PTV3


PTV3
Psychic TV
Gründung 1981
Genre Post-Industrial
Website http://www.genesisp-orridge.com/
Aktuelle Besetzung
Gesang, Bass Genesis P-Orridge
Gitarre David Max
Bass Alice Genese
Keyboards Markus „Fabulous“ Persson
Schlagzeug Eddie O'Dowd

Psychic TV ist eine seit 1981 bestehende britisch-amerikanische Techno- und Rockband, die zu den Hauptvertretern der Post-Industrial-Szene zählt. Einige Alben der Band wurden auch unter den Namen „Psychick TV“, „PTV3“ und „Splinter Test“ veröffentlicht, in den späten 1980er Jahren trat die Band darüber hinaus auch für einzelne Tracks unter Alternativnamen wie „DJ Doctor Megatrip“ oder „M.E.S.H.“ in Erscheinung und seit 1999 gibt es das personell teilweise identische Projekt Thee Majesty. Die einzige Konstante der Gruppe ist ihr Mastermind Genesis P-Orridge, in Abhängigkeit von den jeweils beteiligten Musikern bzw. Komponisten kann das Gesamtwerk der Band in verschiedene Epochen gegliedert werden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Jahre mit Alex Fergusson 1981 - 1987

Psychic TV wurde 1981 von Genesis P-Orridge (* 1950 als Neil Andrew Megson) und Peter „Sleazy“ Christopherson (* 1955) – beide zuvor bei Throbbing Gristle, Mitbegründer des Industrial-Genres – gegründet. Drittes Gründungsmitglied war Alex Fergusson (* 1952), zuvor Gitarrist bei Alternative TV, bei denen P-Orridge Mitte der 1970er Jahre zeitweise Schlagzeuger und Produzent war. Der visionäre Plan zu einer kommerziellen Gruppe, die als zentrales Medium ihres Schaffens auch sublime Manipulation durch Filme benutzen sollte, und so auf radikale Art die Intention heutiger Videoclips vorwegnahm, geht auf eine gemeinsame Idee von P-Orridge und Monte Cazazza um 1975 zurück und sollte nun mit Psychic TV verwirklicht werden. Entsprechende grafische Kenntnisse brachte Christopherson mit, der zuvor bereits als Fotograf und Designer für Hipgnosis gearbeitet hatte, einer Design-Agentur, die zahlreiche Plattencovers gestaltet hatte.

Das Trio spielte mit Marc Almond (u.a. Soft Cell), dem spanischen Performance-Künstler Jordi Valls (alias Vagina Dentata Organ) und dem Orchester-Arrangeur Andrew Poppy das Debütalbum Force the hand of chance ein, das im November 1982 bei beim Major-Label WEA Records veröffentlicht wurde. Die LP enthält neben Pop-Balladen wie Just drifting oder New Wave-beeinflussten Titeln wie Ov Power auch Songs in klassischer Industrial-Tradition. Der ersten Auflage lag eine Bonus-LP (Themes) mit Ritualaufnahmen bei, die mit Menschenknochen, Kopfjägerflöten, Tempelglocken und ähnlichem eingespielt waren. Am 2. Oktober des Jahres trat die Band dann erstmals öffentlich in London auf [1].

1983 erschien dann das zweite, erneut mit Hilfe zahlreicher klassisch ausgebildeter Musiker eingespielte Album Dreams less sweet bei CBS, das im Zuccarelli Holophonic-Aufnahmeverfahren, einer Art 3D-Stereo, eingespielt worden war. Als Gastmusiker wirkten David Tibet (Current 93) und Monte Cazazza mit, zur festen Besetzung zählten bei dieser Veröffentlichung auch erstmals P-Orridges Ehefrau Paula (Percussion) und Geoff Rushton (Bass). Wie sein Vorgänger ist auch dieses Album stilistisch facettenreich, von pseudogregorianischen Gesängen über getragene Klavierstücke und klassische Industrial-Nummern bis zu Klangcollagen aus Wolfsgeheul und Maschinengewehrfeuer. Auch dieser LP lag in erster Auflage eine Bonus-Platte (The full pack) bei.

Aufgrund der aufwendigen Produktion und den vielschichtigen Arrangements der ersten beiden LPs konnte das Repertoire nicht adäquat live gespielt werden, so dass die Band in den ersten beiden Jahren kaum auftrat. Einer der wenigen Auftritte fand am 2. Dezember 1983 in Berlin beim Berlin Atonal-Festival statt, ein Kritiker schrieb dazu „Gewaltige Geräusche betören das Publikum. Gotische Kirchenchoräle und dazu harte, monotone Trommelschläge des Urrhythmus. Beschwörend, schreiend setzt Genesis P.O. seine Gedanken dazu, krampft den Kopf hoch, reißt die Zähne auseinander, [...] Genesis P.O. opfert das Publikum, nicht für das Publikum und nach dem Konzert, Backstage, ist er befreit.“ [2]. Das Konzert wurde 1984 in Ausschnitten auf zwei LPs ("Berlin Atonal" Vol.1 und 2) veröffentlicht.

Schema des von Band und Temple gewählten Kreuz-Logos

Für WEA und CBS waren die ersten beiden Studioalben kein überragender kommerzieller Erfolg, so dass man von Seiten der Plattenfirmen versuchte, Einfluss auf die weitere Entwicklung der Band zu nehmen. Um dem zu entgehen, gründeten P-Orridge und seine Mitstreiter 1984 ihr eigenes Plattenlabel Temple Records. Ziel des Labels war, durch eine Vielzahl von Veröffentlichungen die bestehende Musikindustrie zu unterlaufen. Dazu wurden neben den künftigen Vinyl-Schallplatten auch rund 100 verschiedene Cassetten, zumeist mit Liveaufnahmen, vertrieben. Managerin von Temple Records war Paula P-Orridge, als Vertrieb und Propagandainstrument sollte die Organisation Thee Temple ov Psychick Youth (TOPY) dienen, der man den Anschein einer „sektenähnlichen“ Gruppierung gab und die neben oftmals okkult und ideologisch gestalteten Platten- und Kassettenkatalogen („Temple Bulletins“) auch rein okkulte Schriften (z. B. „TOPY Grey Book“) verbreitete. Zur Aufnahme in den Temple wurden verschiedene Initiationsriten eingefordert, z.B. die Einsendung eines sigillenmagischen und mit Körperflüssigkeiten gemalten Bildes. Der religiöse Bezug von Psychic TV drückt sich auch im Logo der Gruppe („Psychic Cross“) aus, einem senkrechten Balken mit zwei langen und mittig einem kurzen Querbalken, das entfernt an ein Papstkreuz erinnert und häufig von Musikern wie Fans als Tätowierung oder als Carving getragen wurde. Außerdem bedienten sich die Gruppen antiquiert anmutender Schreibweisen von Worten (thee für the, ov für of, E für i usw.), um die Kommunikation gewissermaßen zu mystifizieren. Psychic TV und TOPY blieben bis 1986 verbunden, danach ging man getrennte Wege, wobei beide Gruppierungen das Logo weiterverwendeten.

