Nostril


Nostril
Nostril-Piercing

Lage Nasenflügel
Schmuck Ball Closure Ring, Bar Closour Ring, Circular Barbell, Labret Stud, Curved Nose Studs, Nose Bones
Hinweis zum Schmuck
Heilungsdauer ca. 4 Wochen
Hinweis zur Heilungsdauer
Themenübersicht

Das Nostril-Piercing ist ein Piercing durch den linken oder rechten Nasenflügel und das am weitesten verbreitete Nasenpiercing.

Es wird sowohl von Frauen als auch von Männern getragen, wobei sich Frauen in der Regel jedoch häufiger für ein solches Piercing entscheiden. Mögliche Variationen bestehen aus mehreren Nostril-Piercings in einer Reihe oder beidseitigem Schmuck.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Kultur

Inderin mit Nostril Piercing

Erstmals wurde das Piercing vor etwa 4.000 Jahren im Mittleren Osten praktiziert. Von dort ging es im 16. Jahrhundert nach Indien über. Es wird häufig in Indien getragen, und zwar vorzugsweise am linken Nasenflügel, da angenommen wird, eine Geburt verlaufe dadurch einfacher. Dieser Glaube beruht auf der Ayurveda-Medizin, in der diese Region eng mit den weiblichen Geschlechtsorganen in Zusammenhang steht.

Apatani mit Holzscheiben in den Nasenflügeln

Die Frauen der Apatani, einem Volksstamm in dem indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh, tragen ihrem Schönheitsideal entsprechend in beiden Nasenflügeln eine Holzplatte mit besonders geweiteten Piercings. Womöglich wurden die Modifikationen ursprünglich durchgeführt um unattraktiv gegenüber Männern aus benachbarten Volksstämmen zu erscheinen. Jüngere Generationes haben diese Tradition jedoch bereits abgelegt.

Die Matis[1] und die Frauen der Matsé, einem indigenen Volksstamm im Amazonasbecken, tragen mehrere Piercings in den Nasenflügeln, welche durch die eingesetzten Streifen von Palmblättern an die Schnurrhaare der Katze erinnern.[2] Im westlichen Kulturkreis ist der US-Amerikaner Pauly Unstoppable für seine überdurchschnittlich geweiteten Nostril-Piercings bekannt.[3]

Das Piercing am Nasenflügel wurde in den 1960ern und 1970ern bei Hippie trails nach Indien entdeckt und von der Hippiekultur adaptiert. Später übernahm auch die Punkbewegung das Piercing. Heute hat es sich in den verschiedensten Jugendkulturen etabliert. Zur Popularisierung des Nostril-Piercings trugen auch Popstars wie Lenny Kravitz, Slash und Dennis Rodman bei.

Stechen

Stechen eines Nostril Piercing

Häufig wird das Nostril-Piercing von einem Juwelier mit einer Ohrlochpistole geschossen. Davon ist jedoch abzuraten, da das Gewebe dabei einreißen kann. Besser sollte es von einem professionellen Piercer mit einer Venenverweilkanüle gestochen werden. Zum Ersteinsatz können sowohl Nasenstecker und sogenannte Gesundheitsstecker verwendet werden, die auch häufig im Ohr getragen werden, wie auch Labret-Stecker oder Ball Closure Rings. Aufgrund vieler in der Nase verlaufender Nerven kann das Nostril-Piercing als besonders schmerzhaft empfunden werden. Unter Umständen können Ausläufer des Trigeminusnervs getroffen werden. Die Heilung dauert etwa vier Wochen.

Probleme

Das Nostril-Piercing ist ein Piercing der ungefährlicheren Sorte. Entzündungen oder etwaige andere Erkrankungen sind bei richtigem Stechvorgang selten anzutreffen. Vorsicht ist jedoch bei unhygienischen Studios geboten, da - wie bei allen anderen Piercings - auch beim Nostril-Piercing Krankheiten wie Hepatitis B & C, AIDS o.ä. übertragen werden können.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Matis Indians
  2. The Matsé Indians of the Río Gálvez
  3. Pauly the Unstoppable
Gesundheitshinweis
Bitte beachte den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Nostril — Nos tril, n. [OE. nosethril, nosethirl, AS. nos[thorn]yrl; nos for nosu nose + [thorn]yrel opening, hole, from [thorn]yrel pierced, for [thorn]yrhel, fr. purh through. [root]261. See {Nose}, and {Through}, and cf. {Thrill}.] [1913 Webster] 1.… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • nostril — (n.) O.E. nosþyrl, nosðirl, lit. the hole of the nose, from nosu nose (see NOSE (Cf. nose) (n.)) + þyrel hole (see THRILL (Cf. thrill) (v.)) …   Etymology dictionary

  • nostril — ► NOUN ▪ either of two external openings of the nose that admit air to the lungs and smells to the olfactory nerves. ORIGIN Old English, «nose hole» …   English terms dictionary

  • nostril — [näs′trəl] n. [ME nosethirl < OE nosthyrl < nos, for nosu, the nose + thyrel, a hole < thurh, through: see NOSE & THROUGH] 1. either of the external openings of the nose 2. the fleshy wall on either side of the nose [with flaring… …   English World dictionary

  • Nostril — Nares redirects here. For information about the nostrils of a bird, see Beak#Nares. For other uses, see Nares (disambiguation). Human nostrils …   Wikipedia

  • nostril — noun VERB + NOSTRIL ▪ fill ▪ The stench of the cellar filled my nostrils. NOSTRIL + VERB ▪ flare NOSTRIL + NOUN ▪ hair …   Collocations dictionary

  • nostril — UK [ˈnɒstrəl] / US [ˈnɑstrəl] noun [countable] Word forms nostril : singular nostril plural nostrils one of the two holes at the end of your nose …   English dictionary

  • nostril — [OE] Etymologically, a nostril is a ‘nosehole’. Its Old English ancestor was nosthyrl, a compound formed from nosu ‘nose’ and thyrl ‘hole’. This was a derivative of thurh ‘through’, and still survives as thirl, a dialectal word for ‘hole’. =>… …   The Hutchinson dictionary of word origins

  • nostril — [OE] Etymologically, a nostril is a ‘nosehole’. Its Old English ancestor was nosthyrl, a compound formed from nosu ‘nose’ and thyrl ‘hole’. This was a derivative of thurh ‘through’, and still survives as thirl, a dialectal word for ‘hole’. Cf.⇒… …   Word origins

  • nostril — noun Etymology: Middle English nosethirl, from Old English nosthyrl, from nosu nose + thyrel hole; akin to Old English thurh through Date: before 12th century 1. either of the external nares; broadly either of the nares with the adjoining passage …   New Collegiate Dictionary