Paläo/Geologische Zeitskala


Paläo/Geologische Zeitskala


Dieser Artikel stellt die Geologische Zeitskala in kompletter Form dar. Eine kleine Tabelle findet sich hier. Die folgende große Tabelle ist auskommentiert, mit geologischen Zeitangaben versehen und zeigt für jede Stufe typische geologische Ereignisse, evolutionäre Entwicklungsstufen und Leitfossilien an. Die vier Äonen sind jeweils in eigene Abschnitte geordnet.

Die Achse des Zeitverlaufs ist in dieser geologischen Tabelle von unten nach oben gerichtet. Zusammenfassungen der einzelnen Perioden befinden sich oberhalb der entsprechenden Zeitabschnitte.

Die geologische Zeitskala im Vergleich zu einer Tageslänge

Inhaltsverzeichnis

Die große Tabelle der Erdzeitalter

Das Äon Phanerozoikum

Benannt als „Äon sichtbarer Fossilien“ (\phi\alpha\nu\epsilon\rho o\varsigma), da lange Zeit nur aus diesem Äon Fossilien bekannt waren. Heute kennt man jedoch wesentlich ältere Fossilien, die mit dem Mikroskop oder bildgebenden Verfahren untersuchbar sind.

  • Dauer 543.000.000 Jahre
  • Zeitspanne 0 bis 543 mya

Es wird in drei Ären unterteilt:

Allgemein

Im Phanerozoikum fanden fünf große Massenaussterben statt:

  • Ende der Kreide (Übergang vom Mesozoikum zum Känozoikum, Kreide-Tertiär-Grenze)
  • Ende der Trias
  • Ende des Perms, von der u.a. fast alle maritimen Formen betroffen waren. (Übergang vom Paläozoikum zum Erdmittelalter Mesozoikum)
  • Ende des Devons
  • Ende des Ordoviziums zeitgleich mit der oberordovizischen Vereisung

und es gab vier große gebirgsbildende Phasen:

(siehe auch gebirgsbildende Phasen im Überblick)

Tabelle

Periode Epoche Stufe Ereignisse Beginn

Känozoikum Allgemein

Die Erdneuzeit beginnt 65,5 mya und dauert bis heute an

Neogen Allgemein

Neogen

Neue
Periode

veraltete
Bezeichnung:
jüngerer
Teil
des Tertiär
Holozän

Die
Jetzige
Epoche

veraltete
Bezeichnung:
jüngerer
Teil des
Quartär


Geologie: In Nordeuropa erfolgen wiederholte Transgression an der nördlichen Küste durch den Nordatlantik, Flandrische Transgression (bis ca. 5.000 v.u.Z.), die Calais-Transgression (bis ca. 1000 v.u.Z.) und die Dünkirchen-Transgression (dauert heute noch an). Gegen Ende durch den Menschen lokale Umgestaltung der obersten geologischen Schichten durch Bergbau, Abtragung fossiler Kohlenstofflagerstätten.
Klima: Ende der Würm-Kaltzeit (Eiszeit) vor 10.000 Jahren. Zur Gegenwart hin CO2-Eintrag durch den Menschen, beschleunigte Erwärmung der Erdatmosphäre.
Flora: Weltweite Durchmischung der Pflanzenwelt, Neophytenverteilung. Beschleunigung der Evolution von Nutzpflanzen durch Zuchtwahl und Gentechnik. Rückgang der Bewaldung auf allen Kontinenten.
Fauna: Der Mensch dominiert die Wirbeltierfauna. Aussterben eiszeitlicher Großsäuger. Durchmischung der Tierwelt, Züchtung von Haustieren.
ab
9.500
v.u.Z.
Pleistozän

Eiszeitalter
auch Diluvium

jüngere
Eiszeiten
Homo
sapiens

veraltete
Bezeichnung:
älterer
Teil
des
Quartär
Jungpleistozän

Geologie:
Klima: Beginn der Würm-Kaltzeit vor 115.000 Jahren
Flora:
Fauna: der moderne Mensch (Homo sapiens), Mammuthus primigenius (Wollhaar-Mammut)
ab
0,126
mya
Mittelpleistozän

Geologie:
Klima: Riß-Kaltzeit vor 230.000 - 130.000 Jahren, Mindel-Kaltzeit vor 350.000 – 250.000 Jahren, Günz-Kaltzeit vor 640.000 – 540.000 Jahren, unterbrochen durch Warmzeiten, siehe auch Klimageschichte.
Flora:
Fauna: Mammuthus trogontherii (Steppen-Mammut)

vermutlich Trennung der Linien von Homo sapiens und Neandertaler

ab
0,781
mya
Altpleistozän

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Mammuthus meridionalis (Archidiskodon, Südelefant)
ab
1,8
mya
Pliozän

Gräser
dominieren

Steppen
Savannen

Vormenschen

Australo-
pithecus
im
östlichen
Afrika
Gelasium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Echte Elephanten (Deinotherien), siedeln weltweit (außer Australien)
ab
2,588
mya
Piacenzium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
3,6
mya
Zancleum



Teile
des
Pannon
Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Mastodonten vor 5 Mio. Jahren weltweit verbreitet (außer Australien), erste Hominini ab ca. 4 mya
ab
5,332
mya
Miozän

trockenes
Klima

Steppen

Savannen

mod.
Großsäuger
Messinium



Teile
des
Pannon
Geologie: Mittelmeer trocknet kurzzeitig aus (sog. Salinitätskrise), da der Meeresspiegel aufgrund einer Vereisung am Südpol um ca. 50 Meter sinkt.
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
7,246
mya
Tortonium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
11,608
mya
Serravallium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Beginn der Entwicklung der echten Elephanten Primelephas,
ab
13,65
mya
Langhium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
15,97
mya
Burdigalium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
20,43
mya
Aquitanium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
23,03
mya

