PFK Lewski Sofia


PFK Lewski Sofia
Lewski Sofia
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Voller Name PFK Lewski Sofia
Gegründet 24. Mai 1914
Stadion Georgi-Asparuchow-Stadion
Plätze 29.980
Präsident Todor Batkow
Trainer Emil Welew
Homepage www.levski.bg
Liga A Grupa
2007/08 2. Platz, A Grupa
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Heim
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Auswärts

Lewski Sofia (offiziell: PFK (Profesionalen futbolen klub) Lewski Sofia (ПФК Левски София), englische Transkription: Levski Sofia) ist ein professioneller Fußballverein aus Sofia, Bulgarien.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Gründungsphase

Der Verein wurde am 24. Mai 1914 von Studenten einer männlichen Hochschule in Sofia unter dem Namen „ZS Lewski Sofia“ gegründet und benannt nach Wassil Lewski, einem bulgarischen Freiheitskämpfer des 19. Jahrhunderts während der türkischen Besatzungszeit. Die anfänglichen Vereinsfarben waren gelb und rot. Über eine eigene Spielstätte verfügte der Klub lange nicht und absolvierte seine Spiele und Trainingseinheiten auf militärischem Gelände.

1920 änderte Lewski die Farben des Vereins in das heute noch verwendete Blau. Nach Umbenennungen in der Aufbauzeit in „Lewskiego Sofia“, „Spartak Sofia“ und „Sportista Sofia“ gewann der Verein als „SK Lewski Sofia“ 1933, im Jahr der Fertigstellung des Wassil-Lewski-Stadions, durch einen 3:1-Sieg im Finale gegen „Schipenski Sokol Warna“ (heute: Spartak Warna) die erste bulgarische Meisterschaft, die zu dieser Zeit noch in Ausscheidungsspielen ausgetragen wurde.

Nach drei Jahren, an denen der Verein nicht an der Endrunde teilnahm, konnte Lewski bei dem nächsten Versuch im Jahr 1937 erneut die Meisterschaft gewinnen. Im Jahr 1942 wurde die Trophäensammlung erweitert, als der Verein nebst seiner dritten Meisterschaft zum ersten Mal den bulgarischen Pokal gewann.

Nachkriegszeit

Nach Ende des 2. Weltkriegs begann für Lewski zunächst eine sehr erfolgreiche Epoche, als der Verein zwischen 1946 und 1950 vier Meisterschaften in Kombination mit dem neu errichteten Sowjetarmee-Pokal gewinnen konnte (nur 1948 blieb die Mannschaft ohne Titel). In diese Zeit (1949) fiel auch eine erneute Umbenennung in „Dinamo Sofia“.

In den 1950er-Jahren stieg der kurz zuvor gegründete Armeesportklub ZSKA Sofia zum dominierenden Fußballverein Bulgariens auf. Lewski wurde in Dinamo umbenannt und konnte nur noch eine einzige Meisterschaft gewinnen (im Jahr 1953). Zum Abschluss des Jahrzehnts erarbeitete sich der Verein seinen späteren Ruf als Pokalmannschaft, als 1956, 1957 und 1959 erneut der Sowjetarmee-Pokal errungen werden konnte, wobei 1957 eine Rückkehr zum alten Namen stattfand und somit die letzten beiden genannten Titel als „FD Lewski Sofia“ gewonnen wurden.

60er-Jahre und der Europapokal

Durch den Gewinn der neunten Meisterschaft im Jahr 1965 qualifizierte sich Lewski erstmals für den Europapokal der Landesmeister und unterlag dort im Achtelfinale knapp Benfica Lissabon. Nach dem Gewinn des Sowjetarmee-Pokals in den Jahren 1967 und 1968 erreichte Lewski durch den Meistertitel im selben Jahr erneut den Landesmeisterwettbewerb. In Folge der Invasion der sowjetischen Truppen in der Tschechoslowakei zog Lewski jedoch gemeinsam mit einigen anderen osteuropäischen Vereinen seine Teilnahme am Pokal zurück, nachdem zunächst das Komitee der UEFA bereits ausgeloste Erstrundenbegegnungen „zwischen Ost und West“ wiederholen ließ, um die politische Brisanz aus dem Sport herauszunehmen.

