihres Sohnes Paul und als Regentin auf den Thron zu erheben. Von Orlow von ihrem Lustschloß Peterhof nach der Hauptstadt geführt, gewann K. daselbst in der Nacht des 9. Juli 1762 die Garde durch eine begeisternde Ansprache für sich, während der in der Kasanschen Kirche versammelte Klerus ihre Erhebung auf den Thron verkündigte. Um 10 Uhr morgens war die Revolution beendet und K. II. Kaiserin von Rußland. Auf diese Nachricht erklärte sich Peter bereit, die Krone niederzulegen. Er wurde nach dem Schloß Ropscha gebracht und dort 17. Juli 1762 von den Orlows ohne Vorwissen Katharinas ermordet.

Die ersten zwölf Jahre ihrer Regierung, solange ihr Verhältnis zu Orlow dauerte, waren segensreich, weil die neue Herrscherin den edlen Trieben ihres Geistes folgen konnte. Sogleich im ersten Jahre ihrer Regierung lud sie durch ein Manifest Ausländer zur Niederlassung in ihrem Reich ein und setzte (25. Juli 1763) zur Leitung dieser Kolonisationsangelegenheiten eine eigne Behörde nieder. Sie führte die Schutzpockenimpfung ein und gründete Armen-, Kranken- und Findelhäuser. Alle zur Verbreitung der Kultur gegründeten Institute, wie die Navigationsschulen, die Anstalten zur Pflege der Wissenschaften und Künste, wurden von K. gefördert. Russische Gelehrte und Künstler wurden zu ihrer Ausbildung ins Ausland gesandt, die geistlichen Seminare vermehrt, Gymnasien und Militärschulen errichtet, sogar 1783 eine russische Akademie der nationalen Sprache gegründet. Sie errichtete Schulen in allen bedeutendern Städten und in vielen kleinern Ortschaften. 1769 gründete sie eine neue oberste Staatsbehörde, die unter kaiserlichem Vorsitz der Mittelpunkt ward, von dem die bessere Organisation der Reichsregierung ausging: »den geheimen Staatsrat«. Das ganze Reich ward in Statthalterschaften, Provinzen und Kreise eingeteilt und erhielt in seinen einzelnen Bestandteilen eine gleichförmige Verwaltung. Um dem sehr mangelhaften Justizwesen eine Einrichtung zu geben, die ihren in der französischen Aufklärungsphilosophie begründeten Anschauungen entsprach, berief K., welche auch die Tortur beseitigte, unterm 14. Dez. 1766 durch ein Manifest Abgeordnete aus allen Provinzen und verfaßte selbst eine Instruktion für die Kommission, die beauftragt ward, den Entwurf zu einem allgemeinen Gesetzbuch für das ganze Reich auszuarbeiten. Handel und Schiffahrt wurden nach dem schwachen Anfang unter der Kaiserin Elisabeth neu begründet. Den innern Handel befreite K. von allen Hindernissen, die ihn bis daher erschwert hatten, und hob hierdurch auch die Landwirtschaft. Der auswärtige Handel war ein beständiger Gegenstand von Unterhandlungen und Verträgen mit andern Staaten. In der auswärtigen Politik ging K., von Durst nach Erfolg und Ruhm beseelt, mit großem Geschick vor. In Polen, das schon seit Peter I. gänzlich unter russischem Einfluß stand, setzte sie 1764 ihren Freund Poniatowski auf den Thron, schlug 1768 den Widerstand der Konföderation von Bar nieder und erklärte der Türkei den Krieg, weil diese den Aufstand der Polen unterstützt hatte. Aber sie verstand sich 1772 zu einem Vertrag mit Preußen und Österreich, in dem sie diesen Mächten Westpreußen und Galizien überließ, für sich selbst Weißrußland und im Friedensschluß mit der Pforte zu Kütschük Kainardschi (1774) das Land zwischen Dnjepr und Bug sowie die Städte Kinburn, Kertsch, Jenikale und Perekop in Taurien erwarb.

