Magneto-elektrische Rotationsmaschine


Magneto-elektrische Rotationsmaschine

Magneto-elektrische Rotationsmaschine (Magnetoinductionsmaschine), eine Maschine, bei welcher dadurch, daß sich ein od. mehrere Stücke weichen Eisens auf einer Scheibe an den Polen eines Hufeisenmagnets vorüberdrehen, in einer um die Eisenkerne gewundenen Spirale übersponnenen Kupferdrahtes elektrische Ströme erregt werden. Da nämlich während der Annäherung eines Eisenkerns an einen magnetischen Pol im Eisen die Magnetismen geschieden werden, so erfolgt hierdurch in der Drahtspirale, welche den Eisenkern umgibt, die Erregung eines elektrischen Stromes, dessen Richtung entgegengesetzt der Richtung derjenigen Ströme ist, welche man sich im Eisenkern nach Ampère anstatt des entstehenden Magnetismus denken kann. Wenn bei weiterer Drehung sich der Eisenkern von dem vorigen Pole wieder entfernt u. dem andern nähert, so erfolgt eine entgegengesetzte Vertheilung des Magnetismus in ihm u. damit eine entgegengesetzte Strominduction in der Drahtspirale; die Enden der Drahtspirale sind nach hervorragenden Metallstreifen an der Achse der Scheibe geführt, wo während der Rotation Metallfedern gegen sie schleifen, u. diesesind der Ausgangspunkt des Schließungsbogen, durch welchen der Strom geführt werden soll. Eine besondere Vorrichtung, Commutator genannt, bewirkt dabei, daß der elektrische Strom im Schließungsbogen nicht wie in den Inductionsspiralen während der Zeit einer Umdrehung zweimal wechselt, sondern gleich gerichtet bleibt; eine andere, Pachytrop genannt, bewirkt die Verbindung der Drahtspiralen der verschiedenen Eisenkerne verschieden zu reguliren, wodurch im Schließungsbogen bald ein Strom von größerer Intensität, bald von größerer Quantität circulirt. Solche Maschinen sind zuerst von Saxton, später von Ettingshausen u. Stöhrer gebaut worden.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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