Oskar Nedbal

Oskar Nedbal
Oskar Nedbal, 1901

Oskar Nedbal (* 26. März 1874 in Tábor; † 24. Dezember 1930 in Zagreb, Freitod) war ein böhmischer Komponist und Dirigent.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nedbal, Sohn eines deutschsprachigen Tschechen, stammte aus Tábor in Südböhmen. Er war ein Schüler von Antonín Dvořák. 1891 wurde er Mitgründer des Böhmischen Streichquartetts, dem er als Bratscher bis 1906 angehörte. Von 1896 bis 1906 war er auch Chefdirigent der Böhmischen Philharmonie Prag. 1906 siedelte er nach Wien über, wo er Gründer und Leiter (1906–1919) des Wiener Tonkünstler-Orchesters wurde und eine beachtliche Karriere als Kapellmeister und Komponist begann. Nach der Gründung der Tschechoslowakei kehrte er in sein Heimatland zurück und wirkte vor allem in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Nedbal starb durch Suizid. Am Heiligen Abend stürzte er sich aufgrund seiner ihm ausweglos erscheinenden finanziellen Situation aus dem Ballettsaal des Theaters in Zagreb in den Tod.

Im Jahr 1953 wurde in Wien Donaustadt (22. Bezirk) die Nedbalgasse nach ihm benannt.

Werke (Auswahl)

Nedbals bekanntestes Werk ist wohl die Operette Polenblut von 1913, die es in Wien bis 1926 auf über 3.000 Aufführungen brachte. Nedbal schrieb aber auch zwei Ballette (Der faule Hans und Großmütterchens Märchenschätze), Kammer- und Orchestermusik sowie Lieder.

Weitere Bühnenwerke:

  • Die keusche Barbara, Erstlingswerk 1910
  • Die Winzerbraut, 1916
  • Die schöne Saskia, 1917
  • Eriwan, 1918
  • Bauer Jakob, 1922 (Oper in Brünn)
  • Donna Gloria, 1926
  • Mamsell Napoleon, 1928

Literatur

Weblinks


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