Osterbek


Osterbek
Osterbek
Renaturierter Abschnitt der Osterbek am Berberweg

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Daten
Gewässerkennzahl DE: 595674
Lage Hamburg (Bezirke Wandsbek und Nord), Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Alster → Elbe → Nordsee
Quelle in Farmsen-Berne
53° 37′ 17″ N, 10° 6′ 43″ O53.62147710.11193
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Mündung als Langer Zug in die Außenalster
53.5763110.005963

53° 34′ 34,7″ N, 10° 0′ 21,5″ O53.5763110.005963
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Rechte Nebenflüsse Seebek
Schiffbar der Osterbekkanal
Innerstädtische Kanäle von Hamburg

Innerstädtische Kanäle von Hamburg

Die Osterbek ist ein Bach in Hamburg. Sie entspringt in Farmsen-Berne und mündet als „Langer Zug“ in die Außenalster.

Zu großen Teilen ist der Oberlauf der Osterbek heute begradigt. Der Abschnitt zwischen Turnierstieg und Berberweg wurde 2003 renaturiert, als Ausgleichsmaßnahme für Umweltbeeinträchtigungen durch Bauvorhaben an anderen Stellen.

Nahe der Schiffbau-Versuchsanstalt mündet die Seebek, vom Bramfelder See kommend, in die Osterbek.

An der Tunnelrampe der U-Bahn wird die Osterbek durch einen Düker geleitet.

Ab der Wachtelstraße ist die Osterbek als Osterbekkanal ausgebaut. Der Kanal wurde schrittweise von 1863 bis 1912 gebaut und zog damals bedeutende Industrieansiedlungen nach sich. Beispiele sind die Gummifabrik, auf deren Gelände sich heute das Museum der Arbeit befindet, und die Kampnagel-Fabrik. Nicht mehr vorhanden sind das E-Werk an der Flotowstraße, das benachbarte Gaswerk (heute „Alster-City“) und die Müllverbrennungsanlage auf dem Dulsberg.

Die beim Bau des Kanals anfallenden Erdmassen wurden zum Bau der Bahndämme der Stadtbahn, der Hochbahn und der Güterumgehungsbahn verwendet.

Im oberen Teil des Kanals führt über den Barmbeker Stichkanal ein Abzweig zum Stadtparksee, der über den Goldbekkanal wiederum mit der Außenalster verbunden ist. Dieser Kanal wurde angelegt, um das U-Bahn-eigene Kraftwerk mit Kohle zu versorgen. Seit 1912 befindet sich am Osterbekkanal auch die Alsterwerft, in der noch heute die Alsterdampfer gewartet und repariert werden. Bis 1984 gab es einen Dampfer-Linienverkehr (Linie: „blaue Flagge“) mit Anlegern am Mühlerkamp, Bachstraße und Saarlandstraße. Vor dem Zweiten Weltkrieg fuhren Barkassen als Anschlussverkehr von den größeren Dampfern zwischen Mühlenkamp und dem Stadtparksee. Seit den 1930er Jahren begannen die Industriebetriebe abzuwandern, verdrängt von der sich ausbreitenden Wohnbebauung, fehlender Ausweitungsmögichkeit des Werksgeländes und Strukturwandel.

Inhaltsverzeichnis

Fischfauna

Zu den dominierenden Fischarten im ein bis zwei Meter tiefen Osterbekkanal gehören Rotaugen, Brassen, Flussbarsche und stellenweise Hechte unter Bootsstegen oder verwitterten Ufermauern. Aale finden ideale Lebensbedingungen am schlammigen Kanalgrund und in den Löchern an den Ufermauern.[1] Besonders am Langen Zug und in den Teichrosenfeldern kommen auch Karpfen und Schleien vor, vor allem dort, wo Spaziergänger Wasservögel mit Brot füttern. Kleinere Schwärme von Alanden und raubenden Rapfen lassen sich vor allem in den Sommermonaten an der Wasseroberfläche beobachten.[2]

Früher hieß die Osterbek Bernebeke (schmaler Bach)[3] und gab dem Stadtteil Barmbek seinen Namen. 1571 kam es an der Osterbek zu einer Schlacht zwischen Winterhude und Barmbek um die Winterhuder Gemeinweide. Das Bezirksamt Nord plant im Rahmen einer Machbarkeitsstudie eine weitere Renaturierungsmaßnahme durch Schaffung eines natürlichen Flusslaufes der Osterbek auf der Höhe Lämmersieth bis Wachtelstraße. Außerdem sind Rad- und Wanderwege am Ufer der Osterbek geplant.[4]

Dies und das

  • Die „Fleetenkieker“ haben ihr Quartier am Ponton gegenüber der Kampnagelfabrik.
  • Die Osterbek ist Namensgeber des Gymnasium Osterbek in Hamburg Bramfeld.

Weblinks

 Commons: Osterbek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.fischundfang.de/Wo-faengt-man/Top-Gewaesser-Deutschland/Hamburg-Der-Osterbek-Kanal
  2. Udo Schroeter: Der Angelführer Hamburg – Freie Gewässer. Die besten 150 Angelplätze der Stadt, Herausgeber Die Rapsbande, Fehmarn, 2005, S. 26-33, ISBN 978-3937868110
  3. Namensänderung vermutlich durch Änderung des Flussverlaufs bei Anlegung der Kupfermühle, siehe http://www.hamburg.de/Behoerden/Umweltbehoerde/foej/wandse/berner.htm
  4. Angst um den Osterbekkanal“ Hamburger Morgenpost Nr. 193/33 Freitag, 20. August 2010, S. 16

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