Auf Temple Records erschienen 1984 die LP N.Y. Scum, die Picture-LP Pagan Day sowie die Maxisingle Unclean. Auf N.Y. Scum und Unclean war zur Besetzung von 1983 nun noch John Gosling an Tapes und Percussion dazugestoßen. Die im Vergleich zu den Vorjahren wesentlich einfachere Produktionstechnik schlägt sich auch im wesentlich rauheren Klang dieser Veröffentlichungen nieder. Die LP Pagan Day wurde an einem einzigen Tag von Genesis P-Orridge und Alex Fergusson mit wenigen Instrumenten eingespielt und enthält einige Tracks, die erst auf späteren Platten voll orchestriert veröffentlicht werden sollten. Die B-Seite von Unclean, ein Klavierstück namens Mirrors, ist eine Auftragsarbeit als Filmmusik für Derek Jarman, für den in den Folgejahren noch weitere Titel produziert wurden.

In dieser frühen Phase der Band zeigten sich bereits zahlreiche Referenzen, denen Psychic TV über viele Jahre treu bleiben sollten und die bereits bei Throbbing Gristle eine Rolle gespielt hatten. P-Orridge war inspiriert von Aleister Crowley, William S. Burroughs und Brion Gysin und vertrieb über TOPY auch Cassetten mit Interviews und Lesungen sowie Anleitungen zum Bau von Gysins Dreamachine. Auf Gysin und Burroughs wurde auf mehreren Alben verwiesen, P-Orridge war 1984 mit Burroughs auch in dem Film Decoder zu sehen.

1984 wurde vom spanischen Fernsehen ein Video unter der Regie von Derek Jarman zum Titel „Catalan“ im katalanischen Cadaques produziert. Der Titel thematisiert einen Autounfall von Jordi Valls, der als Untoter mit seinem tatsächlichen Unfallwagen im Clip zu sehen ist. Anschließend waren Psychic TV neben Valls und Jarman in der spanischen Fernsehshow „La Edad d'Oro“ als Interviewpartner und live zu sehen. P-Orridge war während der Studiosendung betrunken und hantierte mit einer halbvollen Weinflasche.

1984 tourte die Band außerdem auch erstmals ausgedehnt durch Europa. Zur Bühnenshow gehörten unter anderem Videovorführungen provokativen oder schockierenden Inhalts. Häufig präsentierte Genesis P-Orridge dem versammelten Publikum seine Intimpiercings. Das Liverepertoire unterschied sich - bedingt durch wechselnde Musiker und wechselndes Drogenlevel - sehr stark von den Studioaufnahmen, weitgehende Improvisation auf der Bühne war Programm.

Zeitgleich zu den ersten LPs wurden auch Videos vertrieben, auf denen neben eigens produzierten Musikclips auch Interviews zu sehen waren, ideologische Schriften verlesen wurden, und die auch auf der Bühne verwendetes Videomaterial aus dubiosen Quellen enthielten. Zweifelhafte Berühmtheit erlangte dabei insbesondere der Film Thee first transmission, der neben nachgestellten und angedeuteten Szenen mit sadomasochistischen Praktiken auch gefundenes Videomaterial von Elektrofolter an Kindern enthielt.

Ende 1984 verließen Peter Christopherson und Geoff Rushton (der sich nun John Balance nannte) die Band, um sich voll ihrem eigenen Projekt Coil zu widmen. Die Rumpfbesetzung (Genesis und Paula P-Orridge, Alex Fergusson, John Gosling) spielte daraufhin 1985 die LP Themes 2 ein, die an die der ersten LP von 1982 beigelegten Platte mit Ritualaufnahmen anschließt. Themes 2 verwendet Samples aus der Engelssprache nach Enoch sowie Endlosschleifen aus Kompositionen von Alexander Skriabin. Auch Balletmusik für das Stück Mouth of the night der Mantis Dance Company, die Genesis P-Orridge gemeinsam mit Monte Cazazza und Roc Standfort eingespielt hatte, wurde unter dem Namen Psychic TV 1985 auf Temple Records veröffentlicht.

Das französische Kleinlabel Sordide Sentimental veröffentlichte im Jahr 1985 eine CD mit einem Mitschnitt des Konzerts von Psychic TV auf der Exo Rouen des Jahres 1984 (Descending), eine der ersten Veröffentlichungen, die ausschließlich auf CD erschienen sind.

Im selben Jahr plante P-Orridge einen Film über den verstorbenen Rolling Stones-Gitarristen Brian Jones. Für Soundtrackaufnahmen im Dick James Music Studio in London wurden zahlreiche Musiker verpflichtet, u.a. Dave Ball von Soft Cell und dessen Frau Gini Ball, sowie Rose McDowall, (Strawberry Switchblade) und Gatte Drew McDowall. Auch im Hinblick auf eine Tournee Ende 1985 war die Stammbesetzung der Band bereits um Philip Erb (Keyboards), Mouse (Bass) und Matthew Best (Schlagzeug) verstärkt worden. Diese Rhythmusgruppe prägte den Sound der Band nun ungemein, die dadurch wesentlich rockiger als zuvor klang. Als erstes Resultat der Studioaufnahmen aus London erschien die Brian Jones gewidmete Single Godstar auf Temple Records und wurde ein respektabler Independent-Hit. Der geplante Film wurde jedoch nicht realisiert und die restlichen Aufnahmen verschwanden vorläufig in der Schublade.

Ende 1985 führte eine ausgedehnte Tournee die Band wieder durch Europa, im Januar 1986 gab sie drei aufeinanderfolgende Gastspiele in Tokio. Im Frühjahr 1986 fanden wieder zahlreiche Konzerte in Europa statt. Manche Konzerte waren über die „Temple-Bulletins“ angebahnt worden, mit denen die Band in Kontakt mit den Fans stand.

P-Orridge und Fergusson spielten 1986 gemeinsam mit Dave Ball und Tontechniker Ken Thomas die Maxisingle Magick defends itself ein, die Samples von Papst Johannes Paul II., Anton LaVey und John F. Kennedy enthält, allerdings kein Erfolg war. Auf Good Vibrations/Roman P., einer weiteren Singleveröffentlichung von 1986, irritierte die Coverversion der Beach Boys die Industrial-Fans, die zweite A-Seite der Single, eine Neueinspielung des 1984 bereits erschienen Roman P., wurde jedoch zu einem weiteren Independent-Hit. Der Titel nimmt Bezug auf Roman Polanski, bzw. auf den Mord an Sharon Tate durch Charles MansonsFamily“. Auf einer weiteren Single von 1986 verarbeiteten die Musiker Je t´aime von Serge Gainsbourg, erneut mit Hilfe von Dave Ball, den Part von Jane Birkin übernahm Paula P-Orridge.

Ein Mitschnitt eines der Konzerte in Tokio von Anfang 1986 wurde noch im Laufe des Jahres als Live in Tokyo auf Temple Rec. veröffentlicht. Der Begleittext der Platte kündigte an, dass dies die erste einer Serie von 23 Liveplatten sei, die von nun ab in Folge jeweils monatlich am 23. des Monats erscheinen sollten. Die zehnte Platte der Serie war nur für diejenigen erhältlich, die alle den ersten neun LPs beigelegten Coupons (zusammengesetzt ergaben sie ein Motiv mit Totenschädel) einsenden konnten. Als zweite Veröffentlichung der Serie erschien binnen Monatsfrist Live in Paris. Die Serie wurde fortgeführt, aber nie komplettiert, insgesamt erschienen nur etwa 15 von 23 geplanten Titeln in unregelmäßigem Abstand.