Paläogen

Paläogen

Alte
Periode



veraltete
Bezeichnung:
älterer
Teil
des Tertiär
Oligozän

große
Säuger

erste
Wale
Chattium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
28,4
(±0,1)
mya
Rupelium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Große Säuger entwickeln sich, Palaeomastodon
ab
33,9
(±0,1)
mya
Eozän

morgenrote
Epoche

warmfeuchtes
Klima

weite
Waldgebiete

viele
kleine
Säuger

große
Greifvögel
Priabonium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
37,2
(±0,1)
mya
Bartonium

Geologie: Der Himalaya entsteht
Klima:
Flora:
Fauna: Mesohippus
ab
40,4
(±0,1)
mya
Lutetium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Brontotherium, Palaeotherium
ab
48,6
(±0,2)
mya
Ypresium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Erste Rüsseltiere, Moeritherium
ab
55,8
(±0,2)
mya
Paläozän

urtümliche
Epoche

Saurier
ausgestorben

Nach-
wirkungen
eines
Asteroiden-
einschlags
Thanetium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Erste Pferdeverwandte (Hyracotherium).
ab
58,7
(±0,2)
mya
Selandium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Riesenvögel wie Gastornis.
ab
61,7
(±0,2)
mya
Danium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: 65 mya Saurischia verschwinden, darunter Theropoden wie Tyrannosaurus rex, Gallimimus. Belemniten verschwinden.
ab
65,5
(±0,3)
mya

Mesozoikum Allgemein

Das Erdmittelalter beginnt 251,0 und endet um 65.5 mya (±0.4). Davon abweichend verläuft das Mesophytikum.

Mesophytische Leitfossilien: Dominanz der Gymnospermen, Palmfarne (Cycadophyta), Koniferen, Ginkgo-Gewächse (Glossophyllum), Farnsamer (Glossopteris).

Kreide Allgemein

Kreide

Kreideperiode

Benannt
nach
Ablagerung
von
Kreide
Obere
Kreide

jüngere
Kreide-
Epoche
Maastricht

Geologie: Der Nordatlantik ist ca. 4000 Kilometer breit. In Mitteleuropa Regression, Festland entsteht.
Klima:
Flora: Rudisten sterben wieder aus und werden wieder von den Korallen als Riffbildner ersetzt
Fauna: Zeit des Tyrannosaurus rex, Belemniten sterben ab 65 mya aus
ab
70,6
(±0,6)
mya
Campanium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Der Parasaurolophus erscheint, 83 mya stirbt 65 mya wieder aus. Quetzalcoatlus erscheint mit einer Flügelspannweite von 12 Metern, stirbt wahrscheinlich bereits vor der Grenze zum Känozoikum aufgrund der aufkommenden Vögel wieder aus.
ab
83,5
(±0,7)
mya
Santonium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: 85 - 83,5 mya: Gallimimus erscheint
ab
85,8
(±0,7)
mya
Coniacium

Geologie: Senon-Transgression: Meeresspiegel liegt 100 - 300 m über dem heutigen Niveau, in Küstenbereichen Mitteleuropas bildeten sich Sandsteine, weiter im Inland Pläner-Mergel (Niedersachsen) und Emscher Mergel (Westfalen).
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
89,3
(±1,0)
mya
Turonium

Geologie: Mittelkreide-Transgression lässt eine durchgehende Verbindung der Tethys mit der Nordsee über das Pariser Becken und Südengland entstehen, Nordflanke des Rheinischen Massivs überflutet, Bildung von 1500 m starken Kreidesedimenten
Klima:
Flora:
Fauna: Rudisten kommen auf und lösen kurzzeitig die Korallen bei der Riffbildung ab.
ab
93,5
(±0,8)
mya
Cenomanium

Geologie: Die Wasserzirkulation im Atlantikbecken ist eingeschränkt, unter anoxischen Bedingungen bilden sich bituminöse Kalke
Klima: Warm, durchschnittliche Oberflächentemperatur von 23° C nachgewiesen
Flora: Großforaminiferen
Fauna:
ab
99,6
(±0,9)
mya
Untere
Kreide

ältere
Kreide-
Epoche
Albium

Geologie: Die Wasserzirkulation im Atlantikbecken ist eingeschränkt, unter anoxischen Bedingungen bilden sich bituminösen Kalke, kontinentales Abtrennen von Südamerika und Afrika in vollem Gange, das Meer transgrediert zunächst aus südlicher Richtung und schafft sich schließlich eine Verbindung zum Nordatlantik.
Klima:
Flora: Beginn des Känophytikum
Fauna: Heteromorphe Ammoniten mit bizarren Gehäusen sterben wieder aus
ab
112,0
(±1,0)
mya
Aptium

Geologie: Südamerika beginnt sich von Afrika zu trennen, zunächst entsteht ein schmales Becken ohne Verbindung nach Norden, Bildung von Plateaubasalten (Parana-Becken)
Klima:
Flora:
Fauna: gefiederte Dinosaurier: Microraptor
ab
125,0
(±1,0)
mya
Barremium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
130,0
(±1,5)
mya
Hauterivium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
136,4
(±2,0)
mya
Valanginium

Geologie:
Klima:
Flora: Gesteinsbildner: Rotalgen (Corallina) und Grünalgen (Codiaceen mit Halimeda
Fauna:
ab
140,2
(±2,0)
mya
Berriasium

