Olneya tesota


Olneya tesota
Wüsteneisenholz
Systematik
Unterklasse: Rosenähnliche (Rosidae)
Ordnung: Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Gattung: Olneya
Art: Wüsteneisenholz
Wissenschaftlicher Name
Olneya tesota
A.Gray

Das Wüsteneisenholz (Olneya tesota) ist eine Laubbaumart aus der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Wüsteneisenholz wächst als Strauch oder Baum und erreicht Wuchshöhen bis etwa 10 Meter bei Stammdurchmessern bis etwa 60 cm. Bei jungen Pflanzen ist die Rinde grau und glatt; bei älteren Bäumen bricht sie auf. Die Art ist eine immergrüne Pflanze, die ihre Laubblätter jedoch verliert, wenn die Temperatur unter etwa 2 °C fällt. Bei anhaltender Trockenheit werden die Blätter teilweise abgeworfen, um Wasser zu sparen. Die wechselständigen Blätter sind gefiedert und wirken durch feine Behaarung bläulichgrün. Die Blattfieder ist etwa 6 cm groß mit 6 bis 9, selten auch bis 20 ledrigen Blättchen, die jeweils 0,7 bis 2 cm lang sind. An der Basis jedes Blatts wachsen zwei Dornen von gut 1 cm Länge.

Blütezeit ist von Mai bis Juni. Die Blüten besitzen fünf ungleiche Kronblätter; das Schiffchen ist purpurrot, die anderen Kronblätter weiß bis blassrosa. Die behaarten Fruchthülsen sind 5 bis 8 cm lang und im reifen Zustand braun; sie enthalten ein bis vier Samen. Die Samen sind essbar.

Verbreitung und Standort

Die Art ist in der Sonora-Wüste heimisch. Politisch fällt das Verbreitungsgebiet in die US-Bundesstaaten Arizona (Süden und Südwesten), Kalifornien (Südosten) sowie in die mexikanischen Bundesstaaten Baja California, Baja California Sur und Sonora.[1] In Arizona kommt sie in Höhenlagen von 0 bis 600 m vor; häufig ist sie in ausgetrockneten Flussbetten zu finden. Das Ironwood Forest National Monument in Arizona wurde nach ihr benannt.

Die Pflanze ist sehr frostempfindlich. Ausgewachsene Bäume sterben bereits bei -9 °C ab. Das Wüsteneisenholz kann mit ausgesprochen trockenen Standorten gut zurechtkommen.

Nutzung

Das Holz ist sehr hart und schwer. Es hat eine höhere Dichte als Wasser und sinkt deshalb im Wasser zu Boden. Es wird beispielsweise zur Herstellung von Messergriffen verwendet, da die Härte und Zähigkeit ideale Voraussetzungen mitbringt.

Bearbeitbarkeit

Durch die hohe Härte des Holzes ist die Bearbeitung recht schwierig, jedoch mit Werkzeugen für die Metallbearbeitung z. B. Metallsäge möglich. Als Endbehandlung können Holzöle verwendet werden, das Holz nimmt aber wegen seiner hohen Dichte nicht sonderlich viel auf.

Ökologie

Am Heimatstandort bildet die Baumkrone eines Wüsteneisenholzbaumes ein eigenes Biotop. Es wurden schon 230 verschiedene Pflanzenarten gezählt, die im Schutz der Baumkrone keimen und gedeihen. Die Samen dienen mehreren Tierarten (Vögel, Nagetiere) als Nahrung. Viele Insekten leben auf dem Baum und ziehen Vögel und Reptilien an.

In der Sonorawüste gehört das Wüsteneisenholz zu den langlebigsten Baumarten; es kann 1500 Jahre alt werden.

Sonstiges

Nur frische Samen sind problemlos keimfähig; älteres Samengut muss zur Keimung skarifiziert werden.

Weiterführendes

Literatur

  • C. Frank Brockman: Trees of North America. New York: St. Martin's Press, 2001. ISBN 978-1-58238-092-6.

Weblinks

Einzelreferenzen

  1. Eintrag bei GRIN Taxonomy for Plants (englisch).

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