1987 erschienen folgende LPs der Live-Serie auf Temple Rec.: Live in Heaven, Live in Glasgow, Temporary Temple, Live in Gottingen, Live in Toronto, Live en Suisse und Live in Reykjavik. Die Aufnahmen dieser Veröffentlichungen stammten sowohl von Konzerten der aktuellen Besetzung (G. P-Orridge, A. Fergusson, M. Best, Mouse, P. Erb), reichten aber auch bis zum November 1983 in Reykjavík zurück. Die meisten Live-Veröffentlichungen von Psychic TV auf Temple Rec. zeichnen sich einerseits durch bescheidene Tonqualität, andererseits aber detailversessene redaktionelle Anmerkungen auf den Rückseiten der Plattencover aus. Viele Studioplatten erschienen des Weiteren in Erstauflage als Picturedisks oder mit Beilagen wie Postkarten oder Aufklebern.

1987 wurde die LP Themes 3 auf Temple Rec. veröffentlicht, wieder eine LP mit Ritualaufnahmen, die an die beiden bereits erschienenen Themes-Veröffentlichungen anschließt und Aufnahmen enthält, die für eine Medienkunstausstellung 1984 in Chicago eingespielt worden waren.

Nachdem das Label Sordide Sentimental mit dem nur auf CD erschienenen Album Descending bereits 1985 eine Innovation vorgelegt hatte, erschien auf demselben Label im Jahr 1987 die CD Listen Today, eine der ersten Multimedia-CDs, die neben Audio- auch Videomaterial enthielt, und für die es damals noch so gut wie keine Abspielgeräte gab.

Die Jahre mit Fred Gianneli 1987 - 1991

Der nächste Stilwechsel bei Psychic TV kündigte sich Mitte 1987 an, als Alex Fergusson die Band verließ und durch den Amerikaner Fred Giannelli als Gitarristen ersetzt wurde, der unter dem Namen Turning Shrines bereits 1985 eine LP auf Temple Rec. veröffentlicht hatte. Giannelli war in den Folgejahren nicht nur als Tourgitarrist überzeugend, sondern prägte insbesondere bei den Studioaufnahmen den Psychic-TV-Sound entscheidend, indem er den Einsatz von Sequenzern und Drumcomputern forcierte. Die Band öffnete sich nun verstärkt Produzenten und Künstlern der im Entstehen begriffenen Techno- und House-Szene. Unter Mitwirkung unter anderem von Richard Schiessl (Gründer des House-Labels Sperm Records) und Richard Norris (The Grid) erscheinen im Jahr 1988 auf Temple Records Tune in, turn on to the acid house, Joy, Tekno Acid Beat, Jack the Tab und einige weitere Veröffentlichungen aus der Feder von Giannelli, die inzwischen zu den Klassikern des Acid House gezählt werden.

Trotz der Neuorientierung zu elektronischer Tanzmusik veröffentlichen Psychic TV 1988 ebenfalls noch das Album Allegory and Self, das die 1985 entstandenen Aufnahmen für den geplanten Film über Brian Jones enthält und in seiner optischen Gestaltung von einem der Begründer der Sigillenmagie, Austin Osman Spare, beeinflusst ist. Die Liveserie wurde unterdessen mit den Alben Live at the circus und Live at the Mardi Gras fortgesetzt. Die zehnte LP der Liveserie, Psychedelic Violence, eine Picturedisk mit Studioaufnahmen, war auch noch im selben Jahr für die Einsender der Sammelcoupons der ersten neun Liveplatten bei Temple Rec. erhältlich, ein Rest der limitierten Auflage ging in den regulären Plattenhandel.

Auch in den Folgejahren hielt die nun eingeschlagene Veröffentlichungspolitik an. Neben Techno-orientierten Neuproduktionen (z.B. Love War Riot) erschienen 1989 weitere Alben mit Livekonzerten vergangener Jahre (A real swedish live show, Live at the Ritz) auf Temple Records. Die schlicht Bregenz betitelte Liveplatte von 1985 läuft komplett rückwärts, Live at the Pyramid erschien als psychedelisch gestaltete Picture Disc. Die 1986 auf dem Label Sub-Rosa erschienene Coverversion von Je t´aime wurde 1989 nochmals auf Temple Records neuveröffentlicht.

1990 hatten Psychic TV einen Single-Hit mit I.C. Water, einer Techno-Pop-Hommage an Ian Curtis von Joy Division. Die Stammbesetzung dieser Zeit bestand aus Genesis und Paula P-Orridge, Fred Giannelli (Gitarre & Sequenzer), Daniel Black (Keyboards) und Matthew Best (Drums). Bei der Produktion des Albums Towards the infinite beat, das größtenteils von Giannelli komponiert wurde, halfen abermals Dave und Gini Ball sowie Jordi Valls. Auf dem zugehörigen Remix-Album Beyond the infinite beat wirkten darüber hinaus auch der früher zur Band gehörende John Gosling sowie Andy Falconer (von The Orb) mit, auch Schlagzeuger Matthew Best debütierte hier als Remixer. Aufgrund des Erfolgs dieser Veröffentlichungen legte das US-amerikanische Label Wax Trax verschiedene seit 1987 entstandene House-Titel auf zwei Compilations neu auf. Das hauseigene Label Temple Records führte darüber hinaus im selben Jahr mit den beiden CDs Live at the Berlin Wall Vol. 1 und 2 die Liveserie fort und veröffentlichte einige zuvor nur als LPs veröffentlichte Alben der Serie zusätzlich auf CD.

Unter dem Namen Psychic TV wurde 1990 auch eine Koproduktion zwischen Genesis P-Orridge und der schwedischen Band White Stains unter dem Titel At Stockholm veröffentlicht. Diese CD ist die erste Veröffentlichung mit gesprochenem Text zu meist sehr ruhiger Ambient-Musik unter dem Namen Psychic TV. Im Folgejahr erschien dann eine Koproduktion von P-Orridge mit dem Industrial-Percussionisten Z´ev unter dem Namen Psychic TV (Direction ov Travel) mit minimaler Ambient-Elektronik. Das Hauslabel Temple Records legte eine weitere CD-Veröffentlichung einer zuvor nur auf Schallplatte erschienenen alten Live-LP vor, und in den USA, wo die House-Welle einige Jahre nach Europa angekommen war, erschienen bei Wax Trax wiederum weitere House-Remixes aktueller Produktionen (Ultrahouse - The LA Connection).

Ab 1991 wurde es dann ruhig um Psychic TV. Obwohl die Veröffentlichungen des Vorjahrs relativ erfolgreich waren, hatten sich die Tourneen der Jahre 1988 bis 1990 als finanzielles Desaster erwiesen. Ungeklärte finanzielle Fragen führten zum Streit zwischen P-Orridge und Giannelli, woraufhin das erfolgreiche und produktive Team zerbrach. Fred Giannelli verließ die Band und gründet das Techno-Label Telepathic Records, auf dem er nun zumeist eigene Produktionen veröffentlichte. P-Orridge konzentrierte sich mehr und mehr auf das Verfassen esoterisch inspirierter Texte, Auftritte von Psychic TV fanden nur noch sporadisch in improvisierten Besetzungen statt. Im Winter 1991 flog der Rest der Gruppe nach Kathmandu, um sich dort an sozialen Projekten wie Armenspeisungen zu beteiligen.

