Newsweek

Newsweek
Newsweek
Beschreibung Nachrichtenmagazin
Erstausgabe 17. Februar 1933
Erscheinungsweise wöchentlich
Verkaufte Auflage (www.magazine.org) 3.160.000 Exemplare
Herausgeber Sidney Harman
Weblink www.newsweek.com
ISSN 0028-9604

Newsweek ist ein wöchentlich erscheinendes amerikanisches Nachrichtenmagazin mit Hauptsitz in New York City.

Es wurde vom ehemaligen TIME-Redakteur Thomas J. C. Martyn als News-Week gegründet. Die erste Ausgabe erschien am 17. Februar 1933. 1961 wurde Newsweek von der Washington Post Company aufgekauft, die sie im August 2010 an den US-Industriellen Sidney Harman weiterveräußerte.[1]

Heute erscheinen vier englischsprachige Ausgaben mit einer Gesamtauflage von rund 4 Mio Exemplaren. Auf dem amerikanischen Markt liegt „Newsweek“ mit einer Auflage von 3,1 Mio hinter „TIME“ und vor „U.S. News & World Report“ auf dem Mittelrang der „big three“, der meinungsbildenden Nachrichtenmagazine. Neben der für den amerikanischen Markt erscheinenden Ausgabe existieren drei Varianten der „Newsweek International“: „Atlantic“ (Europa, Afrika, Nahost), „Latin America“ und „Pacific“.

Lizenzausgaben von „Newsweek“ erscheinen auf japanisch (seit 1986), koreanisch (1991), spanisch (für Lateinamerika, seit 1996), arabisch (2000) und türkisch (2008). Der Axel Springer Verlag gibt seit 2001 eine polnische Lizenzausgabe heraus, von Juni 2004 bis Oktober 2010 eine Russische namens Russki Newsweek.[2]

In Russland war es bereits der zweite Anlauf für „Newsweek“; eine in Kooperation mit der Zeitschrift Itogi herausgegebene Version erschien bereits 1996. 2001 wurde sie allerdings eingestellt, da Wladimir Gussinski, zu dessen Medienimperium sie zählte, beim Kreml in Ungnade gefallen war; sein Konzern wurde zerschlagen. Inhaltlich sind wissenschaftliche Artikel wie z. B. das neue Planetensystem enthalten. Im Mai 2005 kam „Newsweek“ ganz unfreiwillig weltweit ins Gerede: In einem Bericht über Guantánamo wurde behauptet, dort sei der Koran geschändet worden, indem er die Toilette hinabgespült worden sei, um Häftlinge zu Aussagen zu bewegen. In der muslimischen Welt, insbesondere in Afghanistan, kam es auf Grund des Berichts zu Ausschreitungen; dabei haben an die 20 Menschen den Tod gefunden. „Newsweek“ zog binnen Wochenfrist den Bericht erst teilweise, dann ganz zurück, weil die angeblich regierungsinterne Quelle eine Relativierung ihrer Aussagen vorgenommen habe. Die US-Regierung kritisierte „Newsweek“ scharf: „Der Bericht hatte ernste Folgen. Menschen haben ihr Leben verloren“, so ein Sprecher des US-Präsidialamts. Mittlerweile stützt das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) den Newsweek-Bericht und berichtete über Aussagen von Häftlingen gegenüber Delegierten des Komitees, dass bereits 2002 und 2003 der Koran von amerikanischen Militärs verunglimpft worden sei. Eine Untersuchung ergab insgesamt sieben Fälle, in den Wachleute oder Verhörpersonen, sowie fünfzehn Fälle, in denen Insassen den Koran in für Muslime unangemessener Form behandelten.

Anfang August 2010 gab der Verlag bekannt, das Magazin für den symbolischen Preis von einem US-Dollar an den Investor Sidney Harman zu verkaufen. Harman, Gründer des Hi-Fi-Komponenten-Herstellers Harman Kardon, übernahm dafür die Schulden des Magazins.[3]

Im November 2010 wurde verkündet, dass Newsweek mit der Politik-, Meinungs- und Unterhaltungswebsite The Daily Beast fusioniert. Als Chefredakteurin für beide Redaktionen ist Tina Brown vorgesehen, die bereits die Redaktion des The Daily Beast leitet und auch Gründerin der Website ist. Chief Executive Officer (CEO) wird der jetzige Präsident des The Daily Beast Stephen Colvin.[4]

Das neue Unternehmen wird den Namen The Newsweek Daily Beast Company erhalten. Es gehört zu gleichen Teilen Sidney Harman und der InterActiveCorp, dessen Besitzer der Medienmogul Barry Diller ist.[5]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. US-Industrieller übernimmt Magazin Newsweek, Welt online, 3. August 2010
  2. Axel Springer Russia: Lizenzvertrag für NEWSWEEK wird nicht verlängert in: Axel Springer AG vom 18. Oktober 2010
  3. Newsweek soll für einen Dollar verkauft werden, Spiegel Online, 2. August 2010
  4. Newsweek and The Daily Beast Combine vom 12. November 2010
  5. Die Alte und das Beast in: Spiegel Online vom 12. November 2010

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