Balkenauflager

Balkenauflager, die Stelle, an der Balken die Last auf unterliegende Querbalken, Mauern u.s.w. übertragen.

Liegen Balken auf Unterzügen, Pfetten oder Mauerlatten, so sollen sie diese Unterlage um 1,5–2,0 cm Tiefe überschneiden. Dieses Maß wird entweder aus der Unterlage oder aus dem Balken oder annähernd zur Hälfte aus beiden ausgeschnitten (Fig. 1). Man erzielt dadurch eine innigere Berührung, als wenn man die nie ganz geraden, manchmal etwas verdrehten oder im Querschnitt wechselnden Hölzer schlechthin aufeinander legt. Zugleich werden die Hölzer teils durch die Form des Ausschnittes, teils durch Verdübelung gegen Verschiebung und Zug gesichert. Da die Balken nicht an allen Stellen vollkantig sind, so wird in solchem Falle durch Ausstemmen nach a b c der Fig. 2 auch seitlich Berührung geschaffen, und zwar einseitig oder beiderseitig, je nach Erfordernis (vgl. a. Fachwand und Mauerlatte). Das Auflager der Balken kann aber auch die Mauer selbst sein (Fig. 3). Die Balkenköpfe sollen in diesem Falle nicht dicht eingemauert werden, damit weitere Austrocknung stattfinden kann. Es empfiehlt sich, die Hirnseite durch ein aufgenageltes Brettstück, mindestens aber durch Dachpappe zu schützen. Ist ein Mauerabsatz nicht vorhanden, so muß man auf die vollkommenere Art der Auflage mittels Mauerlatte verzichten. Dieselbe einzumauern, ist nicht rätlich, zumal bei Innenmauern, wo vorkommender Balkenstöße wegen zwei Mauerlasten nötig werden, was eine erhebliche Schwächung der Mauer zur Folge haben würde. Dasselbe gilt von der Auflage von Dübelgebälken, die deshalb am besten auf Auskragungen gelegt werden.

† Hans Guzmann.

Fig. 1., Fig. 2.
Fig. 1., Fig. 2.
Fig. 3.
Fig. 3.

http://www.zeno.org/Lueger-1904.

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