Neustadt i.Sa.


Neustadt i.Sa.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Neustadt in Sachsen
Neustadt in Sachsen
Deutschlandkarte, Position der Stadt Neustadt in Sachsen hervorgehoben
51.02388888888914.216666666667340Koordinaten: 51° 1′ N, 14° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Direktionsbezirk: Dresden
Landkreis: Sächsische Schweiz-Osterzgebirge
Höhe: 340 m ü. NN
Fläche: 83,05 km²
Einwohner: 14.438 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 174 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 01841–01844
Vorwahl: 03596
Kfz-Kennzeichen: PIR
Gemeindeschlüssel: 14 6 28 260
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Markt 1
01844 Neustadt in Sachsen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Manfred Elsner

Neustadt in Sachsen ist eine Stadt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Neustadt liegt eingebettet im Neustädter Tal zwischen den Bergrücken des Hohwaldes und des Ungerberges nahe der Grenze zu Tschechien.

Blick auf die Stadt vom Nordosten

Das Neustädter Tal liegt an der Grenze zwischen Lausitzer Bergland und Elbsandsteingebirge nahe der Lausitzer Überschiebung. Wer sich aus westlicher Richtung aus Dresden oder Stolpen kommend, dem Ort nähert, überquert als erstes den Karrenberg (mundartlich Kornberg gesprochen). Obwohl der Berg heute unbewaldet ist und manchmal Getreide darauf angebaut wird, hat er seine Bezeichnung nicht vom Korn sondern von den Schubkarren, mit denen die Handelsleute im Mittelalter diesen Berg auf der alten Salzstraße überquerten. Von hier bietet sich ein schöner Blick über das Städtchen und seine Umgebung, die gut mit Wanderwegen erschlossen ist.

Südwestlich befindet sich der Ortsteil Polenz. Das gleichnamige Flüsschen bahnt sich seinen Weg erst durch Granit und dann durch Sandstein bis zum Zusammenfluss mit dem Sebnitzbach um dann nach einigen Kilometern als Lachsbach in der Nähe von Bad Schandau in die Elbe zu münden. Das Polenztal ist berühmt für das größte natürlichen Vorkommen wildwachsender Märzenbecher innerhalb Deutschlands.

Weiter südlich steigt der Bergrücken des Ungers (538m) mit dem Fernsehturm und dem Aussichtsturm an. Ein Vorberg des Unger ist die Götzinger Höhe - ein Aussichtspunkt mit Turm und Gaststätte in 425m Höhe südlich von Neustadt. Diese ist ein beliebtes Ausflugsziel der Neustädter. Man erreicht sie vom Neubaugebiet „Bruno-Dietze-Ring“ aus über den „Promenadenweg“, wo es einen Picknickplatz mit kleiner Kneippanlage (Wassertreten) gibt. Vom Turm, der aus einer Eisenkonstruktion besteht, hat man einen schönen Rundblick bis in die umliegenden Gebirge Elbsandsteingebirge, Erzgebirge, Lausitzer Bergland und bei guter Sicht auch bis ins Isergebirge und Riesengebirge. Im Winter ist die Abfahrt von der Götzinger Höhe als Rodelbahn beliebt.

Nach Osten hin geht der Blick über das Langburkersdorfer Tal, wo die Polenz entspringt. Dahinter befinden sich die Berge Nordböhmens.

Im Nordosten der Hohwald mit seiner höchsten Erhebung, dem Valtenberg (588m).

Stadtgliederung

Neben dem Hauptort Neustadt in Sachsen gibt es die Ortsteile Berthelsdorf, Krumhermsdorf, Langburkersdorf, Niederottendorf, Oberottendorf, Polenz, Rückersdorf und Rugiswalde.

Geschichte

Im Jahr 1333 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung Neustadts als Goldbergbaustadt. Die Gründer waren Freiberger Bergleute und nannten die Stadt Nuwenstad bzw. Niwenstad. Anfangs gehörte die Stadt zum Königreich Böhmen unter der Herrschaft der Berka von der Dubá. Obwohl es bis in jüngste Zeit immer wieder Versuche zum Goldbergbau in der Gegend gab und auch die Begleitminerale die Existenz von Goldadern bei Neustadt und im Hohwald vermuten ließen, wurde nie etwas gefunden.