Geologie: Neokom-Transgression: Nordsee transgrediert die Wealdensenken, im Raum Salzgitter entstehen Trümmereisenerze, Schüttungen vor der Mitteldeutschen Landschwelle (Hils- und Osningsandstein). Pangaea bricht endgültig auseinander.
Klima:
Flora: Es bilden sich kontinentale und brackisch-limnische Ablagerungen mit Kohleflözen (Wealden-Kohle). Zweifelsfrei Bedecktsamer (Angiospermen) entwickelt.
Fauna:
ab
145,5
(±4,0)
mya

Jura Allgemein

Jura

Benannt
nach
dem
Juragebirge
Oberer
Jura

Malm

Weißer
Jura
Tithonium



auch
Portlandium
(veraltet)
Geologie: Regression Mitteleuropas, das Meer geht zurück
Klima:
Flora: Erste Blütenpflanzen entstehen aus einem Zweig der Nacktsamer
Fauna: 150mya Archaeopteryx (Urvogel) mit Federn und Skelett gut entwickelt
ab
150,8
(±4,0)
mya
Kimmeridge

Geologie: Gebirgsbildung rund um den Pazifik beginnt (Zirkumpazifische Orogenese bzw. Kimmerische Faltung). Start der Subduktion der pazifischen Platten unter den Westrand Südamerikas, Beginn der Auffaltung der Anden.
Klima: Klima verändert sich grundlegend. Im Innern von Pangaea nicht mehr so trocken, Schneefälle treten auf, längere Frostperioden in den Polarregionen. Zur Kreidezeit hin ausgeglichener und warmfeucht. Keine Vereisungen im Inland.
Flora:
Fauna: Starke Riff- und Karbonatbildung, Hexakorallen, Muscheln, Terebrateln, Crinoiden und pentamere Echinodermen.

155,7
(±4,0)
mya
Oxfordium

Geologie:
Klima: Klima weiter zunehmend trockener.
Flora:
Fauna:
ab
161,2
(±4,0)
mya
Mittlerer
Jura

Dogger

Brauner
Jura
Callovium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
164,7
(±4,0)
mya
Bathonium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
167,7
(±3,5)
mya
Bajocium

Geologie:
Klima: Keine deutlich differenzierten Klimazonen
Flora:
Fauna:
ab
171,6
(±3,0)
mya
Aalenium

Geologie:
Klima: Keine deutlich differenzierten Klimazonen
Flora:
Fauna:
ab
175,6
(±2,0)
mya
Unterer
Jura

Lias

Schwarzer
Jura
Toarcium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
183,0
(±1,5)
mya
Pliensbach

Geologie:
Klima: Im Inneren von Pangaea extrem trocken und extrem heiß.
Flora:
Fauna:
ab
189,6
(±1,5)
mya
Sinemurium

Geologie:
Klima: Im Inneren von Pangaea extrem trocken und extrem heiß.
Flora:
Fauna:
ab
196,5
(±1,0)
mya
Hettangium

Geologie:
Klima: Im Inneren von Pangaea extrem trocken und extrem heiß.
Flora:
Fauna: Die nach einem Massensterben übliche Radiation, Dinosaurier werden die dominanten Landwirbeltiere
ab
199,6
(±0,6)
mya

Trias

Trias

Benannt
als
dreigeteilte
Periode
Obere
Trias

veraltet:
Keuper
Rhaetium

Geologie: Im Germanischen Becken erneute Transgression
Klima: In inneren Gebieten von Pangaea extrem trocken und heiß, Klima wandelt sich durch Zerbrechen des Kontinents.
Flora: Wahrscheinlich erste Vorfahren der Angiospermen, Gymnospermen dominieren noch.
Fauna: Großes Massenaussterben, die Archosaurier verlieren ihre dominante Stellung
ab
203,6
(±1,5)
mya
Norium

Geologie: Im Germanischen Becken sinkt der Meeresspiegel, Verlandung unter Anlieferung von Sedimenten von Norden, es entstanden der Lettenkohlenkeuper und der Gipskeuper.
Klima: In inneren Gebieten von Pangaea extrem trocken und heiß, Polkappen eisfrei.
Flora:
Fauna: Dinosaurier entwickeln sich weiter, Ichthyosaurier und Flugsaurier, Therapsiden entwickeln sich zu mausgroßen Säugern weiter. In der Thetys große Riffbildung durch neuartige Korallengruppen (Scleractinia). Erste Wasserschildkröten, Pflasterzahn-Echsen Placodus und Henodus im Meer. Seelilien, Muscheln und Brachiopoden, darunter die ersten Terebratulida, sowie Ammoniten der Gattung Ceratites.
ab
216,5
(±2,0)
mya
Carnium

Geologie: Pangaea beginnt zu zerbrechen, der Nordatlantik entsteht, es bildet sich mit der Zeit ein massives Rift zwischen Nordamerika und Nordwestafrika. Mittel- und Südwesteuropa mit Wasser bedeckt, es entstehen Karbonatgesteine, Riffgesteine und Evaporite, aus denen die schwäbische Alb, Kalkalpen und die Dolomiten heute bestehen. Analog dazu die Gesteine in Kleinasien, Himalaya und Indochina. Gebirgsbildung beginnt an der pazifischen Küste von Nordamerika, starker Vulkanismus. Kein Eis auf den Kontinenten.
Klima: In inneren Gebieten von Pangaea extrem trocken und heiß, Polkappen eisfrei.
Flora:
Fauna: Vor allem Tiere der äquatorialen Tethys dringen nach Westen vor.
ab
228,0
(±2,0)
mya
Mittlere
Trias

veraltet:
Muschelkalk
Ladinium

Geologie: Germanisches Becken lagert große Mengen von Trochiten- und Ceratitenkalken ab.
Klima: In inneren Gebieten von Pangaea extrem trocken und heiß, Polkappen eisfrei.
Flora:
Fauna: 230 mya Theropoden erscheinen und bleiben bis zum Ende der Kreidezeit dominant
ab
237,0
(±2,0)
mya
Anisium