Die Jahre im Exil 1992 - 1994

Das Jahr 1992 stellte einen Tiefpunkt der Bandgeschichte dar. Obwohl Schock und Provokation seit annähernd 20 Jahren zum Handwerkszeug von Genesis P-Orridge bei Coum Transmissions, Throbbing Gristle und Psychic TV gezählt hatten, nahm ein englischer Journalist bei der Durchsicht alter Live-Dokumentationen Anstoß an pornografischem Material, das auf der Bühne während eines Konzerts gezeigt worden war. Eventuell waren auch die beiden minderjährigen Töchter der P-Orridges, Caresse und Genesse, die seit Anbeginn der Bandgeschichte immer wieder in das Bandgeschehen involviert waren, auf der Bühne gewesen oder aber es wurde das zuvor erwähnte Elektrofolter-Videomaterial gezeigt. Die englische Justiz besetzte daraufhin wegen Verdachts auf Pädophilie am 15. Februar 1992 das Londoner Anwesen von Genesis P-Orridge, das umfangreiche Archiv des Musikers wurde beschlagnahmt und P-Orridge selbst, der sich noch mit seiner Familie in Nepal aufhielt, per Haftbefehl gesucht. P-Orridge verstand sich als politisch verfolgt und beschloss, nicht mehr nach England zurückzukehren und in den USA im selbsterklärten „Exil“ zu leben.

Ohne P-Orridge als treibende Kraft kam schnell das Ende für das Label Temple Records. Verschiedene Personen und Vertriebe führten es noch für kurze Zeit weiter, bevor die Veröffentlichungen eingestellt wurden. Auch der englische Arm des Temple ov Psychic Youth, der zu einer eigenständigen Bewegung herangewachsen zu sein schien, zerbrach, nachdem P-Orridge England verlassen hatte. Der nordamerikanische Zweig der Bewegung hingegen besteht als Temple ov Psychic Youth North America (T.O.P.Y.N.A.) bis heute fort. Einige Enthusiasten ließen die Bewegung als anerkannte Religionsgemeinschaft eintragen, die auch alte Temple-Bulletins als heilige Schriften verehrt.

Gemeinsam mit dem Syard-Label veröffentlichte P-Orridge 1992 das ehedem nur als Bonus-LP zur ersten Psychic-TV-LP von 1982 erhältliche Album Themes erstmals auf CD unter dem neuen Titel Cold Dark Matter, der sowohl die Stimmung der enthaltenen Musik als auch die Gemütslage des exilierten Musikers zu dieser Zeit treffend beschrieb. Im Booklet äußerte sich P-Orridge auch zu seiner Situation in Kalifornien, wo er von den Eltern von Winona Ryder, Verwandten von Timothy Leary, unterstützt wurde. 1993 veröffentlichte Orridge auf dem Syard-Label eine Reihe von sechs CDs (Splinter Test A-F), die altes Psychic TV-Material, Soundtracks zu Filmen von Derek Jarman und unveröffentlichtes Material enthielt.

Zu dieser Zeit trennten sich Genesis und Paula P-Orridge. Paula kehrte mit den beiden gemeinsamen Töchtern nicht nach England zurück, sondern blieb ebenfalls in den USA, wo sie in den Folgejahren eine spirituell inspirierte Reiseagentur für Frauen aufbaute. Sie veröffentlichte 1995 als Alaura mit „Sacred Dreams“ noch ein Soloalbum.

Erst 1993 erschien nach über zwei Jahren ein neues Psychic-TV-Album, Peak Hour. Kritiker haben diese CD, die nochmals formell auf Temple Records erschien, als eines der besten klassischen Techno-Alben überhaupt bezeichnet. Neben Matthew Best, der seit 1985 immer wieder als Drummer oder Remixer beteiligt war, haben hierbei u.a. auch Richard Schiessl und Andrew Chatterley (von Yum Yum bzw. Sperm Rec.) mitgewirkt. Es wurde in London, San Francisco und Nepal produziert. Dies und die spärliche Verwendung von P-Orridge-Samples lässt allerdings den Schluss zu, dass es sich um kein „echtes“ Album von Psychic TV handelt, das in gemeinsamer Gruppenarbeit entstanden ist, sondern um eine englische Yum-Yum-Produktion mit aufgesetzten Samples. Die ausgekoppelte Maxisingle Tribal wurde zu einem Hit in der Techno-Szene.

Die Jahre mit Larry Thrasher 1994 - 1999

1994 war die Krise der Band überwunden. Gemeinsam mit dem US-amerikanischen Musiker Craig Ellenwood absolvierte Genesis P-Orridge als Duo unter dem Namen Psychic TV einige Auftritte in den USA. Das Repertoire umfasste gesprochene Texte zu Ambientsounds. Die Inhalte von P-Orridges Texten handelten zu dieser Zeit mehr und mehr von Identitäts- und Geschlechterfragen. Mit Al-Or-Al erschien in dieser Besetzung auch ein neues Album unter dem Namen Psychic TV. Die CD ist eine Widmung an Paula P-Orridge, die sich in den letzten Jahren Alaura genannt hatte. Sie lebte inzwischen bereits über ein Jahr von Genesis P-Orridge getrennt. Die Gründe, zu dieser Zeit ein ihr gewidmetes Album zu veröffentlichen, sind unklar; zumal Genesis P-Orridge mit Jackie Breyer bereits eine neue Partnerin gefunden hatte, die ihn ebenfalls in seinem künstlerischen Prozess unterstützte.

Eine Koproduktion mit Larry Thrasher mit dem Titel Breathe, die ebenfalls unter dem Namen Psychic TV erschien, war 1994 eine weitere Fortsetzung der erstmals 1990 auf A Stockholm eingeschlagenen und mit Craig Ellenwood weiter definierten Richtung hin zu gesprochenen Texten mit Ambient-Begleitung. Generell war die beginnende Kooperation zwischen dem immer mehr als Texter brillierenden P-Orridge und dem aufgeschlossenen und vielseitigen Musiker Thrasher sehr fruchtbar. Als weiteres Spoken-Word-Album erschien noch im selben Jahr mit selber Besetzung, A hollow cost und ebenfalls noch 1994 masterten P-Orridge und Thrasher die erste Folge von Electric Newspaper. In dieser Serie erschienen vier Folgen mit Samples und Loops aus dem Archiv von Psychic TV, die laut CD-Text gemeinfrei sind. Mit Ultradrug erschien darüber hinaus noch ein Remix-Album zum Album Peak Hour vom Vorjahr, und zahlreiche ältere Platten wurden neu auf CD veröffentlicht.

1995 veröffentlichten P-Orridge und Thrasher unter dem Projektnamen Splinter Test das Spoken-Word-Album Thee fractured garden und führten als Psychic TV die im Vorjahr begonnene Sample-Serie Electric Newspaper mit den Folgen 2 und 3 fort. Mit dem Mixer Andrew Weatherall entstand ein weiteres Techno-Album: Sirens als die Fortsetzung zu Ultradrug. Das Remix-Album Cathedral Engine, das auf die CD A hollow cost vom Vorjahr aufbaut, erschien ebenfalls 1995 unter Federführung von P-Orridge/Thrasher.

