Akeirokomhs

Ἀκειροκόμης, ου, ein Beynamen des Apollo, welcher von dem α privat. κείρω, tondeo, und κόμη, coma, so viel heißt, als einer, der die Haare nicht abscheeren läßt, und, da die Haare an dem Apollo und der Sonne nichts anders sind, als deren Stralen, so dürfte solcher Namen ihren beharrlichen Schein und Auswurf ihrer Stralen bemerken. Andere geben die Ursache, weil er wegen seiner Reinlichkeit außer allem gesetzet ist. ἔξω παντὸς καθεστὼς διὰ την ἁγνότητα, Phurnut. de N.D. c. 32. welches aber vermuthlich wenig Genügen thun wird: Jedoch wenn man für ἔξω παντὸς lesen wollte ἔξω πένθους, extra luctum: Gale ad Phurnut. l. c. so dürfte es in so weit eher Beyfall finden, weil die Sonne jederzeit frolich scheint und kein Trauren empfindet, daher auch die Haare, wie im Trauren bey den alten Griechen üblich war, sich niemals abnehmen läßt. Indessen hat der Lateiner Intonsus beym Propert. l. III. El. 12. v. 52. gleiche Absicht mit diesem ἀκειρακόμης der Griechen.


http://www.zeno.org/Hederich-1770.

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