Dass die Stadt trotzdem nicht an Bedeutung verlor, liegt daran, dass sich hier auch eine damals wichtige Kreuzung zweier Handelsstraßen, der Salzstraße von Halle (Saale) nach Prag und der Pilgerstraße von Bautzen nach dem böhmischen Wallfahrtsort Mariaschein befand. An der damaligen Pilgerstraße stand wahrscheinlich schon vor der Stadtgründung die erste Kirche, die Hospitalkirche, an der jetzigen Hospitalstraße. Bald nach der Stadtgründung wurde die Jakobikirche gebaut, die wie die Jakobikirche in Freiberg nach dem Jünger Jakobus benannt wurde. Möglich ist auch, dass der mittelalterliche Jakobsweg hier vorbei führte und die Kirche deshalb nach Jakobus benannt wurde.

Kursächsische Postmeilensäule

Im Jahr 1451 kam die Stadt durch Kauf in den Besitz des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Sanftmütigen und blieb von da an in sächsischem Besitz. Im Jahr 1768 schlossen die Meister der Schmiede-, Schlosser- und Wagnerinnung in Neustadt eine Wette ab, wer wohl in kürzester Zeit ein hölzernes Wagenrad fertigen könne. Das Rad wurde dann innerhalb von sieben Stunden gefertigt und auch noch vor Sonnenuntergang bis in die Residenzstadt Dresden gerollt. Eine Kopie ist heute im Heimatmuseum zu sehen. Das Original befindet sich auf Schloss Moritzburg. Von 1938 bis 1945 wurden im größten Industriebetrieb am Ort - den Heringwerken - Flak-Geschütze des Kalibers 8,8 für den Krieg gefertigt. Die Produktion unterlag strenger Geheimhaltung.

Im Jahr 1945 beschlossen Bürger, die Stadt, in der keine deutschen Truppen stationiert waren, kampflos an die heranrückende sowjetische Rote Armee und polnische Verbände zu übergeben und dies durch das Hissen weißer Fahnen, z. B. am Gebäude der heutigen Schillerschule, anzuzeigen. Das Vorhaben wurde durch einen fanatischen HJ-Führer zunichte gemacht, der sich mit einigen Hitlerjungen in der Schule verschanzte und das Feuer auf die heranrückenden Rotarmisten eröffnete, was auf beiden Seiten, wenige Tage vor Kriegsende, zu unnützen Opfern führte. Die Kampfhandlungen wurden auch mit großkalibrigen Waffen geführt. Durch den Beschuss der Roten Armee kam es zu Zerstörungen und Bränden. Die Russen und Polen begannen daraufhin, Bewohner, soweit sie nicht bereits geflohen waren, aus ihren Häusern zu vertreiben, in den Häusern Benzin auszukippen und diese in Brand zu stecken. Die Hälfte der Gebäude rund um den Markt brannte auf diese Weise ab. Nur durch den Einsatz des katholischen und des evangelischen Pfarrer, blieben die übrigen Gebäude erhalten. Sie suchten unter Lebensgefahr den sowjetischen Kommandeur auf und flehten ihn an, den Rest der Stadt zu verschonen. Hilfreich war dabei, dass der katholische Pfarrer Sorbe war und somit eine dem Russischen und Polnischen verwandte Muttersprache sprach.

Nachdem bereits Anfang der 90er Jahre die zuvor selbständigen Gemeinden Polenz und Krumhermsdorf als Ortsteile eingemeindet wurden, erfolgte am 1. August 2007 nach einem Bürgerentscheid die Eingliederung der zuvor die Gemeinde Hohwald bildenden Ortsteile Berthelsdorf, Ober- und Niederottendorf, Rückersdorf, Langburkersdorf und Rugiswalde in die Stadt.

Gedenkstätten

  • Gedenktafel aus dem Jahre 1983 im Schloßpark des Ortsteiles Langburkersdorf zur Erinnerung an drei namentlich bekannte sowie zwei unbekannte französische KZ-Häftlinge, die bei einem Todesmarsch vom Außenlager Schwarzheide des KZ Sachsenhausen im April 1945 von SS-Männern ermordet wurden
  • Eine ähnliche Gedenktafel an der Außenmauer des Friedhofs von Neustadt erinnert an weitere sechs von SS-Männern ermordete Häftlinge, Juden und Tschechen: Robert Küffler, Alfred Weinstein, Egon Bellak, Milan Mahra, Dr. Franz König und Hans Lustig.
  • Eine weitere Gedenktafel an der Bushaltestelle des Ortsteiles Rugiswalde erinnert ebenfalls an die Schrecken des Todesmarsches

Politik

Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa

Städtepartnerschaften

Die Stadt pflegt partnerschaftliche Beziehungen mit den Städten Günzburg, Titisee-Neustadt und Weilheim an der Teck sowie zu den Gemeinden Meckenbeuren, Frittlingen in Deutschland sowie Kehlen in Luxemburg.

