Malachit


Malachit

Malachit, Mineral, krystallisirt im monoklinoëdrischen System, erscheint meist nadel- od. haarförmig, schuppig od. dünn tafelförmig, in nierenförmigen, knolligen, traubigen, tropfsteinartigen Massen von faseriger u. schaliger Zusammensetzung; zuweilen derb, eingesprengt od. als Anflug, endlich als Pseudomorphose nach Kupferlasur u. Rothkupfererz. Im Bruch ist er büschel- od. sternförmig faserig, schuppig, splitterig od. erdig; Härte 3 bis 4, specifisches Gewicht 3, 6 bis 4; er ist smaragd- bis spangrün, im Strich span- bis berggrün, die faserigen Aggregate haben Seidenglanz, die einzelnen Krystalle sind diamantglänzend; besteht aus basisch kohlensaurem Kupferoxyd u. Wasser, 2 Cu O, C O2 + H O = Cu O, C O2 + Cu O, H O, wird beim Erhitzen schwarz, vor dem Löthrohr schmilzt er u. wird zu Kupfer reducirt; löst sich leicht in Säuren u. Ammoniak. Als Varietäten unterscheidet man: a) Blätterigen M. (Malachitspath), b) Faserigen M. (Fasermalachit, Atlaserz), c) Dichten M., d) Erdigen M. (Kupfergrün). Der M. findet sich in Begleitung mit anderen Kupfererzen u. mit Brauneisenerz auf Gängen u. Lagern verschiedener älterer u. jüngerer Gesteine, in Saalfeld, Kamsdorf u. Sangerhausen in Thüringen, Rheinbreitenbach, Siegen, Dillenburg in Nassau, am Harz, Falkenstein u. Schwatz in Tyrol, Libethen in Ungarn, Chessy bei Lyon, Cornwall, Saska u. Moldawa im Banat, Miedzana-Gora in Polen, namentlich in Sibirien. Die faserigen u. dichten Varietäten werden zu Schmucksteinen verarbeitet, die größeren Massen auch zu Tischplatten, Vasen u.a. Luxusgegenständen; die werthvollsten Arbeiten dieser Art finden sich im kaiserlichen Palast zu Petersburg. Man benutzt ihn ferner zur Mosaik u. zuweilen als Malerfarbe; seine hauptsächlichste Verwendung findet er bei der Darstellung des Kupfers als das werthvollste Kupfererz.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • malachit — I {{/stl 13}}{{stl 8}}rz. mnż I, D. u, Mc. malachiticie, miner. {{/stl 8}}{{stl 7}} minerał o charakterystycznym zielonym zabarwieniu i szklistym połysku, występuje zwykle w postaci nacieków; używany do celów zdobniczych i do produkcji zielonych… …   Langenscheidt Polski wyjaśnień

  • Malachit — Malachit, Berg oder Kupfergrün, Kupferspat, Mineral, wasserhaltiges kohlensaures Kupferoxyd, Cu2CO4 + H2O (71,95% CuO, 19,9% CO2 8,15% H2O). Kristallisiert monoklin; meist aber derb, dicht oder erdig, faserig, nieren oder traubenförmig. –… …   Lexikon der gesamten Technik

  • malachit — malachít s. n. Trimis de siveco, 19.10.2006. Sursa: Dicţionar ortografic  MALACHÍT s.n. v. malahit. Trimis de LauraGellner, 13.09.2007. Sursa: DN …   Dicționar Român

  • Malachīt — Malachīt, Mineral, basisch kohlensaures Kupfer, CuCO3.Cu(OH)2 mit 57 Proz. Kupfer, findet sich in kleinen, nadelförmigen, diamant bis glasglänzenden monoklinen Kristallen, und besonders in traubigen, nierenförmigen und stalaktitischen Aggregaten… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Malachit — Malachīt, monoklines Mineral, meist in faserigen, seidenglänzenden, nierenförmigen Aggregaten (Atlaserz) vorkommend, smaragd bis spangrün, basisch kohlensaures Kupferoxyd mit 57 Proz. Kupfer; wird auf Kupfer verhüttet, auch als Schmuckstein… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Malachit — Malachit, wasserhaltiges, halbkohlensaures Kupferoxyd, von grasgrüner, auch smaragd und spangrüner Farbe; kommt in 3 Abänderungen: 1) als faseriger M., 2) als dichter M., und 3. als erdiger M. mit verschiedenen Kupfererzen auf Lagern und Gängen… …   Herders Conversations-Lexikon

  • Malachit — Ma|la|chit 〈[ xi:t] m. 1; Min.〉 smaragdgrünes, dicht od. achatartig gebändertes, glasglänzendes Mineral; Sy Kupferspat [zu grch. malache „Malve“] * * * Ma|la|chịt [griech. maláche = Malve (wegen deren Blattfarbe; Bot.); ↑ it (2)], der; s, e; Syn …   Universal-Lexikon

  • Malachit — Ma|la|chit 〈 [ çi:t] m.; Gen.: s, Pl.: e; Min.〉 smaragdgrünes, dicht od. achatartig gebändertes Mineral, chem. Kupfercarbonat, Kupferspat [Etym.: <grch. malache »Malve«] …   Lexikalische Deutsches Wörterbuch

  • Malachit — Ma|la|chit [... xi:t, auch ... xit] der; s, e <über gleichbed. lat. molochitis aus gr. molochítēs zu molóchē, Nebenform von maláchē »Malve« (nach der Farbe der Malvenblätter); vgl. 2↑...it> ein schwärzlich grünes Mineral, Schmuckstein …   Das große Fremdwörterbuch


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