Im Jahr 1969 fusionierte Lewski mit „FD Spartak Sofia“ und trat bis 1985 unter dem Namen „DFS Lewski-Spartak Sofia“ an.

Comeback in den 70er- und 80-Jahren

Was sich in den Jahren zuvor durch die Titelgewinne bereits andeutete, entwickelte sich in der Folgezeit zunehmend, als es dem Verein gelang, zwischen 1970 und 1988 sieben Meisterschaften, acht Sowjetarmee-Pokale und drei Ausgaben des zur Saison 1980/81 wiedereingeführten bulgarischen Pokals zu gewinnen, wobei 1984 sogar das Tripel gewonnen wurde.

Im Jahr 1985 folgte ein dunkles Kapitel des Vereins. Kurz vor Ablauf der Saison spielte Lewski das Pokalfinale gegen ZSKA Sofia, das von beiden Seiten äußerst brutal geführt wurde und zahlreiche rote Karten zur Folge hatte. Der bulgarische Verband schloss beide Mannschaften vom letzten Spieltag aus, kürte den Drittplatzierten Botew Plowdiw zum Meister (im Jahr 1990 wurde dies rückgängig gemacht und Lewski erhielt nachträglich den Titel) und sprach eine Reihe von persönlichen Strafen aus. Der Verein löste sich kurzfristig auf und wurde als „FK Witoscha Sofia“ neu gegründet.

Moderne Entwicklungen seit den 90er-Jahren

Nachdem der Verein 1990 seinen alten Namen als „FK Lewski-13 Sofia“ wiederbelebte, gewann er nach dem Pokalsieg in den Jahren 1991 und 1992 im darauffolgenden Jahr seine 18. Meisterschaft und unterlag in der darauffolgenden Saison, wiederum als „Lewski-1913 Sofia“, im Achtelfinale der neuen UEFA Champions League gegen Werder Bremen und verpasste die Gruppenphase nur knapp.

Lewski Sofia-Werder Bremen 2006/07

Nebst zweier Pokalsiege 1994 und 1998 konnte Lewski nach zwei Meisterschaften in den Jahren 1994 und 1995 als bulgarischer Titelträger jeweils aufgrund des niedrigen nationalen Koeffizienten in der UEFA-Fünfjahreswertung nur am UEFA-Pokal teilnehmen. Im Jahr 1998 nahm Lewski seine heute noch gültige Bezeichnung „PFK Lewski Sofia“ an.

Lewski Sofia in einem Championsleague Spiel in der Saison 2006/07 gegen Chelsea London

Seit dem Jahr 2000 ist Lewski der erfolgreichste Verein des Landes mit momentan vier Meisterschaften, vier Pokalsiegen und dem Gewinn des Supercups 2005. Nach dem Sieg gegen Chievo (Italien) in der Qualifikation, gelang im August 2006 zum ersten Mal auch die Teilnahme einer bulgarischen Mannschaft an der Champions League. Im ersten Spiel gegen Barcelona verloren sie jedoch mit 0:5. Auch die restlichen Spiele gingen verloren.


Sportliche Erfolge

  • Bulgarischer Meister: 1933, 1937, 1942, 1946, 1947, 1949, 1950, 1953, 1965, 1968, 1970, 1974, 1977, 1979, 1984, 1985, 1988, 1993, 1994, 1995, 2000, 2001, 2002, 2006, 2007 (25 Titel)
  • Bulgarischer Pokalsieger: 1942, 1982, 1984, 1986, 1991, 1992, 1994, 1998, 2000, 2002, 2003, 2005, 2007 (13 Titel)
  • Sowjetarmee-Pokalsieger: 1946, 1947, 1949, 1950, 1956, 1957, 1959, 1967, 1970, 1971, 1976, 1977, 1979, 1984, 1987, 1988 (16 Titel)
  • Bulgarischer Supercup: 2005, 2007

