Olympiastadion Amsterdam


Olympiastadion Amsterdam
Olympiastadion Amsterdam
Das Olympiastadion Amsterdam im Jahr 2004
Das Olympiastadion Amsterdam im Jahr 2004
Daten
Ort NiederlandeNiederlande Amsterdam, Niederlande
Koordinaten 52° 20′ 36″ N, 4° 51′ 15″ O52.3433333333334.8541666666667Koordinaten: 52° 20′ 36″ N, 4° 51′ 15″ O
Baubeginn 1927
Eröffnung 28. Juli 1928
Renovierungen 1997–2000
Oberfläche Naturrasen
Architekt Jan Wils
Andre van Stigt
Kapazität 22.288 Plätze[1]
Verein(e)
Veranstaltungen

Das Olympiastadion Amsterdam (niederländisch Olympisch Stadion) ist ein Fußballstadion mit Leichtathletikanlage in Amsterdam, Niederlande. Es wurde als Hauptaustragungsort der Olympischen Sommerspiele 1928 errichtet und von dem niederländischen Architekten Jan Wils geplant. Die Anlage steht als Rijksmonument unter Denkmalschutz.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das Olympiastadion 1928

Bei seiner Fertigstellung hatte das Stadion ein Fassungsvermögen von 34.000 Zuschauern. Nach dem Bau des Feijenoord-Stadions (De Kuip) in Rotterdam im Jahre 1937 entschied die Stadt Amsterdam, das Stadion auf 64.000 Plätze zu erweitern. Jan Wils entwarf einen zweiten Ring an Zuschauerrängen.

Nach den Olympischen Spielen von 1928 wurde das Stadion regelmäßig für diverse Sportveranstaltungen genutzt, unter anderem für Leichtathletik, Speedway, Feldhockey und Radsport. Die Tour de France 1954 startete im Außenbereich des Stadions; dreimal - 1938, 1948 und 1959 - wurden auf der dortigen, inzwischen nicht mehr bestehenden, Radrennbahn UCI-Bahn-Weltmeisterschaften ausgetragen. Die bedeutendsten Nutzer waren jedoch die Fußball-Vereine Blauw-Wit Amsterdam und AFC DWS (1972 zum FC Amsterdam fusioniert), deren Heimspielstätte das Olympiastadion war. 1962 fand im Olympisch Stadion das Endspiel um den Europapokal der Landesmeister zwischen Benfica Lissabon und Real Madrid statt (Endstand 5:3).

Ajax Amsterdam nutzte das Stadion für Heimspiele, deren erwartete Zuschauerzahl die Kapazität des eigenen De Meer Stadions überschritt, und für Spiele an Werktagen, die den Einsatz von Flutlicht erforderten. Unter anderem trug Ajax 1992 das Final-Rückspiel um den UEFA-Pokal gegen Torino Calcio im Olympiastadion aus, in dem es durch ein 0:0 den Titelgewinn sicherte. Bereits 1981 hatte der AZ Alkmaar an gleicher Stelle das Final-Rückspiel gegen Ipswich Town bestritten, konnte aber den Titel nicht gewinnen. Ajax Amsterdam nutzte das Olympiastadion bis zur Eröffnung der Amsterdam-Arena im Jahr 1996.

Das Olympiastadion wurde daraufhin nach Plänen des Architekten Andre van Stigt, die auf Wils’ Bauzeichnungen beruhten, zurückgebaut und dem Originalzustand wieder stärker angenähert. Der zweite Ring aus dem Jahr 1937 wurde entfernt, ebenso die Radrennbahn aus Beton. Das Stadion wurde so erneut zu einem Beispiel für den Baustil der Amsterdamer Schule. Es wurde am 13. Mai 1997 von Prinz Willem-Alexander wiedereröffnet und wird nun im Sportbereich vor allem für Leichtathletikwettbewerbe verwendet.

Nachdem die Bewerbung Amsterdams für die Leichtathletik-Europameisterschaften 2016 erfolgreich war und am 4. November 2011 die niederländische Hauptstadt gegen Istanbul (Türkei) und Split (Kroatien) durchsetzte; werden die Meisterschaften im Olympiastadion von 1928 abgehalten.[2]

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Olympiastadion Amsterdam – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. biodata.asp4all.nl: Daten zum Olympiastadion (PDF, 25,7 MB, niederländisch)
  2. handelsblatt.com: Leichtathletik-EM 2016 in Amstersdam

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