Alkalien

Alkalien (Einzahl: Alkali), die Oxyde, bezw. Hydroxyde von Kalium, Rubidium, Cäsium, Natrium, Lithium und Ammonium. Die nur von Kalium, Natrium und Lithium bekannten Oxyde nehmen aus der Luft Kohlensäure und Wasser auf und bilden mit letzterem die entsprechenden Hydroxyde, die sogenannten kaustischen oder ätzenden Alkalien. Die kaustischen Alkalien sind die stärksten Basen, einsäurig, leicht löslich in Wasser und von laugenartigem Geschmack. Sie reagieren alkalisch, d.h. färben rotes Lackmuspapier blau, gelben Kurkumafarbstoff braun, bilden mit Säuren meist wasserlösliche Alkalisalze, mit den Fettsäuren Seifen und fällen aus den Lösungen der übrigen Metallsalze die entsprechenden Metalloxyde und Hydroxyde. Tierische Gewebe werden von den kaustischen Alkalien zersetzt. Vgl. a. Ionentheorie.

Bujard.


http://www.zeno.org/Lueger-1904.

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  • Alkalĭen — Alkalĭen, die Oxyde und Hydroxyde der Alkalimetalle, also namentlich Kali und Natron (Kalium und Natriumoxyd, resp. – Hydroxyd). Die Araber nannten Alkali den löslichen Bestandteil der Pflanzenasche, der bei See und Strandpflanzen wesentlich aus… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Alkalien — Alkalĭen, die in Wasser löslichen Oxyde und Oxydhydrate der Alkalimetalle (s.d.), bes. des Kaliums und Natriums. Sie färben das von Säuren gerötete Lackmuspapier blau, das gelbe Kurkumapapier braun (alkalische Reaktion), schmecken in verdünntem… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Alkalien — Als Alkalien (arab. ‏القلية‎ / al qalya /‚Pottasche‘) werden Substanzen bezeichnet, die mit Wasser alkalische Lösungen (Laugen) bilden. Zu dieser nicht eindeutig definierten Substanzgruppe zählen insbesondere die Oxide und Hydroxide der Alkali… …   Deutsch Wikipedia

  • Alkalien — Al|ka|li|en, die (Mehrz.): ↑ Alkali. * * * Alkali|en   [arabisch al qāly »Pottasche«], Singular Alkali das, s, im weiteren Sinn Substanzen, deren wässrige Lösungen alkalische Reaktion zeigen und bitter schmecken; im engeren Sinn die …   Universal-Lexikon

  • kaustische Alkalien — kaus|ti|sche Al|ka|li|en [griech. kaustikós = brennend]; Syn.: Ätzalkalien: nannte man die durch ↑ Kaustifizieren der entspr. milden Alkalien hergestellten festen oder in Wasser gelösten Hydroxide von Kalium (kaustische oder kaustifizierte… …   Universal-Lexikon

  • milde Alkalien — mịl|de Al|ka|li|en: nannte man früher die im Vergleich zu kaustischen Alkalien schwächer basischen Alkalicarbonate Natriumcarbonat (mineralisches Alkali) u. Kaliumcarbonat (vegetabilisches Alkali) …   Universal-Lexikon

  • Farbstoffe [2] — Farbstoffe, pflanzliche, sind in den Pflanzen entweder als solche schon enthalten oder sie entstehen aus einem sogenannten (meist farblosen) Chromogen, einem Pflanzenkörper, der durch eine nachträgliche technische Behandlung sich in den Farbstoff …   Lexikon der gesamten Technik

  • Kohlensaure Salze — (Carbonate), Verbindungen von Kohlensäure mit Basen; sie bilden sich theils durch directe Vereinigung des Oxyds mit Kohlensäure, theils durch doppelte Wahlverwandtschaft, viele kommen fertig gebildet in der Natur vor. Die Alkalien u. alkalischen… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Farbstoffe [1] — Farbstoffe, künstliche organische. Eine übersichtliche Einteilung dieser Farbstoffe erfolgt zweckmäßig auf Grund ihrer Konstitution in Nitro und Nitrosofarbstoffe, Azofarbstoffe, Triphenylmethanfarbstoffe, Anthracenfarbstoffe,… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Tellūr — Tellūr) chemisches Zeichen Te, Atomgewicht 64 (H = 1), 800 (O = 100), sehr seltenes Metall, wurde 1798 von Klaproth in siebenbürgischen Golderzen entdeckt, nachdem schon 1782 Müller von Reichenstein in diesen Mineralien ein eigenthümliches Metall …   Pierer's Universal-Lexikon

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