Nach Orlows Sturz (1773) wurde Gregor Potemkin (s. d.) ihr Günstling, der durch gewandtes Benehmen die Neigung der Kaiserin zu erregen verstanden hatte. Sie ließ es geschehen, daß Potemkin trotz Vergeudung und Prasserei bei einer jährlichen Reichseinnahme von 50 Mill. Rubel in 16 Jahren ein Vermögen von 90 Mill. Rubel zusammenbrachte. Zugleich wußte Potemkin Katharinas Ehrgeiz für ausschweifen de phantastische Ziele zu erhitzen und ihre auswärtige Politik unruhig und regellos zu machen. Nachdem sie im Bayrischen Erbfolgekrieg als Vermittlerin aufgetreten, ließ sie sich 1780 von Joseph II., der sie besuchte, für ein Bündnis mit Österreich gewinnen, das ihr dafür die Türkei preisgab. 1783 besetzte sie die Krim und die benachbarten Tatarenländer und erklärte nach einer neuen Zusammenkunft mit Joseph II. in Cherson 1787 der Türkei von neuem den Krieg. Sie gewann im Frieden von Galatz (1791) Otschakow und den Landstrich bis an den Dnjestr, nachdem sie schon vorher (1790) den Krieg mit Schweden vorteilhaft beendigt hatte. Hierauf wandte sie sich gegen Polen, das sich 1791 eine neue, freisinnige Konstitution gegeben hatte. Im geheimen Einverständnis mit Preußen unterstützte sie die Konföderierten von Targowicz und nahm mit Preußen eine neue Teilung Polens vor, die ihrem Reich in der Ukraine und in Litauen eine gewaltige Gebietsvergrößerung verschaffte. Die bewaffnete Erhebung des polnischen Volkes endete mit der Teilung des letzten Restes von Polen zwischen Rußland, Preußen und Österreich (1795). Obgleich K. die französische Revolution entschieden mißbilligte und (19. Febr. 1792) alle revolutionär Gesinnten aus ihrem Reiche wies, so nahm sie doch an dem Kampf gegen die Revolution keinen Anteil, trieb aber Österreich und Preußen dazu an, um in Polen freies Spiel zu haben. Sie stand in lebhaftem Verkehr mit den Enzyklopädisten und modernen Philosophen Diderot, Holbach, d'Alembert, Grimm und vornehmlich mi Voltaire. Montesquieus Schriften zog sie zu Rate, als sie dem Reich ein neues Gesetzbuch geben wollte. Der sachsen-gothaische Geschäftsträger, Baron Grimm, war von ihr beauftragt, ihr jede Neuigkeit auf literarischem und artistischem Felde sofort mitzuteilen. Der russische Akademiker Pallas und andre Gelehrte mußten Rußland in weitester Ausdehnung bereisen; Pallas' Reisewerk ließ sie in prächtigster Ausstattung drucken. K. starb 1796 an einem rasch sich wiederholenden Schlaganfall. Ihr Nachfolger war ihr einziger Sohn, Paul J. K. war nicht von hohem Wuchs, aber ihre majestätische Haltung verdeckte diesen Mangel. Die Festigkeit in ihren Gesichtszügen, selbst in den bedenklichsten Lagen, waren bewunderungswürdig. Auch das treffende und kühne Wort stand ihr stets zu Gebote. Dem steifen russischen Kostüm zog sie die französische Hofkleidung vor. Sie schrieb gewandt in französischer und russischer Sprache Dramen für die russische Bühne in Petersburg, historische Aufsätze und Schriften für die Jugend. Eine Gesamtausgabe ihrer Werke erschien in Petersburg 1849 (neue Ausg. 1893). Eine neue Ausgabe (von Pypin begonnen) ist in Vorbereitung. Ein Denkmal Katharinas (von Mikaschin) wurde 1873 in Petersburg enthüllt. Ihre höchst interessanten MemoirenMemoires de l'impératrice Catherine II, écrits par elle-même, etc.«, Lond. 1859; deutsch, Hannov. 1859) gab Herzen heraus, den »Briefwechsel zwischen Heinrich, Prinz von Preußen, und K. II. von Rußland« veröffentlichte Krauel (Berl. 1903). Vgl. Castéra, Histoire de Catherine II (Par. 1800, 2 Bde.); Jauffret, Catherine II et son règne (das. 1860, 2 Bde.); Brückner, K. II. (Berl. 1883); Bilbassow, Geschichte Katharinas II. (nur Bd. 1, 2 und 12 erschienen; diese auch deutsch, das. 1891–93); Waliszewski, Le roman d'une impératrice. Catherine II de Russie (Par. 1893) und Autour d'un trône. Catherine II de Russie, ses collaborateurs, ses amis, ses favoris (das. 1894); de Larivière, Catherine II et la révolution française (das. 1895); Tourneux, Diderot et Catherine II (das. 1899); Bilbassow, K. II. im Urteile der Weltliteratur (deutsch, Berl. 1897, 2 Bde.).

[Schwarzburg.] 9) K., Gräfin zu Schwarzburg, genannt die »Heldenmütige«, geb. 8. Jan. 1509, gest. 7. Nov. 1567, Tochter des Grafen Wilhelm VII. von Henneberg-Schleusingen, wurde 1524 mit dem Grafen Heinrich XXXIV. von Schwarzburg vermählt, 12. Juli 1538 Witwe und lebte in Rudolstadt, als eifrige Anhängerin Luthers um Einführung der Reformation in Schwarzburg bemüht. Ihren Mut bewies sie dem Herzog von Alba gegenüber (»Fürstenblut für Ochsenblut«), als derselbe 26. Juni 1547 auf dem Rückmarsch von Wittenberg durch Rudolstadt kam; den Vorfall, den zuerst Spangenberg im »Adelsspiegel« berichtet, hat Schiller im »Deutschen Merkur« von 1788 erzählt. Vgl. Einicke, Zwanzig Jahre schwarzburgische Reformationsgeschichte 1521–1541 (Nordhaus. 1904).

10) K., Prinzessin von Württemberg, zweite Gemahlin des Königs Jérôme, s. Bonaparte 4).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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