Schwetschke

Schwetschke, Karl Gustav, geb. 1804 in Halle, studirte daselbst u. in Heidelberg Philologie, übernahm 1825 in Halle die Buchhandlung u. Buchdruckerei seines Vaters, trieb daneben bibliographische Studien u. übernahm 1828 die Redaction des Halleschen Couriers. Seit 1840 an den Streitigkeiten in Preußen betheiligt, schied er 1847 nach Uhlichs Suspension aus der Landeskirche u. wurde Vorsitzender der Freien Gemeinde in Halle; 1848 ging er zum Vorparlament nach Frankfurt u. ward dann von Halle zum Abgeordneten bei der deutschen Reichsversammlung gewählt, wo er zum linken Centrum (Fraction Gagern) gehörte. Er schr.: De Donati minoris fragmento Halis nuper reperto, Halle 1839; Paläographischer Nachweis der Unächtheit der sogen. Freimaurerurkunde von 1535, ebd. 1843; Gedichte eines protestantischen Freundes, Lpz. 1847; Epistolae novae obscurorum virorum ex Francofurto Moenano ad Dr. Arnoldum Rugium philosophum rubrum nec non abstractissimum datae (sarcastische Auslassungen über die innern Verhältnisse der Deutschen Nationalversammlung), Frankf. 1849; u. gab heraus Codex nundinarius Germaniae, Halle 1850.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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