Geologie: Germanisches Becken erlebt eine Transgression der Tethys mit Bildung von Wellenkalk sowie dünnschichtigen Kalksteinen, ergiebige Ablagerungen von Muscheln- und Brachiopodenkalken
Klima: In inneren Gebieten von Pangaea extrem trocken und heiß, Polkappen eisfrei.
Flora:
Fauna:
ab
245,0
(±1,5)
mya
Untere
Trias

veraltet:
Bunt-

sandstein
Olenekium

Geologie:
Klima: In inneren Gebieten von Pangaea extrem trocken und heiß, Polkappen eisfrei.
Flora:
Fauna:
ab
249,7
(±0,7)
mya
Induum

Geologie:
Klima: In inneren Gebieten von Pangaea extrem trocken und heiß, in Mitteleuropa, das damals am Meer lag, semiarides Klima. Polkappen eisfrei.
Flora:
Fauna: Nach dem Massenaussterben im Perm erfolgt Radiation, die Synapsiden erleben in der Folgezeit eine letzte Blüte, Nachfahren der großen Ur-Amphibien (Stegocephalen) entstehen: Mastodonsaurus und das Chirotherium („Handtier“).
ab
251,0
(±0,4)
mya


Paläozoikum Allgemein

Das Erdaltertum beginnt 542.0 und endet um 251,0 mya (±0.2).

Perm Allgemein

Perm

Benannt
nach:
der Stadt
Perm


in Deutschland
unterteilt in:
Oberes Perm
Zechstein
270 - 251

sowie

Unteres Perm
Rotliegend
299 - 270
Oberes
Perm
Loping
Changhsing
Geologie: ca. 250 mya Extrusion kontinentaler Plateaubasalte in Sibiria, verm. eine Ursache des Massensterben am Ende des Perm.
Klima:
Flora:
Fauna: größtes Massenaussterben der Erdgeschichte, 75 - 90% aller marinen Arten, u.a. sterben die Trilobiten und die einzelligen Fusulinen endgültig aus, die Palaeoammonoidea werden von den Ceratiten abgelöst. 20 Familien der Therapsiden sterben aus.
ab
253,8
(±0,7)
mya
Wuchiaping

Geologie: Mitteleuropa wird durch fünf Teiltransgressionen vom Zechsteinmeer überflutet, das auf die kontinentale Platte vordringt und bis zum Ende des Perm große Salzmengen ablagert (bis zu 1000 Meter dicke Schichten). Mansfelder Kupferschiefer, in Südeuropa marine Kalkablagerungen. Ural faltet sich auf.
Klima: Klima wird wärmer, die Gletscher beginnen zu schwinden, Treibeis jedoch noch bis Ende des Perms.
Flora:
Fauna:
ab
260,4
(±0,7)
mya
Mittleres
Perm
Guadalup
Capitanium

Geologie:
Klima:
Flora: Beginn des Mesophytikum (Dominanz der Gymnospermen).
Fauna:
ab
265,8
(±0,7)
mya
Wordium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
268,0
(±0,7)
mya
Roadium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
270,6
(±0,7)
mya
Unteres
Perm
Cisural
Dyas
Kungurium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
275,6
(±0,7)
mya
Artinskium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
284,4
(±0,7)
mya
Sakmarium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
294,6
(±0,8)
mya
Asselium

Geologie:
Klima:
Flora: Erste Nadelwälder entstehen und drängen die kohlebildenden Pflanzengruppen des Karbon zurück, die zunehmend kleinwüchsig werden.
Fauna:
ab
299,0
(±0,8)
mya

Karbon

Karbon

Benannt
nach
damals
fossiliertem
Kohlenstoff

Unterteilt in:

Oberkarbon
Penn-
sylvanium
(Siles)

und
Unterkarbon
Mississ-
ippium
(Dinant)
Oberes
Penn-
sylvanium
Gzhelium

Geologie:
Klima: Permo-karbonische Vereisung, starke Klimakontraste, teilweise Vergletscherung von Afrika, Indien, Australien und Antarktika, Mitteleuropa liegt im Tropengürtel. Absinken des Meeresspiegels.
Flora: Die Wälder bestehen zunehmend aus Samenfarnen (Glossopteris), Schachtelhalmen (Calamites), Bärlappgewächsen (Lepidodendron, Sigillaria) und Koniferen (Gymnospermen).
Fauna:
ab
303,9
(±0,9)
mya
Kasimovium

Geologie: Durch variszische Orogenese werden Teile Europas zu Festland.
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
306,5
(±1,0)
mya
Mittleres
Penn-
sylvanium
Moskovium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
311,7
(±1,1)
mya
Unteres
Penn-
sylvanium
Bashkirium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
318,1
(±1,3)
mya
Oberes
Mississ-
ippium
Serpukhov
Geologie: Variszische Orogenese erreicht ihren Höhepunkt. In mehreren Phasen bildet sich ein ca. 500 Kilometer breites Gebirge, welches durch ganz West- und Mitteleuropa, von Spanien bis nach Polen verläuft.
Klima: Tropisches Klima entlang des Äquators, aber im Oberkarbon auch Vergletscherungen.
Flora: Paläophytikum (Zeitalter der Farnpflanzen), vor allem im Oberkarbon tropische Sümpfe und Küstenmoore, riesige tropische Regenwälder, die zur Kohlebildung führten, Samenpflanzen und Sporenpflanzen nebeneinander, Festland komplett von Pflanzen bedeckt
Fauna: Goniatiten, Conodonten, große Foraminiferen, Korallen, Brachiopoden
ab
326,4
(±1,6)
mya
Mittleres
Mississ-
ippium
Viséum

