Nationalpreis (DDR)


Nationalpreis (DDR)
Benno Besson erhält den Nationalpreis II. Klasse für Kunst und Literatur.

Der Nationalpreis der DDR war in der DDR eine seit 1949 verliehene Auszeichnung, die unter anderem für wissenschaftliche und künstlerische Leistungen in drei Klassen (1./2./3. Klasse) verliehen wurde. Insbesondere bei herausragenden wissenschaftlichen Leistungen wurden meist ganze Forscherkollektive und keine Einzelpersonen ausgezeichnet.

Der Nationalpreis wurde jedes Jahr am 7. Oktober, dem „Tag der Republik“, für „hervorragende schöpferische Arbeiten auf den Gebieten der Wissenschaft und Technik, bedeutende mathematisch-naturwissenschaftliche Entdeckungen und technische Erfindungen, die Einführung neuer Arbeits- und Produktionsmethoden“ verliehen sowie für „hervorragende Werke und Leistungen auf den Gebieten der Kunst und Literatur“. Nicht nur einzelne DDR-Bürger, auch Gruppen oder Ausländer konnten den Preis empfangen, sofern sie Entscheidendes für die sozialistische Wissenschaft oder Kultur geleistet hatten.

Der Nationalpreis wurde in drei Klassen verliehen; die I. Klasse war mit einem Geldpreis in Höhe von 100.000 Mark, die II. Klasse mit 50.000 Mark und die III. Klasse mit 25.000 Mark verbunden.

Das Abzeichen bestand aus einer vergoldeten, runden Medaille mit 26 mm Durchmesser. Ihre Vorderseite zeigte ein Portrait Goethes und den Schriftzug „Deutsche Demokratische Republik“; die Rückseite war mit „Nationalpreis“ beschriftet. Die Medaille war auf der rechten oberen Brustseite zu tragen.

Inhaltsverzeichnis

Bekannte Preisträger

Literatur

  • Dietrich Herfurth: Der Nationalpreis der DDR. Zur Geschichte einer deutschen Auszeichnung. Mit allen Preisträgern, Titeln und Tätigkeitsgebieten. Selbstverl., Berlin 2006.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Der Nationalpreis I. Klasse wurde erstmals 1950 vergeben, Becher und Eisler für die deutsche Nationalhymne Auferstanden aus Ruinen

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