Liveauftritte fanden in dieser Periode nicht statt, wohl auch deswegen, weil Genesis P-Orridge im April 1995 bei einem Brand im Haus des Produzenten Rick Rubin während der Arbeit an Aufnahmen der Band Love and Rockets schwere Verletzungen erlitt, deren Folgen ihn mehrere Jahre in seinen Bewegungen einschränkten.

1996 erschien abermals unter dem Projektnamen Splinter Test das Album Spatial Memory, an dem neben P-Orridge/Thrasher u.a. auch Gitarrist Michael Campagna und Keyboarder Billy Goodrum mitwirkten. In derselben Besetzung wurde auch das Album Trip Reset eingespielt, das wieder unter der Bezeichnung Psychic TV erschien. Diesem folgte im selben Jahr das zugehörige Remix-Album Cold Blue Torch. Trip Reset enthält ungewohnt harmonische Popsongs, darunter eine Coverversion des Pink Floyd-Stücks Set the controls for the heart of the sun. Die vierte und letzte Folge der Electric Newspaper-Sample-Serie erschien 1997 wieder unter dem Gruppennamen Splinter Test, eine Mini-LP (Sulphur Low Seed Replication) als Psychic TV.

Insbesondere seit der Beteiligung von Larry Thrasher seit 1994 waren zahlreiche Alben unter dem Namen Psychic TV erschienen, die sich musikalisch und konzeptionell grundlegend von den vorigen Veröffentlichungen unterschieden. Auch die zweimalige Verwendung des Projektnamens Splinter Test - einmal davon gar innerhalb einer Alben-Serie - hatte die Fans teilweise verwirrt. So entschloss man sich um diese Zeit, das Konzept der Gruppe grundlegend zu überdenken. Zu P-Orridge und Larry Thrasher stieß nun noch der Avantgarde-Gitarrist Bryin Dall. Gemeinsam wollte man sich nun auf Spoken Word zu Industrial/Ambient-Sounds konzentrieren und das gemeinsame Projekt sollte von nun an unter dem Namen Thee Majesty firmieren. Psychic TV hingegen sollte mit einem großen Abschlusskonzert in London, wo P-Orridge mittlerweile nicht mehr zur Fahndung ausgeschrieben war, endgültig zu Grabe getragen werden.

Im Jahr 1998 wurden zunächst drei verschiedene Compilations mit älterem Material von Psychic TV veröffentlicht, denen 1999 noch eine weitere folgte. Ebenfalls 1999 erschien mit Time´s Up die erste CD von Thee Majesty, und auf 1. Mai 1999 wurde das Abschlusskonzert von Psychic TV in der Royal Festival Hall in London angekündigt, zu dem sich auch der frühere Gitarrist Alex Fergusson und der langjährige Schlagzeuger Matthew Best einfanden. Ein Mitschnitt des Konzerts wurde 2001 als DVD (Time´s up live) veröffentlicht.

Die Jahre ohne Bestehen 2000 - 2003

2000 bis 2003 bestand die Band formell nicht mehr, jedoch wurden einige ältere Aufnahmen von Psychic TV nachveröffentlicht. Genesis P-Orridge trat häufig mit Larry Thrasher und Bryin Dall als Thee Majesty auf, so beim renommierten Sonar-Festival in Barcelona. Gleichzeitig beteiligte sich P-Orridge, nun im Gespann mit Partnerin Jackie Breyer unter dem gemeinsamen Namen „Breyer P-Orridge“ an Ausstellungen. Er kündigte an, in einem nun beginnenden Prozess der körperlichen Modifizierung mit der Partnerin zu einem pandrogynen Hybridwesen zu verschmelzen.

Während sich Genesis P-Orridge ersten Schönheitsoperationen unterzog, wurde mit dem englischen Label Voiceprint Records ein Partner gefunden, der bereit war, die exzessive Veröffentlichungspolitik des etwa zehn Jahre zuvor eingestellten Labels Temple Records fortzuführen. Insbesondere sollte die 1986 begonnene, aber nie vollendete Liveserie aus 23 verschiedenen Liveplatten nun in Form von CDs vollendet werden. Allein im Jahr 2003 erschienen daraufhin 12 CDs bei Voiceprint. Ihr Aussehen und die redaktionelle Detailfülle ähnelte den ersten Liveplatten der Serie aus den 1980er Jahren. Sie waren zum Teil Wiederveröffentlichungen aus der alten Serie, enthielten zum Teil aber auch bislang unveröffentlichte Livekonzerte früherer Jahre.

In den Jahren 2002 und 2003 nahm Genesis P-Orridge auch die Zusammenarbeit mit den schwedischen White Stains (nun: Cotton Ferox) wieder auf, die bereits 1990 auf dem Psychic TV-Album At Stockholm beteiligt waren. 2004 erschien unter dem Gruppennamen Thee Majesty sowohl eine Zusammenstellung der aktuellen Kooperationen (Word Ship) als auch Neuauflagen von Spoken-Word-Alben des Duos P-Orridge/Thrasher aus den 1990er Jahren. Mit Godstar - Thee Directors Cut erschien dazu noch eine Doppel-CD mit überarbeiteten Mixes der 1985 von Psychic TV als Filmmusik eingespielten Titel als Hommage an Brian Jones.

Die Jahre als PTV3 seit 2003

Psychic TV als PTV3 live in Köln 2004, von links: Alice Genese, Genesis P-Orridge, Markus Persson
Alice Genese
Eddie O'Dowd

Im Jahr 2003 wurde das Projekt Psychic TV neu belebt. Als PTV3 - thee third couming ov Psychic TV scharte P-Orridge - inzwischen nach zahlreichen Operationen in eindeutig weiblichem Körper - eine illustre Truppe von Musikern um sich: Lebensgefährtin Jackie Breyer P-Orridge am Sampler, Alice Genese (von Candyass) am Bass, David Max an der Gitarre, Eddie O'Dowd (aka. Morrison Eddley, von den Toilet Boys) am Schlagzeug und den US-amerikanischen Journalisten und Schriftsteller Douglas Rushkoff an den Keyboards. Zunächst zelebrieren sie nur bei wenigen Konzerten in den USA „unclean versions ov thee hyperdelic hits“ aus 20 Jahren Psychic TV. Dem schloss sich überraschend im Herbst 2004 eine ausgedehnte Tour durch Europa, USA und Kanada an, nun mit Markus Persson an den Keyboards. Anlässlich dieser Tournee erschienen eine DVD eines Konzerts in New York von 2003 (Live at thee Coral Room). Das Ende der Konzertreihe wurde jedoch auch durch einen Eklat mit der Gruppe Column One, die mehrere PTV-Tribute-Veröffentlichungen vorgelegt hat und als Vorgruppe einiger Konzerte in Polen auftreten sollte, sowie den tragischen Tod des früheren Bandmitglieds Geoff Rushton (aka. John Balance) am 13. November 2004 überschattet. Die geplanten drei Gastspiele in Kanada mussten aufgrund organisatorischer Probleme ausfallen.

