Alarmvorrichtungen [3]

Alarmvorrichtungen . Als Ersatz für Rasselwecker dient, wo deren Geräusch als lästig empfunden oder wo ein vom Ton der vorhandenen Wecker deutlich zu unterscheidendes Signal verlangt wird, die elektrische Membransirene.

Dieselbe erzeugt einen angenehmen, klaren, harmonischen Ton, der bezüglich der Lautwirkung den Gleichstromweckern von normaler Schalengröße entspricht. An der zwischen Trichter und Elektromagnetgehäuse fest eingespannten Eisenblechmembrane M (vgl. die Figur) ist ein Stift S beteiligt, der an seinem andern Ende den Anker a des Elektromagnetsystems E trägt. Der bei A eintretende und bei B austretende Strom wirkt wie beim Rasselwecker mit Selbstunterbrechung; der Anker a wird angezogen und die Kontaktsender f von der mit Platinstift versehenen Kontaktschraube k entfernt. Der Strom wird unterbrochen; Kontaktsender und Anker kehren in die Ruhelage zurück, und das Spiel wiederholt sich. Anker und Membrane geraten dadurch in Schwingungen, und durch die von der Membrane hervorgerufenen Luftschwingungen wird ein klarer, reiner Ton erzeugt.

Alarmvorrichtungen zwecks Sicherung von Wohnräumen, Geschäftszimmern und Kassenräumen gegen Einbruch.

Einfache neue Sicherung. Der in dem zu sichernden Räume aufzustellende Sender besteht im wesentlichen aus einer Selenzelle, die bei dem geringsten Lichtschein so viel Strom durchläßt, daß eine an dem Empfänger angebrachte Fallscheibe betätigt und durch diese eine Alarmglocke zum Ertönen gebracht wird. Bei Tage wird die Selenzelle durch eine Scheibe abgedeckt.

Unter dem Namen Elektresor ist von den Deutschen Telephonwerken G.m.b.H. in Berlin eine Kassensicherung hergestellt worden, die auf der Schaltung der Wheatstoneschen Brücke beruht. Wird durch die Erschütterung eines Vibrationskontaktes ein in den Kontaktapparat eingebauter Abgleichwiderstand kurz geschlossen oder wird sonst z.B. durch Zerschneiden von Drähten das Brückengleichgewicht gestört, so ertönt in jedem Falle ein Alarmwecker. Ein Versagen der Einrichtung erscheint ausgeschlossen.

Ueberwachung von Alarmvorrichtungen. Alarmanlagen müssen auf ihre Betriebsfähigkeit dauernd überwacht werden. Das kann geschehen durch probeweise Inbetriebnahme in kürzeren Zeitabständen, zweckmäßiger aber werden Einrichtungen getroffen, die die Betriebsfähigkeit der Anlage ständig anzeigen. Bei dem von den Feiten & Guilleaume-Lahmeyer-Werken in Frankfurt a.M. zur Ausführung gebrachten System wird in die Nähe eines jeden Signalapparates der Anlage eine kleine Glühlampe so eingeschaltet, daß sie im Ruhezustande von einem schwachen Strom – Ueberwachungsstrom – und bei Inbetriebsetzung der Alarmanlage auch von dem stärkeren Betriebsstrom durchflossen wird. Der Leuchtfäden der Lampe wird so bemessen, daß er beim Durchgange des Ueberwachungsstromes bei Tageslicht gerade noch als brennend erkannt werden kann und erst hell aufstrahlt, wenn er vom Betriebsströme durchflossen wird. Die Alarmapparate werden durch den Ueberwachungsstrom nicht betätigt; zu diesem Zwecke ist der Alarmbatterie ein entsprechend abgeglichener Widerstand vorgeschaltet. Wird ein Alarmsignal abgegeben, so schaltet ein Relais den Batteriewiderstand aus, und die Batterie wirkt nun als Betriebsbatterie mit voller Stärke; sie läßt sämtliche Lampen hell aufleuchten und bringt die Alarmsignale zum Ertönen. Die dauernde Betriebsfähigkeit der Anlage wird also daran erkannt, daß sämtliche Lampen im Ruhezustande schwach leuchten.

Otto Fentsch.

Alarmvorrichtungen [3]

http://www.zeno.org/Lueger-1904.

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