Dorn [2]


Dorn [2]

Dorn, 1) Joseph, geb. 1759 in Kratz-Sambach bei Pommersfelden, Genremaler u. Bilderrestaurateur, ausgezeichnet durch seine Nachahmungen von Gerard Dow, Mieris, Denner etc. Seit 1786 lebte er in Bamberg. Seine Copien alter Gemälde sind so täuschend, daß sie ihm einmal eine gerichtliche Untersuchung zugezogen, weil man eins für das in Dresden entwendete Original hielt. Er erfand mit seinem Bruder, 2) Kaspar, die Kunst wieder, Gold auf Pergament so aufzulegen, daß es das Glätten u. Malen aushält. 3) Anton, geb. 1769 in Bamberg; Medicinalrath, Professor u. Director des medicinischen Comité, auch der landärztlichen Schule daselbst; er schr. u.a.: Gerichtliche Arzneiwissenschaft, Augsb. 1813; Recepttaschenbuch, Bamb. 1819. 4) J. F., preußischer Fabriken-Commissionsrath, verdient um Branntweinbrennerei u. neue zweckmäßige, von ihm erfundene Brenngeräthe, auch um die flache Dachdeckung (s.u. Dach II. F) e) etc.; er schr.: Zwei neue Branntweingeräthe, Berl. 1819; Anleitung[269] zur Kenntniß u. Beurtheilung der wichtigsten Operationen der Bierbrauerei u. Branntweinbrennerei, ebd. 1820, 3. Aufl. 1833; Anleitung zur Ausführung der neuen flachen Dachdeckung; Anlegung künstlicher Lustwege etc., ebd. 1835, 3. Aufl. 1838. 5) Heinrich Ludwig Egmont, geb. 1804 in Königsberg, bildete sich bes. in Berlin unter Berger u. Klein für die Composition, wurde 1827 Lehrer der Musik in Frankfurt, kam 1826 als Musikdirector an das Theater nach Königsberg u. 1829 nach Leipzig, 1833 als Cantor nach Riga, wo er seit 1835 das Theaterorchester dirigirte, 1843 nach Köln als Concertdirigent, gründete hier die Rheinische Musikschule u. ging 1849 als Capellmeister nach Berlin, wo seine Oper, Die Nibelungen, 1854 einen großen Erfolg hatte; er setzte u.a. die Opern: Die Rolandsknappen; Die Bettlerin; Abu Kara (von Bechstein); Artaxerxes u. der Schöffe von Paris (1838); Die Nibelungen (1854). 6) Joh. Albrecht Bernhard, geb. 1805 in Scheuerfeld (Sachsen-Koburg), studirte in Halle u. Leipzig Theologie u. Orientalische Sprachen, wurde 1825 an letzterer Universität Privatdocent, 1826 Professor der Morgenländischen Sprachen in Charkow, 1835 Professor der Asiatischen Geschichte u. Geographie in Petersburg u. 1843 Oberbibliothekar der kaiserlichen Bibliothek; ist. auch Director des Asiatischen Museums; er schr.: Über die Sprache der Afghanen, Petersb. 1840; Das Asiatische Museum der kaiserlichen Akademie, ebd. 1846; Catalogue des manuscripts et xylographes orient., ebd. 1852; gab heraus: A Chrestomathy of the Pushtu, Petersb. 1847; Sehir-ed-din, Geschichte von Tabaristan etc., ebd. 1850, 2 Bde., u. Chondemirs Geschichte von Tabaristan, ebd. 1850, beide mit deutscher Übersetzung; übersetzte auch Neamet-Ullahs Geschichte der Afghanen englisch, Lond. 1829, 2 Bde.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Dorn — bezeichnet: Dorn (Botanik), einen harten, spitzen Teil einer Pflanze Dorn (Werkzeug), ein Werkzeug aus spitz zulaufendem Stahl zum Erweitern von Löchern Dorn (Oboe), ein Werkzeug zur Anfertigung von Oboenrohrblättern Dorn (Comic), einen deutschen …   Deutsch Wikipedia

  • Dorn — (German for thorn) is a German/Austrian and Dutch/Flemish surname: People Andrew Dorn (b. 1986), American distance runner Dieter Dorn (b. 1935), German theatre director Ed Dorn (1929 1999), US poet Earl Van Dorn (1820 1863), US major general… …   Wikipedia

  • dorn — DORN, dornuri, s.n. 1. (tehn.) Priboi (1). 2. Unealtă de forma unei tije cilindrice sau conice, având rolul de a prinde, de a degaja, de a deplasa etc. o piesă. – Din germ. Dorn. Trimis de LauraGellner, 19.06.2004. Sursa: DEX 98  DORN s. (tehn.) …   Dicționar Român

  • Dorn — Sm std. (8. Jh.), mhd. dorn, ahd. dorn, thorn, as. thorn Stammwort. Aus g. * þurnu m. Dorn , auch in gt. þaurnus, anord. þorn, ae. þorn, afr. thorn; entsprechend ig. * tṛn (mit verschiedenen Stammbildungen) Spitze, Dorn in akslav. trĭnŭ Dorn ;… …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • Dorn — Dorn: Das gemeingerm. Wort mhd., ahd. dorn, got. Þaúrnus, engl. thorn, schwed. torn beruht auf einer Bildung zu der unter ↑ starren dargestellten idg. Wurzel *‹s›ter »starr, steif sein«. Außergerm. sind z. B. verwandt griech. térnax… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Dorn — Dorn, n. [Cf. G. dorn thorn, D. doorn, and G. dornfisch stickleback.] (Zo[ o]l.) A British ray; the thornback. [1913 Webster] …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Dorn — est un groupe de death metal mélodique allemand fondé en 1998. Discographie Falschheit (2000) Brennende Kälte (2001) Schatten der Vergangenheit (2002) Suriel (2004) Spiegel der Unendlichkeit (2007) Portail du metal …   Wikipédia en Français

  • Dorn [1] — Dorn (Spina), starre, an der Spitze stechende Pflanzengebilde, die im Gegensatze zum Stachel nicht als Ausgliederung der Oberhaut oder unter ihr liegender Gewebe entstehen, sondern durch Umwandlung aus Zweigen, Blättern oder Wurzeln hervorgehen.… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Dorn [1] — Dorn, zylindrischer, kegeliger oder kantiger Stahlstab. Er findet Verwendung beim Biegen (s.d.) von Stäben oder Blechen, beim Aufweiten von Rohren und Löchern. Beim Ziehen und Walzen von Rohren (s. Rohrfabrikation) gebraucht man einen an einer… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Dorn [1] — Dorn, 1) ein nach vorn spitzig zulaufender Körper; 2) (Spina), der stechende Theil der Pflanzen, s.d.; 3) Pflanzenart, welche dergl. hat; 4) von Knochen, ein scharf hervorragender Theil; 5) beweglicher Stachel in einer Schnalle; 6) eiserner Stab …   Pierer's Universal-Lexikon


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.