Auch beim Projekt Thee Majesty gab es im Jahr 2004 Veränderungen. Der langjährige musikalische Kopf von Psychic TV und Thee Majesty, Larry Thrasher, war bei Konzerten von Thee Majesty immer seltener dabei. Die Gruppe nannte finanzielle Gründe; angeblich sei es zu teuer, Thrasher für einzelne Gastspiele jeweils einzufliegen. Ab September 2004 wirkte dafür nun Psychic-TV-Drummer Eddie O'Dowd, der inzwischen auch die gestalterischen Aufgaben für Plattencovers, Plakate und Flyers übernommen hatte, auch bei Thee Majesty mit. Im Januar 2005 absolvierten Thee Majesty ein weiteres Gastspiel mit dem Line-Up G. P-Orridge, Bryin Dall, Eddie O'Dowd und nun auch Lady Jaye. Das vorerst letzte Studioalbum von Thee Majesty vom Sommer 2007 wurde nur von P-Orridge und Dall eingespielt.

Im Jahr 2006 trat PTV3 in unveränderter Besetzung (J. & G. Breyer-P-Orridge, D. Max, A. Genese, E. O'Dowd, M. Persson) in Erscheinung. Im September 2006 trat die Band erstmals live in einer Radiostation (WFMU) auf und absolvierte daraufhin sechs aufeinanderfolgende Gastspiele im Galapagos-Club in New York City, wobei jeder Abend musikalisch als auch optisch einem anderen Thema gewidmet war. Im Oktober 2006 schloss sich eine kurze Europa-Tournee an, die in England, Belgien, Russland und Holland als PTV3, in der Schweiz jedoch als Thee Majesty begangen wurde. Im Rahmen von Festivals spielte die Band mit Peaches, Lydia Lunch und Black Sun Productions, wobei die Videoshow für Letztgenannte der frühere Psychic-TV-Hausgrafiker Val Denham (Silverstar Amoeba) mitgestaltet hatte. Im Spätjahr 2006 erschien die CD Live in Russia mit einem Konzert der Tournee 2004. Im Juni 2007 erschien das bereits im Frühjahr 2006 aufgenommene Studioalbum „Hell Is Invisible... Heaven Is Her/e“, auf dem u.a. auch Gibson Haynes (Butthole Surfers) am Gesang zu hören ist.

Bandmitglied Lady Jaye Breyer verstarb am 9. Oktober 2007 überraschend an Herzversagen in Brooklyn. PTV3 sagten daraufhin ihre für November geplante Nordamerika-Tournee ab. Im Jahr 2008 war die Band in der Restbesetzung wieder bei zahlreichen Gastspielen zu sehen.

Musikalisches Werk

Das musikalische Werk von Psychic TV umfasst – der personellen und organisatorischen Entwicklung der Band gezollt – verschiedenste Genres. Die ersten beiden Alben von 1982 und 1983 für WEA bzw. CBS, Force the hand of chance und Dreams less sweet sind düstere, orchestrale Werke mit rituellem Einschlag und Industrial-Klangcollagen. Die Studioproduktionen der Folgejahre wie Mouth of the night (1985) und Magick defends itself (1986) verbinden auf technisch anspruchsloserer Ebene Stilelemente von Industrial und New Wave, wobei die Band mit dem ebenfalls 1986 eingespielten Album Allegory and self nochmals ein aufwändig orchestriertes Album vorgelegt hat, das sich am ehesten als Industrial-Pop bezeichnen lässt. Live boten Psychic TV in den ersten Jahren klassischen Industrial mit ritueller Ausprägung, die wohl am stärksten auf Live in Reykjavik (aufgenommen 1983) zum Tragen kommt. Nach der Vergrößerung des Line-Ups um Bass und Schlagzeug ab Ende 1985 wurde überwiegend Industrial-Rock geboten. Mit dem Einstieg von Fred Giannelli 1987 entstanden künftig Studioalben im Stil von Acid House und Techno, z.B. Tekno Acid Beat von 1988 oder Towards the infinite beat von 1990, deren Titel auch in das Live-Repertoire einflossen. Weitere Alben mit im weitesten Sinne elektronischer Tanzmusik erschienen bis Mitte der 1990er Jahre. Ab 1990 erschienen jedoch auch, beginnend mit At Stockholm, mehrere Alben mit Spoken Word zu Ambient-Klangcollagen sowie experimentelle Werke wie das minimalistische Perkussionsalbum Direction ov Travel (1991) oder die Sample-CD-Reihe Electric Newspaper (1995-97). Mit Trip Reset erschien 1996 das für mehrere Jahre letzte neue Studioalbum der Gruppe, abermals am ehesten als Industrial-Pop zu bezeichnen. Das Nebenprojekt Thee Majesty führt seit 1999 live und im Studio die Spoken-Word-Phase der Band fort, während die 2004 erfolgte Neugründung PTV3 überwiegend live in Erscheinung tritt und sowohl auf der Bühne als auch auf ihrem Studioalbum von 2007 zumeist Industrial-Rock-Versionen alter Hits spielt.

Das auch außerhalb der Industrial-Szene bekannteste Stück der Gruppe ist vermutlich Roman P. von 1986, das als Hintergrundmusik eines VW-Werbespots bekannt wurde.

Beteiligte Musiker

Neben Genesis P-Orridge waren im Lauf der Zeit rund 100 Musiker an Veröffentlichungen von Psychic TV beteiligt:

  • Carl Abrahamsson, ein isländischer Künstler, Mitglied der Gruppen White Stains und Cotton Ferox, erscheint auf At Stockholm 1990, Wordship 2003, Wordship 2004.
  • Marc Almond (Soft Cell), auf Force The Hand Of Chance 1982
  • Penny Ansell auf Black Video 1991
  • Pär Aronsson auf At Stockholm 1990
  • Dave Ball (Soft Cell), auf Live in Heaven 1986, Magick Defends Itself Single 1986, Beyond the Infinite Beat 1990, Towards Thee Infinite Beat 1990
  • Gini Ball, Frau von Dave Ball, hat auch mit Siouxsie & The Banshees, Soft Cell und den Manic Street Preachers gearbeitet, auf Towards Thee Infinite Beat 1990, Direction ov Travel 1991, Black Video 1991
  • Matthew Best (aka. DJ Global, langjähriger Schlagzeuger von Psychic TV) auf Live En Suisse 1986, Live In Paris 1986, Live In Tokyo 1986, Live In Toronto 1986, Live At Thee Mardi Gras 1987, Live In Glasglow 1987, Psychedelic Violence (aka Thee Yellow Album) 1988, Kondole/Dead Cat 1989, Live At Thee Pyramid 1989, Love War Riot Single 1989, Towards Thee Infinite Beat 1990, Beyond the Infinite Beat 1990, Live at thee Berlin wall pt.1 1990, Live at thee Berlin wall pt.2 1990, Black Video 1991, Peak Hour 1993, Time´s up Live 1999
  • Jeremy Birchill auf Dreams Less Sweet 1983
  • Daniel Black, Keyboarder auf Psychedelic Violence 1988, Kondole/Dead Cat 1989, Live At Thee Pyramid 1989, Towards Thee Infinite Beat 1990, Live at thee Berlin wall pt.1 1990, Live at thee Berlin wall pt.2 1990, Black Video 1991
  • Don Bolles (Celebrity Skin) auf Ultradrug 1994
  • William Breeze (Coil), Geiger auf Thee Fractured Garden 1995, Cold Blue Torch 1995, Trip Reset 1996, Spatial Memory 1996, Thee Fractured Garden 2004
  • Jaye Breyer P-Orridge (trat von 2003 bis 2007 mit PTV3 live auf) auf Live at thee Coral Room 2004, Live in Russia 2006, Hell is invisible 2007
  • David Brooks auf Live In Bregenz 1985
  • Steve Broughton auf Godstar Single 1985, Allegory & Self 1988
  • Andy Calard auf Dreams Less Sweet 1983
  • Michael Campagna, Gitarrist auf Thee Fractured Garden 1995, Trip Reset 1996, Spatial Memory 1996, Thee Fractured Garden 2004
  • Monte Cazazza auf Dreams Less Sweet 1983, A Real Swedish Live Show 1984, Godstar Single 1985, Mouth of the Night 1985, Live in Heaven 1986, Themes 3 1987, Southern Comfort, Allegory & Self 1988
  • Andrew Chatterley (Yum Yum, Sperm Rec.) auf Peak Hour 1993
  • Peter Christopherson (Coil) auf Force the Hand of Chance 1982, Dreams Less Sweet 1983, N.Y. Scum Haters 1984, Berlin Atonal Vol.1 1984, Berlin Atonal Vol.2 1984
  • Dickie Daws auf Black Video 1991
  • Val Denham (aka. Silverstar Amoeba), gestaltete einige PTV-Plattencover und wirkte sporadisch musikalisch mit
  • Claude Deppa (südafrikanischer Trompeter, der auch mit Miriam Makeba und Manu Dibango arbeitete) auf Force the Hand of Chance 1982
  • Craig Ellenwood auf Ambient Indoctrinations 1993, Al or Al 1994
  • Richard Evans auf Tekno Acid Beat 1988, Psychedelic Violence 1988
  • Evil Eddie auf Beyond the Infinite Beat 1990
  • Philip Erb (Keyboarder) auf Live En Suisse 1986, Live In Paris 1986, Live In Tokyo 1986, Live at Final War$ 1986, Live In Glasglow 1987
  • Andy Falconer (Tontechniker, arbeitete 1991-94 mit The Orb) auf Beyond the Infinite Beat 1990
  • Alex Fergusson auf Force the Hand of Chance 1982, Dreams Less Sweet 1983, Live In Reykjavik 1983, A Real Swedish Live Show 1984, Mein*Goett*In*Gen 1984, N.Y. Scum Haters 1984, Pagan Day 1984, Those Who Do Not 1984, Roman P./Neurology Single 1984, Unclean/Mirror Single 1984, Berlin Atonal Vol.1 1984, Berlin Atonal Vol.2 1984, Descending 1985, Godstar Single 1985, Themes 2 1985, Magick Defends Itself Single 1986, Live En Suisse 1986, Live In Paris 1986, Live In Tokyo 1986, Live In Glasglow 1987, Allegory & Self 1988, Time´s up Live 1999
  • Mark Fishlock (Tontechniker) auf Godstar Singles 1985, Allegory & Self 1988
  • Alice Genese, Bassistin auf Live at thee Coral Room 2004, Live in Russia 2006, Hell is invisible 2007
  • Fred Giannelli auf Tekno Acid Beat 1988, Kondole/Dead Cat 1989, Live At Thee Pyramid 1989, Love War Riot Single 1989, R.U. Experienced Single 1989, IC Water Single 1990, Towards Thee Infinite Beat 1990, Beyond Thee Infinite Beat 1990, Live at thee Berlin wall pt.1 1990, Live at thee Berlin wall pt.2 1990, Black Video Live 1991, Ultrahouse 1991, Painkiller 1994, Ultradrug 1994, Thee Fractured Garden 1995
  • Terry Gilmore auf Time's up Live 1999
  • Billy Goodrum auf Thee Fractured Garden 1995, Trip Reset 1996, Spatial Memory 1996, Thee Fractured Garden 2004
  • John Gosling (aka. Zoskia) auf Live In Reykjavik 1983, A Real Swedish Live Show 1984, Live In Gottingen 1984, Mein*Goett*In*Gen 1984, N.Y. Scum Haters 1984, Those Who Do Not 1984, Roman P./Neurology Single 1984, Unclean/Mirror Single 1984, Berlin Atonal Vol.1 1984, Berlin Atonal Vol.2 1984, Descending 1985, Themes 2 1985, Live At Thee Mardi Gras 1987, Live in Heaven 1986, Themes 3 1987, Beyond the Infinite Beat 1990
  • Greedy Beat Syndicate eine aus Matthew Best (Drums), Sean Maher (Gitarre) und Hugo Longden (Bass) bestehende band, die sowohl auf PTV-Scheiben Stücke geremixt als auch eigene Tracks veröffentlicht hat
  • Emmett Grogan auf Love War Riot Single 1989
  • Mickey Groome (hat auch mit Joan Jett und Robert Plant gearbeitet) auf Godstar Single 1985, Allegory & Self 1988
  • Mark Harris auf Dreams Less Sweet 1983
  • Kevin Harris auf Ultradrug 1994
  • Nick Haeffner auf Love War Riot Single 1989
  • Gibson Haynes (Butthole Surfers), Gesang auf Hell is invisible 2007
  • Hilmar Orn Hilmarsson auf Live in Reykjavik 1984, Those Who Do Not 1984, Godstar Single 1985, Live in Heaven 1986, Allegory & Self 1988
  • Jessica Ilbert auf Dreams Less Sweet 1983
  • Bill Laswell auf Electric Newspaper Vol.3 1995
  • Simon Limbrick (Percussionist des London Symphony Orchestra) auf Dreams Less Sweet 1983
  • Anthony Longden (genannt „Hugo“) auf Peak Hour 1993, Ultra Drug 1994
  • Lex Luther auf Direction ov Travel 1991
  • Sean Maher auf Black Video 1991, Peak Hour 1993
  • Dave Martin (Bassist) auf Live In Paris 1986, Live In Toronto 1986, Live At Thee Mardi Gras 1987, Psychedelic Violence 1988, Black Video Live 1991
  • David Max, Gitarrist auf Live at thee Coral Room 2004, Live in Russia 2006, Hell is invisible 2007
  • Drew McDowall auf Allegory & Self 1988
  • Rose McDowall (Coil, Current 93, Death in June) auf Godstar Single 1985, Allegory & Self 1988
  • Dave McKintosh auf Godstar Single 1985, Allegory & Self 1988
  • Tony Menzies auf Live At Thee Mardi Gras 1987
  • Mouse Bassist auf Godstar Single 1985, Live En Suisse 1986, Live in Heaven 1986, Live In Tokyo 1986, Live at Final Wars 1986, Live In Glasglow 1987, Allegory & Self 1988
  • Scott Nobody auf Live At Thee Mardi Gras 1987, Psychedelic Violence 1988, Love War Riot Single 1989
  • Richard Norris auf Jack The Tab 1988, M.E.S.H. 1988
  • Eddie O'Dowd, Schlagzeuger auf Live at thee Coral Room 2004, Live in Russia 2006, Hell is invisible 2007
  • Caresse P-Orridge auf Psychedelic Violence 1988, R.U. Experienced Single 1989, Black Video Live 1991, Trip Reset 1996
  • Genesse P-Orridge auf Trip Reset 1996
  • Paula P-Orridge (aka. Mistress Mix, aka Alaura) auf Dreams Less Sweet 1983, A Real Swedish Live Show 1984, Live In Gottingen 1984, Mein*Goett*In*Gen 1984 as Alaura, N.Y. Scum Haters 1984, Roman P./Neurology Single 1984, Unclean/Mirror Single 1984, Berlin Atonal Vol.1 1984, Berlin Atonal Vol.2 1984, Descending 1985, Godstar Singles 1985, Themes 2 1985, Live in Heaven 1986, Live In Paris 1986, Live In Tokyo 1986, Live In Toronto 1986, Live At Thee Mardi Gras 1987, Live In Glasglow 1987, Psychedelic Violence 1988, Allegory & Self 1988, Kondole/Dead Cat 1989, Live At Thee Pyramid 1989, Love War Riot Single 1989, At Stockholm 1990, Live at thee Berlin wall pt.1 1990, Live at thee Berlin wall pt.2 1990, Towards Thee Infinite Beat 1990, Direction ov Travel 1991
  • Markus Persson, Keyboarder auf Live in Russia 2006, Hell is invisible 2007
  • Andrew Poppy auf Force the Hand of Chance 1982, Dreams Less Sweet 1983
  • Dave Powel auf Dreams Less Sweet 1983
  • Eric Random auf Love War Riot Single 1989
  • Paul Reeson (aka. Grimsby) auf Live in Göttingen/Mein Gott-In-Gen 1987, Descending 1985, Temporary Temple 1987, Listen today 1987, Allegory and Self 1988, Were you ever bullied at school? 1999
  • Chris Redgate auf Dreams Less Sweet 1983
  • Gavin Redman, additional Keyboard auf Peak Hour 1993
  • Dave Richardson auf Kondole CD 1993
  • Janet Rienstra (Ko-Produzentin von Bill Laswell) auf Electric Newspaper Vol.3 1995
  • Douglas Rushkoff, Keyboarder auf Live at thee Coral Room 2004
  • Geoff Rushton (aka. John Balance), auf Dreams Less Sweet 1983, N.Y. Scum 1984
  • Alex Russell auf Ultrahouse 1991, Ultra Drug 1994
  • Mark Sangerman auf Themes 3 1987
  • Anthony Scales auf Dreams Less Sweet 1983
  • Rob Scales auf Dreams Less Sweet 1983
  • Richard Schiessl (Sperm Rec.) auf Tekno Acid Beat 1988, Jack the Tab 1988, Kondole/Dead Cat 1989, Live at thee Berlin wall pt.1 1990, Live at thee Berlin wall pt.2 1990, Black Video 1991, Ultrahouse 1991, Peak Hour 1993, Ultra Drug 1994
  • Isaiah Singer auf Live at thee Coral Room 2004
  • Roc Standford auf Mouth of the Night 1985
  • Bill Stokes auf Dreams Less Sweet 1983
  • Ken Thomas, Tontechniker einiger PTV-Scheiben und Produzent weiterer Szenegrößen (Laibach und andere), wird auch als Musiker genannt auf Magick Defends Itself Single 1986
  • Larry Thrasher auf Electronic Newspaper Issue 1 1994, A Hollow Cost 1994, Ultradrug 1994, Cathedral Engine 1995, Electronic Newspaper Issue 2 1995, Electronic Newspaper Issue 3 1995, Thee Fractured Garden 1995, Sirens 1995, Splinter Test ~ Electric Newspaper Issue 4, Trip Reset 1996, Breathe, Splinter Test ~ Spatial Memories 1997, Time´s up Live 1999, Thee Fractured Garden 2004, A hollow cost 2004
  • Thomas Tibert (White Stains), auf At Stockholm 1990, Wordship 2003, Wordship (CD) 2004
  • David Tibet (Current 93), auf Dreams Less Sweet 1983
  • Jordi Valls auf Force the Hand of Chance 1982, Towards Thee Infinite Beat 1990
  • Andrew Weatherall (Sabres of Paradise), Remixer auf Sirens 1995
  • Kennie Wellington auf Force the Hand of Chance 1982
  • Z'ev auf Berlin Atonal Vol. 1 1984, Direction ov Travel 1991