Kader

Nummer Spieler Nationalität Im Verein seit Letzter Verein
Torhüter
1 Georgi Petkow Bulgare 2001 Slawia Sofia
12 Bozhidar Mitrev Bulgare 1997 eigene Jugend
29 Daniel Kiss Slowake 2008 ŠK Slovan Bratislava
31 Zwetan Dimitrow Bulgare 2007 Chavdar Byala Slatina
Abwehr
2 Viktor Genev Bulgare 2008 eigene Jugend
3 Zhivko Milanov Bulgare 1995 eigene Jugend
5 Youssef Rabeh Marokaner 2007 FAR Rabat
14 Veselin Minev Bulgare 2006 Botew Plowdiw
15 Chakib Benzoukane Marokaner 2007 Kawkab Marrakesch
23 David Bystron Tscheche 2008 Baník Ostrava
25 Lucio Wagner Bulgare Barsilianer 2003 Tscherno More Warna
Mittelfeld
6 Rachid Tiberkanine Marokaner Belgier 2008 FK Daugava Daugavpils
8 Georgi Sarmov Bulgare 2006 FC Tschernomorez 919 Burgas
10 Joaozinho Brasilianer 2007 Associação Portuguesa de Desportos
13 Eli Zizov Israelite 2006 Maccabi Tel Aviv (Fußball)
17 Bojan Iliev Bulgare 2008 Spartak Warna
18 Miroslav Iwanow Bulgare 2004 PFC Shumen
20 Djuneit Yashar Bulgare 2008 PFC Kaliakra Kavarna
22 Darko Tasevski Mazedoner 2007 Metalurh Saporischschja
24 Nikolay Dimitrov Bulgare 1998 eigene Jugend
30 Lachezar Baltanov Bulgare 1998 eigene Jugend
45 Vladimir Gadzhev Bulgare 2008 OFI Kreta
Angriff
10 Christo Jowow Bulgare 2009 Apollon Limassol
9 Georgi Iwanow Bulgare 2008 HNK Rijeka
11 Georgi Hristov Bulgare 2008 Botew Plowdiw
16 Marian Ognyanov Bulgare 2004 FC Romiteli
21 Ze Soares Brasilianer 2007 Clube do Remo
27 Enyo Krastovchev Bulgare 2008 Marek Dupniza

Transfers 2008/09

Winterpause

Zugänge Abgänge

Trainerstab

Name Aufgabe
BulgariaBulgaria Emil Welew Trainer
BulgariaBulgaria Antony Zdravkov, Nikolay Mitov Co-Trainer
BulgariaBulgaria Ruslan Mihailow Torwarttrainer
BulgariaBulgaria Daniel Borimirow Manager
BulgariaBulgaria Konstantin Bazhdekow Manager

Lewski Sofia B

Lewski Sofia B oder Lewski B ist die zweite Mannschaft Lewski Sofias. 2008 gründete der bulgarische Fußballverband eine Liga für die Reservemannschaften der Topverein. So wurde 2008 dann auch Lewski Sofia B gegründet. In der zweiten Mannschaft Lewskis spielen hauptsächlich junge Spieler und Talente, die auch in der ersten Mannschaft zum Einsatz kommen. In der zweiten Mannschaft sollen diese Spieler an die erste herangeführt werden. Es dürfen aber auch alle Spieler die in ersten Mannschaft spielen auch in der zweiten zum Einsatz kommen. Der Trainer ist momentan Biser Hazday.

Stadion

Lewski trägt seine Liga und Pokalspiele im Georgi-Asparuchow-Stadion. Europäische Pokalspiele werden im Wassil-Lewski-Nationalstadion ausgetragen, da das Georgi-Asparuchow-Stadion nicht den UEFA-Vorschriften entspricht.

