Malanīl


Malanīl

Malanīl, entsteht neben Malanilid, wenn man Äpfelsäure mit Anilin erhitzt; kocht man die erkalte Masse mit Wasser aus, so löst sich das M., während das Malanilid ungelöst bleibt. Das M. in krystallisirt in Nadeln od. rechtwinkeligen Tafeln, löst sich in Wasser, Alkohol u. Äther leicht, schmilzt bei 170°; kocht man es mit Ammoniak, so geht es in malanilsaures Ammoniak über. Das Malanalid krystallisirt in farblosen Blättchen, welche bei 175° schmelzen, bei höherer Temperatur sich verflüchtigen u. mit leuchtender Flamme verbrennen; durch Kochen mit Ätzkali geht es in Tartranilid über. Die Malanilsäure ist eine organische Säure, deren Ammoniaksalz man durch Kochen von Malamt mit wässerigem Ammoniak erhält; sie bildet weiße Körner, welche sauer schmecken u. bei 145° schmelzen; sie löst sich in Wasser u. Alkohol, wenig in Äther; ihre Salze sind meistens löslich.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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