Außerdem ist die Stadt Mitglied in der größten Städtefreundschaft Europas. 36 Städte und Gemeinden aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Polen, der Slowakei und Tschechien, die den Namen Neustadt tragen, haben sich in der Arbeitsgemeinschaft Neustadt in Europa zusammengeschlossen.

Zur DDR-Zeit war Krnov (Jägerndorf) in der heutigen Tschechischen Republik Partnerstadt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

Eine Sehenswürdigkeit besonderer Art ist die vor dem Museum befindliche, aus Bronze gegossene Ziege. Sie wurde 1969 für die Kindertagesstätte in der Götzingerstraße geschaffen und dort im Garten aufgestellt, wo sie von den Kindern als beliebtes Klettergerät benutzt wurde. Später wurde sie wegen der Verletzungsgefahr jedoch entfernt und fand ihren Platz auf der Götzinger Höhe. Dort wurde die Ziege auch 2008 wieder aufgestellt, nachdem sie zwischenzeitlich für etwa 10 Jahre vor dem Museum in der Malzgasse gestanden hatte.

Sehenswert ist auch eine Sandsteinfigur, die an der Ecke Böhmische Straße/ Markt in 4,50m Höhe ein Blumenmädchen darstellt und 1956 von dem Dresdner Bildhauer Albert Braun geschaffen wurde. Die nur spärlich bekleidete Figur sorgte bei ihrer Aufstellung seinerzeit für einigen Aufruhr.

An der Fassade des Gebäudes Dresdner Straße 3 - dem ehemaligen Schokoladenladen - erinnert ein Relief an die „Pfeng-Pauline“, eine Handelsfrau, die um 1900 herum eine stadtbekannte Persönlichkeit war. In ihrem Korb hatte sie stets Süßigkeiten, die sie für Pfennigbeträge (daher der Name) auf den Volksfesten der Umgebung verkaufte. Sie war stets ärmlich gekleidet, mit Holzpantinen und Kopftuch, hinterließ jedoch der Legende nach bei ihrem Tod ein stattliches Vermögen.

Museen

Neustädter Ziege

Das Heimatmuseum im alten Malzhaus der ehemaligen Brauerei Schmole informiert über die umliegenden Rittergüter, die Entwicklung der Kunstblumenindustrie und die Stadtgeschichte.

Seit dem 19. Oktober 2007 gibt es im Ortsteil Berthelsdorf die Erlebnisstätte "Hohwald - Gold - Mineralien und Steine". Dieses Museum entstand im Rahmen des Projektes "Gold in der Oberlausitz - ein Tourismusangebot". Es ist ein Informationszentrum über Geologie, Geschichte und Gewinnung von Gold, Mineralien und Gestein in der Region und darüber hinaus.

Anlässlich der Götzinger-Tage zum 250. Geburtstag Wilhelm Leberecht Götzingers vom 5. bis 7. September 2008 wurde ein Gastraum des Berggasthofes Götzinger Höhe als Götzinger-Stube eingerichtet.

Bauwerke

Rathaus
Jacobikirche - Im Vordergrund Druckerei „Julius Mißbach“

Das Rathaus in der Mitte des Marktplatzes wurde um 1700 erbaut. Über dem Rathausportal befinden sich das Meißner und das Neustädter Wappen. Interessant ist der kupferbeplankte Rathausturm mit der Uhr. Das Gebäude ähnelt einem Hutshaus, was sich vielleicht mit der Gründungsgeschichte der Stadt durch Freiberger Bergleute erklären lässt. Unweit des Rathauses befindet sich eine Postmeilensäule aus dem Jahre 1729 von der kurfürstlich sächsischen Post mit Entfernungsangaben zu vielen umliegenden Städten in Stunden.