Ehemalige Spieler

ex-Spieler Wladislav Radimow

Ehemalige Trainer

  • BulgariaBulgaria Ivan Radoew
  • BulgariaBulgaria Dimitar Mutafchiew
  • BulgariaBulgaria Georgi Pachedziew
  • CzechCzech Rudolf Vitlacil
  • BulgariaBulgaria Krasimir Chakarow
  • BulgariaBulgaria Yordan Arsow
 
  • BulgariaBulgaria Ivan Vutsow
  • BulgariaBulgaria Dobromir Zhechew
  • BulgariaBulgaria Vasil Metodiev
  • BulgariaBulgaria Kiril Ivkov
  • BulgariaBulgaria Pavel Panov
  • BulgariaBulgaria Georgi Vasilev
 

Vereinswappen

Die Vereinswappen von 1914 bis heute:

24. Mai 1914 –
28. Juni 1934
28. Juni 1934 –
20. Oktober 1944
20. Oktober 1944 –
27. August 1949
20. September 1949 –
19. April 1957
19. April 1957 –
22. Januar 1969
22. Januar 1969 –
21. Juni 1985
17. Juli 1985 –
17. November 1989
17. November 1989 –
30. Januar 1990
30. Januar 1990 –
6. März 1992
6. März 1992 –
10. März 1998
10. März 1998 – 26. September 2006 –[1]

Rekorde

meiste Spiele

# Name Karriere Spiele Tore
1 BulgariaBulgaria Stefan Aladschow 1967–1981 483 4
2 BulgariaBulgaria Emil Spassow 1974–1990 415 111
3 BulgariaBulgaria Pawel Panow 1969–1981 383 177
4 BulgariaBulgaria Kiril Iwkow 1967–1978 375 15
5 BulgariaBulgaria Aleksandar Kostow 1956–1971 344 85
6 BulgariaBulgaria Christo Iliew 1954–1968 326 132
7 BulgariaBulgaria Elin Topusakow 1996–2008 313 23
8 BulgariaBulgaria Stefan Abadzjiev 1953–1968 299 45
9 BulgariaBulgaria Plamen Nikolov 1977–1992 296 6
10 BulgariaBulgaria Voin Voinov 1971–1981 295 50

meiste Tore

# Name Karriere Spiele Tore Durchschnitt
1 BulgariaBulgaria Nasko Sirakow 1981–1994 258 206 0.80
2 BulgariaBulgaria Pawel Panow 1969–1981 383 177 0.46
3 BulgariaBulgaria Georgi Asparuchow 1959–1971 238 153 0.64
4 BulgariaBulgaria Georgi Iwanow 1997–2007 197 116 0.59
6 BulgariaBulgaria Emil Spassow 1974–1990 415 111 0.27
7 BulgariaBulgaria Dimitar Yordanov 1956–1965 207 104 0.50
8 BulgariaBulgaria Misho Velchev 1981–1987 169 102 0.60
9 BulgariaBulgaria Aleksandar Kostov
10 BulgariaBulgaria Georgi Sokolov 1958–1969 237 83 0.35

Derbybilianz

Levski - CSKA :
121 Spiele; 48 Siege, 34 Unentschieden, 39 Niederlagen; 181:168 Tore

Levski - Slawia :
119 Spiele; 56 Siege, 40 Unentschieden, 23 Niederlagen; 202:125 Tore

Levski - Lokomotive :
114 Spiele; 67 Siege, 26 Unentschieden, 21 Niederlagen; 212:104 Tore

Bulgarische Fußballer des Jahres

Es sind nur Spieler aufgeführt, die damals auch bei Lewski Sofia spielten.

Sonstiges

  • Lewski besitzt die national größte Fangemeinde (genannt: „Lewskari“) und wird als „Verein des Volkes“ angesehen, wobei dies auch in der bewussten Konkurrenz und Abgrenzung zum Lokalrivalen ZSKA begründet ist.
  • Zwischen 1966 und 1985 blieb Lewski in 203 aufeinander folgenden Heimspielen ungeschlagen.

Einzelnachweise

  1. Topsport.bg - Левски спечели съдебния спор за клубната емблема, посетен на 23. Oktober 2007

Weblinks


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