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Erste Landtiere. Diese sind Arthropoda
ab
345,3
(±2,1)
mya
Unteres
Miss-
issippium
Tournaisium

Geologie: Festlandschwellen zwischen Laurussia und Gondwana. (Franko-Alemannisch-Böhmisches Land, Mitteldeutsche Kristallinschwelle, Normannische Schwelle). Schelfmeer über den britischen Inseln.
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
359,2
(±2,5)
mya

Devon Allgemein

Devon

Benannt
nach der
Grafschaft
Devonshire
Oberes
Devon
Famennium

Geologie: Mitteleuropa unter Wasser, die Riffe versinken, zusätzlich erneut Schutteinlagerungen aus der verlandenden Mitteldeutschen Schwelle. Um 370 mya beginnt die Auffaltung des Rheinischen Schiefergebirges. Baltica und Laurentia werden zusammen geschoben und bilden künftig einen Block („Old-Red-Kontinent“).
Klima:
Flora: Üppige Wälder entstehen, erste Samenpflanzen
Fauna:
ab
374,5
(±2,6)
mya
Frasnium

Geologie: Variszische Gebirgsbildung führt zur Auffaltung, Mitteleuropa verlandet, Ende der Riffbildung im Gebiet des heutigen Rheinischen Schiefergebirges, Harz und Eifel.
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
385,3
(±2,6)
mya
Mittleres
Devon
Givetium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
391,8
(±2,7)
mya
Eifelium

Geologie: Mitteleuropa unter Wasser, Gebirgshöhen der kaledonischen Gebirge weitestgehend eingeebnet, Zufuhr von Sedimenten in die Küstenregionen lässt nach, Bildung ausgedehnte Riffe aus Korallen und Stromatoporen. In Mitteleuropa bilden sich karbonatische Sedimente (Riffkalke und pelagische Cephalopodenkalke).
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
397,5
(±2,7)
mya
Unteres
Devon
Emsium

Geologie: Um 400 mya variszische Gebirgsbildung
Klima:
Flora:
Fauna: Ammoniten um 400 mya gut entwickelt
ab
407,0
(±2,8)
mya
Pragium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
411,2
(±2,8)
mya
Lochkovium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
416,0
(±2,8)
mya

Silur Allgemein

Silur

Benannt
nach
einem
keltischen
Volksstamm
in Südwales
Silurer
Pridoli noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar


Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Ammoniten beginnen ihre Entwicklung.
ab
418,7
(±2,7)
mya
Ludlow Ludfordium

Geologie: Die kaledonische Gebirgsbildung, die im Ordovizium begonnen hat, führt zur Auffaltung der kaledonischen Gebirge.
Klima:
Flora: Erste primitive gefäßbesitzende Landpflanzen (Psilophyta, Urfarne) in Küstennähe
Fauna: erste Gliederfüßer in Küsten- und Ufernähe
ab
421,3
(±2,6)
mya
Gorstium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
422,9
(±2,5)
mya
Wenlock Homerium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
426,2
(±2,4)
mya
Sheinwood

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
428,2
(±2,3)
mya
Llandovery Telychium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Die Gattungszahl der Graptolithen sinkt, nicht aber ihre Häufigkeit.
ab
436,0
(±1,9)
mya
Aeronium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
439,0
(±1,8)
mya
Rhuddanium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Erste Placodermi (Panzerfische) erscheinen, sterben 50 Mio. Jahre später wieder aus
ab
443,7
(±1,5)
mya

Ordovizium Allgemein

Ordovizium

Benannt
nach
einem
keltischen
Volksstamm
in Wales
Ordovizier
Oberes
Ordovizium
Hirnantium

Geologie:
Klima: Oberordovizische Vereisung
Flora:
Fauna: Große Fauneninzessionen, an der sich vor allem benthonische Flachwassergruppen wie die Trilobiten und Brachiopoden beteiligen. Auch Orthiden, Strophomeniden und Pentameriden erfahren ein weitgreifendes Massensterben.
ab
445,6
(±1,5)
mya
Katium

Geologie:
Klima: Weltweit sehr warm, tropisch feucht.
Flora:
Fauna:
ab
455,8
(±1,6)
mya
Sandbium

Geologie: Aufgrund der Kollision von Laurentia, Fennosarmatia und Gondwana beginnt die kaledonische Gebirgsbildung, die kaledonischen Gebirge falten sich aber erst im Oberen Silur.
Klima: Warmwasser, Salzablagerungen am Äquator, Gondwana am Südpol vereist. Weltweit sehr warm, tropisch feucht.
Flora:
Fauna:
ab
460,9
(±1,6)
mya
Mittleres
Ordovizium
Darriwilium

Geologie:
Klima: Warmwasser, Salzablagerungen am Äquator, Gondwana am Südpol vereist (Nordafrika, heutige Sahara). Weltweit sehr warm, tropisch feucht.
Flora:
Fauna: Die ersten Echinodermen radiieren (Cystoideen und Crinoiden). Seeigel erscheinen vereinzelt, Agnathen differenzieren sich leicht.
ab
468,1
(±1,6)
mya
Dapingium