Das höchste Gebäude ist der Turm der 1884 im neogotischen Stil umgebauten evangelischen St.-Jacobi-Kirche. Das erste Mal erwähnt wurde die Jakobikirche 1346. Seitdem gab es an dieser Stelle mehrere Kirchenbauten aus Holz und später auch aus Stein, die zum Teil baufällig wurden, oder den Anforderungen der wachsenden Stadt nicht mehr genügten. Der älteste erhaltene Teil der Kirche ist der Altarraum aus dem 16.Jh.. in seinem gotischen Bruchsteingewölbe entdeckt man zwei Schlusssteine, die schon in sehr alten Dokumenten erwähnt werden. Die Darstellungen auf den 3 Schlusssteinen symbolisieren die Dreifaltigkeit Gottes: Vater = schlicht als Punkt bzw Kreis dargestellt Sohn = Christuskopf Heiliger Geist = Taube. Den schönen, geschnitzten Altar sollte man sich bei einem Besuch in Neustadt unbedingt ansehen. Ebenso die Renaissance - Epitaphien im Altarraum. Der Turm mit seinen 4 Zifferbättern ist weithin von den umliegenden Hügeln zu sehen und wer gute Augen hatte konnte daher auch zu Zeiten, als Armbanduhren noch nicht selbstverständlich waren, beispielsweise bei der Feldarbeit, immer die genaue Zeit ablesen. Das Schlagen der Glocken zu jeder 1/4, 1/2, 3/4 und vollen Stunde und das Festgeläut ist in der Stadt und je nach Wind auch bis in die umliegenden Dörfer zu hören.

Im Sommer ist die St.-Jacobi-Kirche meist an den Dienstagen zur Besichtigung geöffnet, nach Absprache mit dem Pfarramt sind andere Zeiten möglich. Neben den Gottesdiensten finden jährlich zahlreiche Konzerte in der Jakobikirche statt.

Das älteste Wohnhaus Neustadts ist das 1616 erbaute Pfarrhaus mit seinem Eingangsportal im Renaissancestil und seinem offengelegten fränkischen Fachwerk . Hier wohnte auch der bekannte Erforscher der Sächsischen Schweiz, W. L. Götzinger.

Die katholische St.-Gertraudis-Kirche in der Nähe des Stadtparkes wurde 1927-1928 erbaut.

Wirtschaft und Infrastruktur

Metallindustrie

Bis 1989 war Neustadt ein Zentrum des Landmaschinenbaus. Das nach dem Zweiten Weltkrieg gegründete VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen trug wesentlich zum Wachstum der Stadt bei. Die Einwohnerzahl verdoppelte sich von 1948 bis 1984.

Das „Fortschrittwerk“ - aus den ehemaligen Heringwerken“ (Zweigwerk der Hering AG Nürnberg) hervorgegangen - war zu dieser Zeit der größte Arbeitgeber in der Region. Im Werk Neustadt wurden Ballenpressen und Schwadmäher gefertigt. Zum Kombinat gehörten aber auch andere Werke, wie z. B. in Singwitz, wo Mähdrescher der Reihen E 512 und später E 516 gefertigt wurden oder Kirschau (Getriebeherstellung). Die Entwicklung und der Musterbau für alle diese Maschinen, die in den typischen Firmenfarben Blau und Weiß weltweit exportiert wurden, war aber in Neustadt. Ab den 60er Jahren wurden kleinere Betriebe am Ort wie Messerfabrik oder Emaillierwerk geschlossen und in das Fortschrittwerk eingegliedert.

Kunstblumenindustrie

Es gab viele kleine Blumenfabriken, die später verstaatlicht und zusammengefasst zur „VEB Kunstblume Sebnitz“ Kunstblumen herstellten. Die Anfertigung der Blumen war häufig Frauenarbeit. Beim „Blumen machen“ oder „Laub auflegen“ wurden die ausgestantzten Blätter auf die Stiele geklebt oder Blüten aus fertig gestanzten Teilen zusammengefügt. Diese Arbeiten erfolgten oft in Heimarbeit. Die Abrechnung erfolgte nach der alten Zählweise mit Gros und Dutzend. Da die Arbeit zu Hause erfolgte und teilweise mit gefährlichen Substanzen wie Klebstoffen oder Glasgrieß gearbeitet wurde, entstanden dabei auch Gefahren speziell für die oft anwesenden Kinder. Das Ausstanzen und andere Arbeiten, die nicht zu Hause erfolgen konnten, wurden durch „Blumenmädchen“ in den Fabriken verrichtet. Nach der „Wende“ war dieser Industriezweig der Billigkonkurrenz aus anderen Ländern nicht mehr gewachsen.

Heutige Situation

Am Markt dominieren Neubauten aus den 1950er Jahren. Nur Reste der alten Bebauung (z.B. das Haus im Hintergrund mit der Jahreszahl 1905) blieben erhalten. Die Figur am Eckhaus stellt ein Blumenmädchen dar und soll an die hier bis 1989 florierende Kunstblumenindustrie erinnern.

