Otto-Friedrich-Universität Bamberg


Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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Otto-Friedrich-Universität Bamberg
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Gründung 1647 (Erstgründung)
1972 (Wiedergründung)
Ort Bamberg
Bundesland Bayern
Staat Deutschland
Leitung Godehard Ruppert
Studenten 12.422 (WS11/12)[1]
Mitarbeiter ca. 870
davon Professoren 138
Jahresetat 55 Mio. Euro (Plan 2008)
Website www.uni-bamberg.de

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist eine der ältesten Universitäten in Bayern in der Stadt Bamberg. Nach einer längeren Phase als Lyzeum bzw. staatliche Philosophisch-Theologische Hochschule ist sie jedoch nach einer Wiedergründung als Gesamthochschule zugleich die drittjüngste bayerische Universität. Der fachliche Schwerpunkt liegt in den Geistes- und Kulturwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie in der Wirtschafts- und Angewandten Informatik.

Zwei der vier Fakultäten der Universität sind im Stadtzentrum angesiedelt. Die Universität Bamberg verfolgt unter dem Konzept „Universität in der Stadt“ das Ziel, die Fakultäten in der Innenstadt zu konzentrieren und weiter auszubauen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

altes Schlachthaus, heute Teil der Universität
Grundzertifikat

Sie wurde 1647 unter dem Namen Academia Bambergensis von Fürstbischof Melchior Otto Voit von Salzburg gegründet mit den Fakultäten Theologie und Philosophie und wurde später bis 1770 nach ihrem Gründer als Academia Ottoniana bezeichnet. Im 18. Jahrhundert unter Fürstbischof Friedrich Karl von Schönborn und Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim erfolgte die Gründung der Fakultäten Jura und Medizin. Somit umfasste sie die vier klassischen Fakultäten und wurde 1773 von Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim zur Universität mit dem Namen Universitas Ottoniano Fridericiana, nach ihren beiden Stiftern, erhoben.

1803 wurde die Universität im Zuge der Säkularisation des Hochstifts aufgehoben. Katholische Theologie konnte jedoch weiterhin in einem Lyzeum studiert werden, so dass die Tradition als Universität nie wirklich unterbrochen war.

Im Jahr 1972 wurde die Philosophisch-Theologische Hochschule, welche 1923 gegründet wurde und die die Tradition der alten Universität fortführte, mit der Pädagogischen Hochschule (errichtet 1958) in der Gesamthochschule Bamberg zusammengefasst. 1979 erfolgte die Umbenennung der einzigen staatlichen Gesamthochschule Bayerns in eine Universität. Am 1. Januar 1988 erhielt die Universität Bamberg ihren alten Namen zurück und heißt seitdem Otto-Friedrich-Universität.

Raumnot

Durch den unerwartet hohen Ansturm auf das zulassungsfreie Studienfach Betriebswirtschaftslehre – „am ersten Vorlesungstag des Wintersemesters 2011/12 hatte eine beengte Studiensituation die Nerven vieler BWL-Erstis im Universitätsgebäude Feldkirchenstraße 21 (Feki) strapaziert: 1.100 Studierende drängten sich in den Gängen und im Hörsaal Audimax, der eigentlich für 526 Personen ausgelegt ist“ – mussten mit Wirkung zum 24. Oktober 2011 der Hegel-Saal sowie teilweise der Joseph-Keilberth-Saal der Konzert- und Kongresshalle Bamberg gemietet werden.[1][2]

Universitätsleitung

Die Universitätsleitung besteht aus dem Vorsitzenden, der den Titel Präsident führt, zwei Vizepräsidenten mit den Ressortbereichen Lehre und Studierende bzw. Forschung und wissenschaftlicher Nachwuchs sowie der Kanzlerin.[3] Dem Präsidium gehören an:

Zusammen mit den Dekanen der Fakultäten wird die Erweiterte Universitätsleitung gebildet.