Diskografie (Auszug)

Die Zahl der offiziellen Veröffentlichungen von Psychic TV bewegt sich um die 150.

  • Force the hand of chance (LP, 1982, WEA)
  • Dreams less sweet (LP, 1983, CBS)
  • N.Y. Scum (LP, 1984, Temple)
  • Pagan Day (LP, 1984, Temple)
  • Themes 2 (LP, 1985, Temple)
  • Mouth of the night (LP, 1985, Temple)
  • Godstar (7" & 12", 1985, Temple)
  • Live in Tokyo (LP, 1986, Temple)
  • Live in Paris (LP 1986, Temple)
  • Magick defends itself (12", 1986, Temple)
  • Themes 3 (LP, 1987, Temple)
  • Live in Heaven (LP, 1987, Temple)
  • Live in Gottingen (LP, 1987, Temple)
  • Live in Glasgow (LP, 1987, Temple)
  • Live in Toronto (LP, 1987, Temple)
  • Live en Suisse (LP, 1987, Temple)
  • Live in Reykjavik (LP, 1987, Temple)
  • Temporary Temple (LP, 1987, Temple)
  • Listen Today (CDV, 1987, Sordide Sentimental)
  • Allegory & Self (LP, 1988, Temple)
  • Tekno Acid Beat (LP, 1988, Temple)
  • Live at the Mardi Gras (LP, 1988, Temple)
  • Live at thee Circus (LP, 1988, Temple)
  • Kondole (LP, 1989, Temple)
  • Live in Bregenz (LP, 1989, Temple)
  • A real swedish live show (LP, 1989, Topyscan)
  • Live at the Ritz (LP, 1989, Temple)
  • At Stockholm (CD, 1990, Psychick Release)
  • Towards thee infinite beat (LP, 1990, Temple)
  • Beyond thee infinite beat (LP, 1990, Temple)
  • Jack the Tab (LP, 1990, Wax Trax)
  • Live at the Berlin Wall pt.1 & 2 (CD, 1990, Temple)
  • I.C. Water (7" & 12", 1990, Temple)
  • Direction ov Travel (LP & CD, 1991, Temple)
  • Ultra House (CD, 1991, Wax Trax)
  • Cold Dark Matter (CD, 1992, Syard)
  • Peak Hour (LP & CD, 1993, Temple)
  • Ultradrug (CD, 1994, Visionary)
  • Breathe (CD, 1994, Undertainment)
  • Al-Or-Al (CD, 1994, Dossier)
  • Electric Newspaper (CD-Serie 1995-97)
  • Cathedral Engine (CD, 1995, Dossier)
  • Trip Reset (CD, 1996, Cleopatra)
  • Cold Blue Torch (CD, 1996, Cleopatra)
  • Time´s up live (DVD, 2001)
  • Godstar Directors Cut (CD, 2004, Voiceprint)
  • Live at thee Coral Room (DVD, 2004)
  • Live in Russia (CD, 2006)
  • Hell Is Invisible/Heaven Is Here (CD, 2007)
  • Mr. Alien Brain vs the Skinwalkers" (CD, 2008)

Einzelnachweise

  1. Dokumentiert ist der Auftritt in einem kurzen Ausschnitt auf Mission Is Terminated / Nice Tracks, Nice Label, EX 29 LY2, Italien 1983, siehe auch die Liner Notes ebenda.
  2. Jasper Marquardt, Uwe Klinkmann: Berlin Atonal, in: Spex, 1/84, S. 7-8

Weblinks


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