Geologie:
Klima: Warmwasser, Salzablagerungen am Äquator, Gondwana am Südpol vereist. Weltweit sehr warm, tropisch feucht.
Flora:
Fauna: Ein Höhepunkt der Diversitätsentwicklung bei den Nautiloideen.
ab
471,8
(±1,6)
mya
Unteres
Ordovizium
Floium
Geologie:
Klima: Warmwasser, Salzablagerungen am Äquator, Gondwana am Südpol vereist. Weltweit sehr warm, tropisch feucht.
Flora:
Fauna: Graptolithen evolvieren weiter, gehen in die eigentlichen Graptoloidea (mit monomorphen Theken) über. Ende der Radiation der artikulaten Brachiopoden, die Gattungszahlen stabilisieren sich.
ab
478,6
(±1,7)
mya
Tremadoc

Geologie:
Klima: Nordafrika liegt auf dem Südpol und ist eisbedeckt. Weltweit steigen die Durchschnittstemperaturen.
Flora:
Fauna: Entstehung einer Fülle neuer Baupläne durch Übergang von sessilem zum planktischen oder pseudoplanktischen Leben, die Graptolithen fanden dadurch in den offenen Ozeanen einen völlig neuen Lebensraum vor, was mit einer explosiven Entfaltung einher ging. Artikulate Brachiopoden erleben eine Radiation.
ab
488,3
(±1,7)
mya

Kambrium

Kambrium

Benannt
nach
dem
alten
Namen
von
Wales
Cambria
Oberes
Kambrium
Furongium

Agnostus
Olenus
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna: Erste tabulate Korallen erscheinen, erste Gastropoden (Bellerophon (Fossil)) und Cephalopoden, primitive Nautiloideen, Graptolithen, primitive Vertebraten, jedoch nicht an Land. Starke Verbreitung der Nautiloideen mit anschließendem Massensterben. Auch Massensterben bei den Trilobiten.
ab
-
mya
Paibium

Geologie:
Klima:
Flora:
Fauna:
ab
501,0
(±2,0)
mya
Mittleres
Kambrium

Paradoxides
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: Unveränderte Kontinentaldrift, Gondwana hält zusammen
Klima: Meeresspiegel erreicht vorläufigen Höchststand, großräumige Überflutungen durch Meereswasser.
Flora: Eine interessante Fossilüberlieferung liefert der Burgess Shale, eine Gesteinsformation aus dem mittleren Kambrium. Die Fossilien im Burgess Shale zeigen aufgrund der günstigen Ablagerungsbedingungen Weichteilerhaltung.
Fauna: Brachiopoden stellen 33%, Trilobiten ca 56% der beweglichen marinen Fauna. Erste Artikulaten mit Kalkschale und Schloss entwickelten sich. Primitive Stachelhäutergruppen, zunächst noch ohne Bedeutung.
ab
-
mya
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar


Geologie: Unveränderte Kontinentaldrift, Gondwana hält zusammen
Klima: Klima feucht und heiß, die Pole ganzjährig eisfrei, ausgedehnte Wüsten auf allen Kontinenten, Evaporitbildungen
Flora:
Fauna:
ab
513,0
(±2,0)
mya
Unteres
Kambrium

Olenellus
Holmia
Redlichia
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: Unveränderte Kontinentaldrift, Gondwana hält zusammen
Klima: Anstieg der Durchschnittstemperatur, lokal heiß.
Flora:
Fauna: Archaeocyathiden sterben gegen Ende des unteren Kambrium wieder aus. Inartikulate Korallen dominieren.
ab
-
mya
Tommotium
Geologie: Panotia, ein Teil des Superkontinents Rodinia, zerbricht weiter in Einzelteile.
Klima: Kalt
Flora: Land unbewohnt
Fauna: Land unbewohnt, im marinen Bereich beginnt um 540 mya die Kambrische Explosion. Zunächst erscheint eine Vielzahl kleiner hartschaliger Organismen (small shelly fauna). Diese Organismen lassen sich nur schwer oder gar nicht heute bekannten Tiergruppen zuordnen. Im restlichen (jüngeren) Kambrium sind Trilobiten die vorherrschende Gruppe. Um 530 mya steigen Arthropoden auf.
ab
542,0
(±1,0)
mya

Das Äon Proterozoikum

Benannt als: „Äon der Einzeller“. Der Zeitraum vor 542 mya wurde früher als Präkambrium bezeichnet.

  • Dauer 1.958.000.000 Jahre
  • Zeitspanne 542 bis 2.500 mya

Es wird in drei Ären unterteilt:

Allgemein

Ursprünglich als Äon der Einzeller angesehen, sind aus diesem Äon heute auch erste Mehrzeller bekannt. Die Lebewesen dieser Zeit gelten heute - gemessen an ihren Ahnen - schon als komplex, da sie Organellen besitzen. Die Grenze zwischen dem Kambrium und den älteren Gesteinsschichten (veraltet: Präkambrium), wurde lange Zeit an einem zu Beginn des Kambriums sprunghaftem Ansteigen der Fauna orientiert. Aus dem Proterozoikum sind keine höheren Tiere bekannt, jedoch sind die Eukaryonten schon zu Beginn gut entwickelt.

Im Proterozoikum kann erstmals eine moderne Form der Gebirgsbildung beobachtet werden (im Wopmay-Orogen, das etwa 2.000 mya am Rand der Slave-Provinz in Nordwestkanada entstand).

Zu den gebirgsbildenden Phasen siehe auch gebirgsbildende Phasen im Überblick

Tabelle

Ära/Zeitalter Periode Epoche Stufe Ereignisse Beginn
Neoprotero-
zoikum
Neues
Proterozoikum
Neo-
Proterozoic



Beginn:
1.000

Ende:
542
mya
(±0,?)



