Maalzeichen

Maalzeichen, 1) so v.w. Maalstatt 1); 2) eingeätzte, verschieden gefärbte Figuren od. Namenszüge, bes. auf Backen, Stirn, Armen od. Rücken. Die Sitte stammt aus den ältesten Zeiten, so trugen Sklaven den Namenszug ihres Herrn, Soldaten den ihres Anführers, Andre den ihres Götzen. Man ätzte sich dergleichen auch bei der Trauer in die Haut, was aber den Israeliten verboten war, bei denen der Gebrauch übrigens öfter erwähnt wird. Noch jetzt findet sich die Sitte häufig im Volke, bes. bei Handwerkern; vgl. Tättowiren.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Mahlzeichen, das — Das Mahlzeichen, des s, plur. ut nom. sing. ein bestimmtes körperliches Zeichen, etwas daraus zu erkennen. Es ist ein Maalzeichen bey dem Stuhl des Herren, daß der Herr streiten wird u.s.f. 2. Mos. 17, 16; wo es für Denkmahl stehet. Man gebraucht …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

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