Ctesylla

CTESYLLA, æ, Gr. Κτήσυλλα, ης, des Alcidamas Tochter von Julis, aus der Insel Cea, wurde von dem Hermochares bey einem Tanze an den pythischen Spielen erblicket; und, weil sie ihn ganz einnahm, so schrieb er einen Eydschwur auf einen Apfel, daß sie ihn nehmen wolle, und warf solchen in der Diana Tempel, als Ktesylla den Gottesdienst darinnen verrichtete. Da sie nun solchen Apfel aufhub, und die Schrift darauf las, so that sie damit auch den darauf stehenden Schwur. Hermochares hielt darauf bey ihrem Vater um sie an, und dieser versprach sie ihm auch. Nach der Zeit aber, da sich noch ein reicherer Freyer meldete, verhieß er sie diesem. Allein; Hermochares gefiel Ktesyllen besser, und sie gieng ohne Vorwissen ihres Vaters mit ihrer Amme zu demselben nach Athen. Als sie darauf niederkam, so starb sie um ihres Vaters Meyneides willen, weil er seinen Schwur dem Hermochares nicht gehalten hatte. Da man sie nun zu Grabe trug, so flog eine Taube aus dem Sarge heraus, und von der Ktesylla war nirgends mehr etwas zu sehen. Hermochares befragete das Orakel deswegen und bekam den Befehl, man sollte der Venus unter ihrem Namen zu Julis einen Tempel erbauen; und es brachten die aus Cea solcher Göttinn unter dieser Benennung ihres Opfer lange Zeit. Nicand. ap. Anton. Liberal. Metam. c. 1.


http://www.zeno.org/Hederich-1770.

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  • Ctesylla — In Greek mythology, Ctesylla was a maiden of Ioulis in Ceos, daughter of Alcidamas. During the Pythian festival, an Athenian named Hermochares saw Ctesylla dancing in front of the altar of Apollo and fell in love with her. He threw an apple at… …   Wikipedia

  • Acontivs — ACONTIVS, i, Gr. Ἀκόντιος, ου, ein junger Mensch, verliebte sich in die Cydippe, eine reiche und vornehme Jungfer. Weil er sich aber seines ungleichen Standes halber keine Hoffnung auf sie machen durfte, so schrieb er auf einen schönen Apfel:… …   Gründliches mythologisches Lexikon

  • Alcidamas — ALCIDĂMAS, antis, Gr. Ἀλκιδάμας, αντος, des Ctesylla Vater. Sieh Ctesylla …   Gründliches mythologisches Lexikon

  • Antoninus Liberalis — was an Ancient Greek grammarian who probably flourished between AD 100 and 300.His only surviving work is the Metamorphoses , ( Metamorphoseon Synagoge Μεταμορφώσεων Συναγωγή , literally Collection of Transformations ), a collection of forty one… …   Wikipedia

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