Oberwesterwaldkreis

Oberwesterwaldkreis
Wappen Deutschlandkarte
Wappen vom Oberwesterwaldkreis
Oberwesterwaldkreis
Deutschlandkarte, Position vom Oberwesterwaldkreis hervorgehoben
50.5638888888897.9725
Basisdaten (Stand 1974)
Bestandszeitraum: 1867–1974
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Regierungsbezirk: Koblenz
Verwaltungssitz: Westerburg
Fläche: 584,22 km²
Einwohner:

77.500 (1969)

Bevölkerungsdichte: 133 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: WEB
Kreisgliederung: 167 Gemeinden

Der Oberwesterwaldkreis entstand 1867 nach der Annexion des Herzogtums Nassau durch Preußen im Zuge des Deutschen Krieges. Dabei wurde die Provinz Hessen-Nassau in zwei Regierungsbezirke Kassel für das Kurfürstentum Hessen und Wiesbaden für das Herzogtum Nassau aufgeteilt. Die Regierungsbezirke wurde wiederum in Landkreise unterteilt.

Der Oberwesterwaldkreis hatte seinen Sitz zunächst in Bad Marienberg. Im Zuge der Gebietsreform von 1932 wurde der benachbarte Landkreis Westerburg in den Oberwesterwaldkreis integriert, der nun seinen Sitz in Westerburg nahm.

1944 wurde die Provinz Hessen-Nassau aufgeteilt, wobei der Oberwesterwaldkreis in die Provinz Nassau eingegliedert wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Kreis Teil der Französische Besatzungszone. Diese wurde später in mehrere deutsche Bundesländer aufgeteilt, wobei der Oberwesterwaldkreis zu Rheinland-Pfalz kam. Der zuständige Regierungsbezirk war bis 1968 Montabaur und danach der Regierungsbezirk Koblenz.

Der Oberwesterwaldkreis grenzte im Norden an den Landkreis Altenkirchen und an den nordrhein-westfälischen Kreis Siegen, im Osten an den Dillkreis, im Süden an den Oberlahnkreis, den Kreis Limburg und den Unterlahnkreis sowie im Westen an den Unterwesterwaldkreis und im Bereich Roßbach an den Landkreis Neuwied.

Der Oberwesterwaldkreis bestand bis zum Jahr 1974, als er mit dem Unterwesterwaldkreis zum Westerwaldkreis fusionierte.

Das Kfz-Kennzeichen des Oberwesterwaldkreises war von 1956 bis 1974 WEB für Westerburg.

Landräte

  • 1867 - 1884: Theodor Wißmann[1]
  • 1884 - 1888: Dr. iur. Eduard zur Nedden[1]
  • 1888 - 1896: Friedrich Schlosser[1]
  • 1896 - 1905: Robert Büchting[1]
  • 1905 - 1908: Arthur von Lucke[1]
  • 1908 - 1918: Heinrich Thon[1]
  • 1918 - 1928: Werner Ulrici[1]
  • Dezember 1928 - März 1929: Regierungsrat Theodor vom Oberpräsidium in Koblenz[1]
  • März 1929 - 16. Mai 1931: Regierungsrat Wilhelm von Nathusius[1]
  • 16. Februar 1931 - 1932: Regierungsrat Dr. iur. Ernst Beckmann[1]
  • 1932 - 8. September 1933: Landratsamt an Landrat Dr. rer. pol. Hermann Schüling[1]
  • 8. September 1933 - September 1941: SA-Standartenführer Karl Lorch[1]
  • September 1941 - 1945: SA-Oberführer Hans Hauer[1]

Literatur

  • Michael Rademacher: Landkreis Oberwesterwaldkreis. In: Deutsche Verwaltungsgeschichte. 2006 (HTML, abgerufen am 24. Januar 2011).

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g h i j k l m Rolf Jehke: Oberwesterwaldkreis. In: Territoriale Veränderungen in Deutschland und deutsch verwaltenden Gebieten. Herdecke 2010 (HTML, abgerufen am 24. Januar 2011).

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