Dem Hochschulrat gehören neben den gewählten acht Senatsmitgliedern acht externe Mitglieder an:

Frühere Rektoren und Präsidenten seit der Wiedergründung:

  • Othmar Heggelbacher und Elisabeth Roth: 1972–1973 (Doppelrektorat)
  • Elisabeth Roth: 1973–1976
  • Siegfried Oppolzer: 1976–1992
  • Alfred E. Hierold: 1992–2000

Fakultäten

Die Universität hat heute vier Fakultäten:

Nach den in einem Zusatzprotokoll zum Konkordat getroffenen Vereinbarungen zwischen dem Freistaat Bayern und dem Vatikan wurde die Fakultät Katholische Theologie zu einem Institut im Rahmen der Lehrerbildung umstrukturiert. Seit Beginn des Wintersemesters 2009/2010 ist dieses Institut in die Fakultät Geistes- und Kulturwissenschaften integriert.

Die Studierendenzahlen sind nach der amtlichen Fakultätenstatistik im WS 2010/11:

  • Geistes- und Kulturwissenschaften: 3.837
  • Sozial- und Wirtschaftswissenschaften: 3.589
  • Humanwissenschaften: 2.054
  • Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik: 655
  • Fakultäten nicht zuzuordnen: 21

Gesamt: 10.156 Der Anteil weiblicher Studierender beträgt 63 % (6.435 zu 3.721), der Anteil ausländischer Studierender 5,9 % (600). Die Universität Bamberg ist Mitglied im MedienCampus Bayern, dem Dachverband für die Medienaus- und -weiterbildung in Bayern.

Profilschwerpunkte

DFG-Graduiertenkollegs

  • Generationenbewusstsein und Generationenkonflikte in Antike und Mittelalter
  • Märkte und Sozialräume in Europa

Lage

ehemaliges Adelspalais, jetzt: Universitätsverwaltung und Senatssaal

Die Gebäude der Universität sind zum großen Teil historische Gebäude, die für die Universität umgenutzt wurden und überwiegend im Kern der Bamberger Altstadt liegen. Dazu zählen das ehemalige Jesuitenkolleg (Theologie), das ehemalige Hochzeitshaus (Geschichtswissenschaften), das ehemalige Schlachthaus (Geographie), aber auch der ehemalige Bauhof (Kommunikationswissenschaften) sowie die ehemalige Feuerwache (Orientalistik) der Stadt. Die Sprach- und Literaturwissenschaften sind zum Teil in Gebäuden untergebracht, die vorher zum Kaiser-Heinrich-Gymnasium gehörten. Die Fakultät Humanwissenschaften befindet sich in der ehemaligen Frauenklinik am Markusplatz (Marcushaus). Auf dem Gelände der früheren Frauenklinik am Markusplatz wurde zum Wintersemester 2011/12 ein neues Hörsaal- und ein weiteres Institutsgebäude eröffnet.

Die beiden Fakultäten „Sozial- und Wirtschaftswissenschaften“ und „Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik“ sind in einem Bau in der Feldkirchenstraße im Osten Bambergs zu finden und stellen einen großen Teil der Studenten. Dieser Gebäudekomplex wird allgemein als „Feki“ bezeichnet. Hier befinden sich auch die Zentralbibliothek und das Rechenzentrum der Universität. Daneben entstand eine neue Mensa, die zum Wintersemester 2009/10 ihren Regelbetrieb aufgenommen hat und vom Studentenwerk Würzburg betrieben wird.

In den nächsten Jahren soll ein weiterer Großbau, voraussichtlich auf der so genannten ERBA-Insel (Regnitz-Insel, ehemaliges Gelände der ERBA) hinzukommen. In einem bereits bestehenden Ziegelbau sollen etwa 300 Studentenappartements entstehen. Daran anschließend soll ein 14.000 m² großer Neubau entstehen, der den zukünftig zu erwartenden Studentenströmen Platz bieten soll.

Siehe auch

Literatur

  • Rudolf Herd: Die Universität Bamberg (1648-1803). Einst und Jetzt 13 (1968), S. 163-167

Einzelnachweise

  1. a b Informationen über die Universität anlässlich des Dies Academicus 2011. 
  2. http://www.uni-bamberg.de/studium/informationen-zum-hegel-saal
  3. http://www.uni-bamberg.de/leitung/

Weblinks

 Commons: Otto-Friedrich-Universität Bamberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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