Outbreak


Outbreak
Filmdaten
Deutscher Titel Outbreak – Lautlose Killer
Originaltitel Outbreak
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1995
Länge 123 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Wolfgang Petersen
Drehbuch Laurence Dworet,
Robert Roy Pool
Produktion Arnold Kopelson,
Wolfgang Petersen,
Gail Katz u. A.
Musik James Newton Howard
Kamera Michael Ballhaus
Schnitt William Hoy,
Lynzee Klingman u. A.
Besetzung

Outbreak – Lautlose Killer ist ein US-amerikanischer Film des deutschen Regisseurs Wolfgang Petersen aus dem Jahr 1995. Als Grundlage diente der Tatsachenroman The Hot Zone von Richard Preston. An der Produktion waren die beiden Unternehmen Punch Productions und Warner Bros. Pictures beteiligt. Die Premiere fand am 6. März 1995 in Westwood (Kalifornien) statt. In den deutschen Kinos war er zum ersten Mal am 30. März zu sehen.

In diesem Thriller treffen humane und militärische Interessen aufeinander. Während die Ärzte ein Gegenmittel gegen ein gefährliches Virus suchen, um eine Verbreitung zu verhindern, versuchen Militärs, dies zu unterbinden – schließlich ist ein Virus „die“ perfekte Waffe und mit öffentlich verfügbarem Gegenmittel wertlos.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

In einem afrikanischen Dorf in der Region Motaba Zaire, in dem unter anderem auch amerikanische Soldaten in bürgerkriegsähnliche Kampfhandlungen verwickelt sind, landet 1967 ein US-Militärhubschrauber. An Bord sind zwei Virologen vom USAMRIID. Wie sich später herausstellt, handelt es sich bei den beiden um Maj. Gen. Donald McClintock und Brig. Gen. Billy Ford. Die Beiden werden von einem Arzt erwartet, der sie durch das Krankenlazarett führt, in dem mehrere Patienten mit einer schrecklichen Erkrankung liegen, die innerhalb weniger Tage qualvoll zum Tod führt. Nachdem sie das gesamte Ausmaß gesehen und einem Erkrankten eine Blutprobe entnommen haben, ordnet Maj. Gen. McClintock auf dem Rückflug die Vernichtung des Dorfes durch einen Luftschlag an.

Jahre später tritt in einem Dorf derselben Region erneut eine schreckliche Erkrankung auf, welche dieselben Symptome wie die von 1967 hat. Brig. Gen. Billy Ford schickt seinen Untergebenen und Freund, Col. Sam Daniels, vor Ort, damit dieser die Umstände untersucht.

Zurück in Amerika macht sich Sam Daniels an die Auswertung mitgebrachter Blutproben und entdeckt dabei ein für ihn selbst scheinbar neuartiges Virus. Er ahnt nicht, dass es sich dabei um das seinem Vorgesetzten bereits bekannte aggressive Motaba-Virus, einer sich schnell verbreitenden Ebola-Variante, handelt. Die Bitte von Sam Daniels, vorsorglich Katastrophenalarm auszulösen, lehnt Billy Ford ab.

Kurze Zeit später treten in den USA vereinzelt Fälle mit ähnlichen Symptomen auf. Als dann in der kalifornischen Kleinstadt Cedar Creek eine Epidemie ausbricht, möchte Sam Daniels mit seinem Team sofort dort hin. Er widersetzt sich deswegen einem Befehl von Billy Ford und richtet sein Labor, anstatt wie befohlen in Mexiko, in Cedar Creek ein. Unterstützt wird er dort von seiner Ex-Ehefrau Robby Keough, die für die amerikanische Gesundheitsbehörde (CDC) arbeitet. Während sich das örtliche Krankenhaus schnell füllt und die ersten Betroffenen sterben, begeben sich Daniels und sein Team mit Hochdruck detektivisch auf die Suche nach dem ursprünglichen Überträger des Virus, dem Wirt. Als Überträger wird ein gegen das Virus immunes Wirtstier vermutet, das es zur Herstellung eines Impfstoffes zu finden gilt.

Als dieses endlich in Form eines Affen ausgemacht und eingefangen ist und der Herstellung des Gegenmittels eigentlich nichts mehr im Weg steht, kommt heraus, dass das Virus vom US-Militär als biologische Waffe entwickelt wurde. General McClintock versucht nun „seine Waffe“ abermals zu sichern.

Um die Entwicklung des Serums zu verhindern, sollen Daniels und der Affe unter zahlreichen Vorwänden eliminiert werden. Im gleichen Zug ordnet McClintock die komplette Vernichtung des vollständig abgesperrten Städtchens samt Einwohnern an.

In einem dramatischen Showdown bringt Daniels mit Hilfe des unerfahrenen, aber beherzten Piloten Salt die Wahrheit ans Licht. Sie versperren mit einem Hubschrauber einem Flugzeug den Weg, das eine Aerosolbombe trägt, die die Stadt zerstören soll. Daniels führt dem Piloten des Flugzeugs die Wahrheit vor Augen. Einen Moment lang scheint es, dass der Pilot zu obrigkeitshörig ist, um auf Daniels zu hören. Aber dann sieht man, wie der Pilot die Bombe in den Ozean abwirft, wo sie explodiert, ohne Schaden anzurichten. General Donald McClintock wird verhaftet.

Kritiken

Das Lexikon des internationalen Films schrieb, es sei eine „langatmige, unoriginelle Aufarbeitung von Genre-Klischees, in deren computerhafter Schematik äußere Effekte die innere Spannung des Themas überwuchern.“ [1]

Das Kinoportal Zelluloid schrieb, es sei ein „grund solider Thriller, der einem buchstäblich die Luft zum Atmen raubt. Perfekte Spannung und gekonnt platzierte Action runden den äußerst positiven Eindruck ab.“ [2]

Georg Seeßlen fand, dass Wolfgang Petersen „nicht eine Möglichkeit ausgelassen“ hat, um „aus dem Stoff das Optimum an Spannung und Effekten herauszuholen“. Der Film sei „vollkommen durchdacht, waghalsig kritisch und muffig reaktionär zugleich. Eine Dramatisierung, die gleichwohl noch zu Genüge auf die wirklichen Ereignisse hinweist.“ [3]

Auszeichnungen

Nominierungen:

  • 1996: Academy of Science Fiction, Fantasy & Horror Films – „Best Science Fiction Film“
  • 1996: Image Awards – „Outstanding Supporting Actor in a Motion Picture“ (Cuba Gooding Jr.)

Quellen

  1. Kritik im Lexikon des internationalen Films
  2. Kritik von Denis Hoffmann im Kinoportal Zelluloid
  3. epd Film Ausgabe 4/95

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