Die wirtschaftliche Situation in Neustadt wird heute vor allem durch eine hohe Arbeitslosigkeit bestimmt.

Im ehemaligen VEB Fortschritt Landmaschinen Kombinat, in dem vor der Wiedervereinigung 6500 Menschen arbeiteten, nahm im November 2006 der Wohnmobilbauer „Capron“ die Produktion auf und wird ca. 150 Arbeitsplätze schaffen. Es gibt noch ein Gewerbegebiet im Norden der Stadt, welches teils auf Gemarkung der ehemals selbständigen Gemeinde Hohwald liegt. Dort siedelten sich neben einige Dienstleistungsunternehmen (z.B. Autohäuser) auch einige Industriebetriebe an, so eine Fabrik zur Kunststoffrohrherstellung und ein Werk für Stadtmöblierung, ebenso eine Firma, welche Ausrüstungen für bedeutende Landmaschinenhersteller liefert.

Verkehrsanbindung

Neustadt verfügt über gut ausgebaute und instandgehaltene Umgehungstraßen. Im Stadtkern werden und wurden viele Straßen saniert. Die Wohngebiete sind meist durch Ring-Straßen angebunden.

Das Empfangsgebäude des Bahnhofs von Neustadt

Neustadt besitzt seit 1877 einen Bahnhof an den Nebenstrecken Bautzen–Bad Schandau und Neustadt–Dürrröhrsdorf. Heute besteht eine Regionalbahnverbindung nach Pirna und Bad Schandau (Sächsische-Schweiz-Ring).

Ortsumgehung

  • Ost-West-Umgehung: Dresden - Löbau / Sebnitz über Dr.-Wilhelm-Kaulisch-Straße
  • Nord-Süd-Umgehung: Bischofswerda - Hohnstein über Bischofswerdaer Straße - Dr.-Wilhelm-Kaulisch-Straße - F.-Mildner-Straße - Berghausstraße

Autobahnanbindungen

Bildungseinrichtungen

  • Allgemeinbildung
Grundschule Oberottendorf
Julius-Mißbach-Grundschule
Evangelische Grundschule Hohwald
Friedrich-Schiller-Mittelschule
Förderschule Neustadt, OT Polenz
  • Allgemein- & sprachliche Bildung
Volkshochschule Sächsische Schweiz, Außenstelle Neustadt
  • Berufsvorbereitung & -ausbildung
Internationaler Bund(IB), Außenstelle Neustadt

Freizeit- und Sportanlagen

  • Sportforum Neustadt
  • Neustadt-Stadion
  • Reiterhof Mariengut
  • Tennisplätze des 1.TC Neustadt
  • Freizeitbad „Monte mare“ und Fitnesscenter
  • Freibadesee Neustadt, Rugiswalder Weg
  • Waldbad Polenz (Betreiber Monte mare)
  • Grenzlandlichtspiele (Kino)
  • Skilift in Rugiswalde
  • PSV "Schusterhof" Polenz e.V.
  • Radweg "Rund um Neustadt", Je nach Route zwischen 20 & 35 Kilometern lang.
Karrenberg
Blick zum Hohwald
Ungerberg

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Inschrift an der Stadtapotheke am Markt
  • Friedrich Adolph Struve 1781-1840 - Erfinder des künstlichen Mineralwassers, gründete 1818 in Dresden die erste Mineralwasseranstalt
  • Wilhelm Leberecht Götzinger 1758-1818 - Von 1787 an wirkte er als Diakon, später als Pfarrer an der St.-Jakobi-Kirche. Durch seine Bücher, in denen er die Sächsische Schweiz beschreibt, gilt er als Erschließer dieser Landschaft. Nach ihm ist die „Götzingerhöhe“ benannt.
  • Carl Julius Fritzsche, Pharmazeut und Chemiker.
  • Julius Mißbach (1831-1896)- Riemergeselle; später Verleger und Buchhändler; Vater vieler im 19 Jahrhundert gegründeter Vereine; Vorkämpfer für den Eisenbahnbau (sächsische Semmeringbahn), sowie den Bau der Volksschule, des Amtsgerichtes, des Götzinger- und Ungerturmes
  • Wilhelm Michael Schaffrath (1814-1893) - Vorsitzender des 1848 gegründeten Vaterlandvereins Neustadt und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung
  • Bruno Dietze - sozialdemokratischer Bürgermeister in den ersten Jahren nach 1945
  • „Pfeng-Pauline“ - Neustädter Original um 1900

Einzelnachweise

  1. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen: Bevölkerungsentwicklung

Weblinks



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