Otto Mayer


Otto Mayer

Otto Mayer (* 29. März 1846 in Fürth; † 8. August 1924 in Hilpertsau) war Jurist, Verwaltungsrechtswissenschaftler und Kirchenrechtler. Er war Wegbereiter der deutschen Verwaltungsrechtswissenschaft.

Mayer studierte ab 1864 Rechtswissenschaften an der Universität Erlangen und legte dort 1868 sein Examen ab. 1869 folgte die Promotion, 1871 das Staatsexamen. Ab 1872 arbeitete er als Rechtsanwalt in Mülhausen, wo er sich auf Handelsrecht spezialisierte. 1879 wurde er Präsident der Mülhausener Rechtsanwaltskammer.

1880 zog er nach Straßburg, wo er sich 1881 habilitierte. 1882 erhielt er eine außerordentliche Professur für Verwaltungsrecht an der Universität Straßburg, 1887 dann eine ordentliche Professur. 1903 wechselte er an die Universität Leipzig und lehrte dort öffentliches Recht. Im Sommer 1918 wurde er emeritiert.

Vom französischen Verwaltungsrecht ausgehend war er Wegbereiter der deutschen Verwaltungsrechtswissenschaft, die einen Höhepunkt in der Kodifikation des allgemeinen Verwaltungsverfahrensrechts 1976 im Verwaltungsverfahrensgesetz erreichte. Die Subordinationstheorie lässt sich auf Mayer zurückführen.

Unter dem Pseudonym Eduard Dupré verfasste Mayer zahlreiche literarische Arbeiten, darunter Nach dem Kriege. Erzählungen eines alten Advokaten (1906).

Werke (Auswahl)

  • Theorie des französischen Verwaltungsrechts, 1888.
  • Deutsches Verwaltungsrecht, 2 Bände, 3. Aufl., 1924.
  • Sächsisches Staatsrecht, 1909.

Literatur

Weblinks

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