Dauer:
458 Mio.
Ediacarium



Benannt nach
fossiler Fauna
der Ediacara
Hügel in
Südaustralien


früher:
Vendium
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: Ende der globalen Cryogenium - Vereisung, um 550 mya Ende der cadomischen Gebirgsbildung.
Klima:
Biologie: Entfaltung der Vielzeller (Ediacara-Fauna), erste Trilobiten um 570 mya
ab
630
mya
Cryogenium



Benannt als
vereiste Periode
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: Rodinia beginnt, auseinander zu brechen und zerfällt bis 750 mya in 2, später 8 Teile. Die genauen Vorgänge sind derzeit nicht geklärt (Stand 2005). Gondwana (Antarktika + Australien + Afrika + Indien + Südamerika) steht im Norden Laurentia, Fennosarmatia und Sibiria entgegen. Ab 650 bis 550 mya cadomische Gebirgsbildung.
Klima: komplette globale Vereisung (Schneeball Erde).
Biologie: erste Vielzeller (Metazoen) nachgewiesen
ab
850
mya
Tonium

noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: Rodinia umfasst alle Landmassen, die es zu diesem Zeitpunkt auf der Erde gibt. In seinem Kern stand vermutlich die Nordamerikanische Platte. Der Ozean Mirovia umgibt den Superkontinent .
Klima:
Biologie:
ab
1.000
mya
Mesoprotero-
zoikum
Mittleres
Proterozoikum
Meso-
Proterozoic



Beginn:
1.600

Ende:
1.000
mya
(±0,?)



Dauer:
600 Mio.
Stenium

noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: Beginn der Formation des Superkontinents Rodinia (v. russ. Heimatland).
Klima:
Biologie:
ab
1.200
mya
Ectasium

noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: In Gesteinen jünger 1.400 mya sind erstmals Zellstrukturen erhalten, die aufgrund ihrer Größe (>60 µm) als Eukaryonten gedeutet werden.
Klima:
Biologie:
ab
1.400
mya
Calymmium

noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima:
Biologie:
ab
1.600
mya
Paläoprotero-
zoikum
Frühes
Proterozoikum
Paleo-
Proterozoic



Beginn:
2.500

Ende:
1.600
mya
(±0,?)



Dauer:
900 Mio.
Statherium

noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima: Erster freier Sauerstoff in der Atmosphäre
Biologie:
ab
1.800
mya
Orosirium

noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima: Ca. 2.000 mya erstmals ein geringer Gehalt freien Sauerstoffs in der Erdatmosphäre vorhanden.
Biologie: Erste einzellige Pflanzen (Grünalgen), erste einzellige Tiere (Protozoen), erste Zellkerne (Eukaryonten)
ab
2.050
mya
Rhyacium

noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima: Huronische Eiszeit
Biologie:
ab
2.300
mya
Siderium

noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima:
Biologie: Erste komplexe Einzeller mit Organellen
ab
2.500
mya

Das Äon Archaikum

Auch als Äon der „Erd-Antike“ bezeichnet.

  • Dauer 1.300.000.000 Jahre
  • Zeitspanne 2.500 bis 3.800 mya

Es wird in vier Ären unterteilt:

Allgemein

Globale Ereignisse im Archaikum sind die Entstehung des Lebens und die Bildung von Kontinenten.

Die Evolution des Lebens reicht von der chemischen Evolution im Eoarchaikum über die Entwicklung von prokaryoten Zellen bis zur Teilung in die beiden stammesgeschichtlichen Domänen Bakterien und Archaeen zu Beginn des Paläoarchaikums. Im Mesoarchaikum kommt dazu die Evolution der Photosynthese, zuerst ohne Abgabe von Sauerstoff, dann durch die Stromatolithen bildenden Cyanobakterien unter Produktion von Sauerstoff.

Die vorherrschenden Gesteinsarten im Archaikum sind vor allem Grünsteingürtel in Granulit-Gebieten. Zu den gebirgsbildenden Phasen siehe auch gebirgsbildende Phasen im Überblick)

Tabelle

Ära/Zeitalter Periode Epoche Stufe Ereignisse Beginn
Neo-
archaikum
Neues
Archaikum
Neo-
Archean

Beginn:
2.800

Ende:
2.500
mya
(±0,?)



Dauer:
300 Mio.
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima:
Biologie:
ab
2.800
mya
Meso-
archaikum
Mittleres
Archaikum
Meso-
Archean

Beginn:
3.200

Ende:
2.800
mya
(±0,?)



Dauer:
400 Mio.
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima:
Biologie: Erste Stromatolithen: Cyanobakterien (auch Blaualgen genannt)
produzieren mit Photosynthese Sauerstoff

Der Sauerstoff reagiert mit Eisen und anderen Elementen. Diese formen charakteristische Ablagerungen, die sogenannten Bändererze.

ab
3.200
mya
Paläo-
archaikum
Frühes
Archaikum
Paleo-
Archean

Beginn:
3.600

Ende:
3.200
mya
(±0,?)



Dauer:
400 Mio.
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima:
Biologie: erste Bakterien
ab
3.600
mya
Eo-
archaikum
Morgenröte des
Archaikum
Eo-
Archean

Beginn:
3.800

Ende:
3.600
mya
(±0,?)



Dauer:
200 Mio.
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima:
Biologie: chemische Evolution bereits voll im Gange
ab
3.800
mya

Das Äon Hadaikum

Das Äon Hadaikum oder „Äon der Erdentstehung“ bezeichnete ursprünglich den Zeitraum, der vor den ältesten bekannten Gesteinen lag; etymologisch ist er vom Namen „Hades“, der eine Unterwelt voller Hitze und Unordnung bewohnt, abgeleitet. Das Zeitalter wurde vom Geologen Preston Cloud (1972) als jener Zeitraum beschrieben, aus dem die ältesten bekannten Steine stammen. Synonym mit Priscoan nach W. B. Harland. Derzeit gibt es keine verbindliche Unterteilung des Hadean. Die eingetragenen vier Perioden haben sich aber als arbeitshypothetisch bewährt.

