Oberschledorn

Oberschledorn
Oberschledorn
Stadt Medebach
Koordinaten: 51° 15′ N, 8° 43′ O51.2485027777788.7121555555556420Koordinaten: 51° 14′ 55″ N, 8° 42′ 44″ O
Höhe: 420 m ü. NHN
Einwohner: 847
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 59964
Vorwahl: 02982

Oberschledorn ist ein Ortsteil der Stadt Medebach im Hochsauerlandkreis in Nordrhein-Westfalen.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Das Dorf mit seinen 900 Einwohnern liegt rund fünf Kilometer nördlich von Medebach im Hochsauerlandkreis, direkt an der Landesgrenze von Nordrhein-Westfalen zu Hessen, eingebettet im Tal auf einer Höhe von ca. 480 m üNN. Die hessische Kreisstadt Korbach liegt etwa 12 Kilometer entfernt. Zu den Wintersportorten Willingen und Winterberg sind es ungefähr 15 Kilometer, der Diemelsee und der Edersee als weitere Erholungsziele liegen 20 Kilometer entfernt. Der Ort ist landwirtschaftlich sowie industriell geprägt. Durch den Ort fließt die Wilde Aa.

Nachbarorte

Angrenzende Orte sind Düdinghausen, Referinghausen und Nieder-Schleidern.

Geschichte

Oberschledorn wurde im Jahre 1236 erstmals urkundlich als Wohnsitz des Ritters Herm de Sledere erwähnt. Damals gehörte der Ort zur Freigrafschaft und Pfarrei Düdinghausen. Am 17. Mai 1890 wurde das Dorf durch einen großen Brand in Mitleidenschaft gezogen, 21 Familien mit 129 Personen wurden obdachlos. Die St.-Antonius-Kirche wurde am 21. Mai 1896 feierlich benediziert, der Vorgängerbau war bei dem Brand 1890 ebenfalls zerstört worden. Im Dezember 1902 nahm die Kleinbahn Steinhelle-Medebach ihren Betrieb in Oberschledorn auf. Der Betrieb der Schmalspurbahn wurde am 23. Juni 1953 eingestellt. Seit dem 1. Juli 1969 ist das Dorf ein Ortsteil der Stadt Medebach.[1]

Am 5. September 2007 geriet Oberschledorn in die Schlagzeilen der Medien, weil dort drei des islamistischen Terrorismus verdächtige Personen von der Polizei festgenommem wurden. Die Presse benannte sie als die „Terrorbomber aus dem Sauerland“,[2][3] da ihnen die Vorbereitung von Sprengstoffanschlägen vorgeworfen wurde.

Wirtschaft

Viele Unternehmen, die jetzt in Medebach ihren Nebenstandort haben, haben ihren Ursprung in Oberschledorn. Daneben spielt der Fremdenverkehr eine große Rolle. Für den Tourismus stehen ungefähr 100 Betten in Pensionen, der Gastronomie und Ferienwohnungen bereit.

Literatur

  • Harm Klueting (Hrsg.): Geschichte von Stadt und Amt Medebach, Medebach, 1994

Weblinks

Quellen

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
  2. Operation Alberich. In: Der Spiegel. Nr. 37, 2007 (10. September 2007, online).
  3. Terroristenjagd im Sauerland: Wie das BKA ein Blutbad verhinderte, ARD-Doku vom 2. März 2009

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