  • Unteres Imbrium (Lower Imbrian)
  • Nectarium (Nectarian)
  • Basin Groups
  • Crypticum (engl. Cryptic)
  • Dauer 770.000.000 Jahre
  • Zeitspanne 4.570 bis 3.800 mya

Allgemein

Die ältesten bekannten Gesteine aus 4400 mya sind in Grönland zu finden. Es handelt sich ursprünglich um Ergussgesteine, die aber zwischenzeitlich in größerer Tiefe befindlich waren und deshalb metamorph wurden. Sie enthalten bereits Bandeisen, was auf chemoevolutionäre Prozesse auf Kohlenstoff-Basis schließen lässt. Das Eisen kann durch photosyntetische Prozesse eingetragen worden sein. Echte Fossilien (Mikro-Fossilien) sind nur wenige hundert Millionen Jahre jünger. Die Klassifikation dieser Vorgänge als lebendig oder chemoevolutionär ist derzeit umstritten.

Die Uratmosphäre der Erde bestand vermutlich aus Kohlendioxid (CO2) und Wasser (H2O) mit geringen Anteilen von Stickstoff (N2) sowie Spuren von Wasserstoff (H2) und Kohlenmonoxid (CO).

Zu den gebirgsbildenden Phasen siehe auch gebirgsbildende Phasen im Überblick.

Tabelle

Ära/Zeitalter Periode Epoche Stufe Ereignisse Beginn
nicht konsent
unterteilt


Beginn:
ca.
4.570

Ende:
3.800
mya
(±?)

Dauer:
n.def.
Unteres
Imbrium


Beginn:
3.850 mya

Ende:
3.800 mya

Dauer:
50 Mio. Jahre
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: Die Namensgebung bezieht sich auf die mondgeologische Zeitskala, die auf reichhaltigen Gesteinsfunden aus dieser Zeit basiert. In dieser kurz umrissenen Zeitspanne schlug ein kosmischer Gesteinsbrocken ein und füllte das Mare Imbrium mit flüssigem Basaltgestein, sodass eine Beckenformation entstand. Diese Bezeichnung wird inoffiziell auch auf der Erde angewendet.
Klima:
Biologie:
ab
3.850
mya
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Nektarium


Beginn:
3.920 mya

Ende:
3.850 mya

Dauer:
70 Mio. Jahre
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: Dieser Zeitraum ist in der mondgeologischen Zeitskala definiert als jene Spanne, in der sich das Nektarius-Becken durch Austritt von flüssigem Gestein formte. Diese Bezeichnung wird inoffiziell auch auf der Erde angewendet.
Klima:
Biologie:
Entstehung des Lebens
ab
3.920
mya
Basin
Groups

nicht konsent
unterteilt


Beginn:
n.def.

Ende:
n.def.

Dauer:
n.def.
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie:
Klima:
Biologie:
ab
n. def.
mya
Cryptium

Beginn:
4.560 mya

Ende:
4.150 mya


Dauer:
500 mya

Benannt als
verstecktes
Zeitalter
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
noch keine
konsente
Unterteilung
verfügbar
Geologie: Nach heutigem Kenntnisstand kam es zur Entstehung des Mondes, verursacht durch den Einschlag eines etwa marsgroßen Körpers
Klima:
Biologie: Um 4.400 mya keine biologischen Prozesse nachgewiesen oder erwartet, vermutlich aber chemo-evolutionäre Vorgänge, die zur Ablagerung von Bandeisen führten.
ab
4.560
mya

Entstehung der Erde

Hauptartikel: Entstehung der Erde

Vor schätzungsweise 4,7 Milliarden Jahren bildete sich die Erde aus einer protoplanetaren Scheibe. Die Erde hatte damals noch wenig Ähnlichkeit mit unserem heutigen Planeten und war einem konstanten kosmischen Bombardement ausgesetzt.

Bemerkungen zur großen Tabelle

  1. Die Angaben über die dargestellten Zeitalter wurden entnommen aus der Web-Site der Internationalen Stratigraphischen Kommission (ICS).
  2. Paläontologen beziehen sich oft lieber auf Zonen, oder genauer: Biozonen, als auf die erdgeschichtlichen Perioden.
    Die Nomenklatur dieser Biozonen ist ziemlich komplex, für mehr Information zu den einzelnen Biozonen siehe die Artikel der jeweiligen Erdzeitalter.
  3. Die Bezeichnungen „Tertiär“ und „Quartär“ wurden 2004 abgeschafft und durch „Paläogen“ bzw. „Neogen“ ersetzt. Seit 2005 hat jedoch das Quartär durch die ICS einen neuen Stellenwert als „Subära“ des Känozoikums erhalten.
  4. Die Unterteilung des Karbon in Mississippium und Pennsylvanium ist nur in Nordamerika üblich. In Europa wird das Karbon in Oberes und Unteres eingeteilt.
  5. Forschungen und genauere Datierungsmöglichkeiten der vergangenen 30 Jahre haben neues Licht auf geologische und paläontologische Ereignisse im Präkambrium geworfen. Die stratigraphische Nomenklatur ist noch im Entstehen, seit 2004 wird das Ediacarium dem Kambrium offiziell als Periode vorangestellt. Veraltete Bezeichnungen für das Neoproterozoikum bzw. Ediacarium sind: Vendium, Varangium, Protokambrium, Eokambrium oder Präkambrium, die ebenfalls als Bezeichnung für den Zeitraum „unmittelbar“ vor dem Kambrium verwendet wurden.

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