Panzer 3

Panzer 3
Eines der ersten Panzer III-Modelle, noch mit blattgefedertem Laufwerk, während des Kriegseinsatzes in Polen 1939
Panzer III H (aufgenommen im Musée des Blindés in Saumur)
Panzerkampfwagen III Ausf.M (Sd.Kfz. 141/1) (Ausgestellt im Panzermuseum Munster)
Vorderansicht des Panzer III M
Heckansicht des Panzer III M
Panzer III (Fl) - Flammpanzer

Der Panzerkampfwagen III war ein mittlerer deutscher Kampfpanzer des Zweiten Weltkrieges. Bereits um 1935 planten General Heinz Guderian und der Führungsstab der Wehrmacht zwei grundlegende Panzerkampfwagen, die das Rückgrat der zukünftigen Panzerverbände bzw. Panzerdivisionen bilden sollten. Vorgesehen wurde ein Kampfpanzer, der in einer Schlacht die feindlichen Panzer ausschalten sollte, sowie ein Infanterieunterstützungspanzer. Aus diesen Überlegungen heraus entstanden der Panzer III und der Panzer IV. Vom Panzer III wurden von 1935 bis 1944 insgesamt 6260 Fahrzeuge verschiedener Ausführungen (Sturmgeschütze nicht mitgezählt) hergestellt.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

Für das Projekt, das schließlich zum Panzer III werden sollte, schlug General Guderian eine 5-cm-Kampfwagenkanone (KwK) vor. Planer und Konstrukteure wählten aber schließlich ein 3,7-cm-Geschütz aus, da die deutschen Infanterieverbände bereits mit der standardmäßigen 3,7-cm-PaK 36 ausgerüstet waren. So musste nur ein Geschütz und eine Sorte Munition hergestellt werden. Immerhin konnte erreicht werden, dass der Turmdrehkranz groß genug gehalten wurde, damit später Kanonen von größerem Kaliber eingebaut werden konnten. Dies sollte sich später als glücklicher Umstand herausstellen, da die 3,7-cm-KwK bereits zu Beginn des Polenfeldzuges veraltet war und später auch dringend ersetzt werden musste.

Die ersten Panzer III verfügten noch über ein recht kompliziertes Fahrwerk mit Blattfedern, das jedoch für die restliche Fertigung durch eines mit drehstabgefederten Achsaufhängungen ersetzt wurde.

Zur Kampfunterstützung des Panzer III wurde der Panzerkampfwagen IV entworfen. Die beiden Typen waren sich sehr ähnlich, allerdings war der Panzer IV etwas größer und erhielt eine 7,5-cm-KwK mit kurzem Lauf zur Unterstützung der Infanterie.

Im Jahre 1943 wurde der Panzer III endgültig aus der Produktion genommen, das Fahrwerk wurde jedoch bis Kriegsende für andere Typen weiterverwendet, beispielsweise für Sturmgeschütze und Selbstfahrlafetten der Artillerie bzw. Jagdpanzer.

Einsatz

Polen und Westfront

Zum Anfang des Polenfeldzugs standen der Wehrmacht insgesamt nur 98 Panzer III zur Verfügung, einige Panzerdivisionen waren sogar überhaupt noch nicht mit diesem Typ ausgerüstet. Die Versuchsversionen A–D nahmen testweise an den Kämpfen teil und wurden im Februar 1940 zu Fahrschulpanzern und Versuchsträgern umfunktioniert. Bis zu zehn Exemplare Ausf. D wurden im April 1940 der Panzerabteilung z.b.V.40 angegliedert, die bei der Eroberung Norwegens mitwirkte. Die 15 mm „dünne“ Panzerung dieser frühen Versionen war lediglich zum Schutz vor panzerbrechenden Gewehr- und MG-Projektilen geeignet.

Am 10. Mai 1940 standen der Wehrmacht an der Westfront insgesamt 398 PzKpfW III Ausf. E und F zur Verfügung (zu einem geringen Anteil auch die neue G-Serie). Die neue 30-mm-Rundumpanzerung bot dieses Mal einen etwas zeitgemäßeren Schutz. Zusätzlich standen 64 Panzerbefehlswagen III D^1 und E zur Verfügung. Dies waren unbewaffnete Kommandeurs-Panzer mit besonders leistungsfähigen Funkgeräten. Sie besaßen Kanonenattrappen und waren äußerlich bis auf die Funkantenne kaum vom normalen Panzer III zu unterscheiden. Trotz der im Vergleich zu alliierten Panzern relativ schwachen Panzerung bewährte sich der Panzer III in Frankreich sehr gut. Ausschlaggebend war die moderne Taktik der Deutschen, die nach erfolgreichem punktuellen Durchbruch auf eine massive Konzentration der eigenen Panzer im feindlichen Hinterland und das Abschneiden der Nachschubwege des Feindes abzielte. Zusammen mit dem Panzer IV und den 1939 bei der Besetzung der Tschechoslowakei erbeuteten Panzern Panzerkampfwagen 35(t) und Panzerkampfwagen 38(t) (Bezeichnung in der ČSR Lt. 35 und Lt.38) trug der Panzer III durch seine Schnelligkeit und die moderne Koordination per Funk zum Erfolg dieser Blitzkriegstrategie bei.

Ostfront

Zu Beginn der Operation Barbarossa am 22. Juni 1941 verzeichnete das Heereswaffenamt insgesamt:

  • 960 PzKpfW III (E–J)
  • 120 PzBefW III (E & H)

Bis zum Sommer des nächsten Jahres gingen während der Kampfhandlungen an der Ostfront etwa 1400 Panzer III verloren. Die seitliche Panzerung der Panzer III erwies sich den russischen Panzerbüchsen als unterlegen, hier wurden die so genannten Panzerschürzen an Laufwerk und Turmseiten angebracht, die die Lebensdauer des Panzer III weiter verlängerten. Ab der Ausführung F wurde der Panzer III zunächst mit einer kurzen (5-cm-L/42), ab der Ausführung J/1 mit einer langen (5-cm-L/60) KwK ausgestattet. So konnte er für einige Zeit konkurrenzfähig bleiben, auch wenn die Grenze seiner Ausbaufähigkeit erreicht schien.

Im Vorfeld der zweiten deutschen Sommeroffensive im Jahr 1942 besaßen die Heeresgruppen im Osten:

  • etwa 600 PzKpfW III (5-cm-L/60)
  • etwa 500 PzKpfW III (5-cm-L/42)
  • etwa 75 PzBefW III (E & H)

Mit dem vermehrten Aufkommen des russischen T-34 war die Leistungsgrenze des Panzer III hingegen erreicht – mittlerweile war er den meisten alliierten Panzern unterlegen. Etliche verbliebene Panzer III E wurden ab 1943 nur noch als Panzerbeobachtungswagen PzBeoW eingesetzt. Ab der Ausführung N des Panzer III hatte er seine ursprüngliche Panzerbekämpfungsrolle schließlich mit der Infanterieunterstützungsrolle des Panzer IV getauscht: der Panzer IV erhielt eine lange 7,5-cm-KwK, die verbliebenen kurzen 7,5-cm-KwK der frühen Panzer IV wurden in die Panzer III Ausf. N eingebaut und machten diesen somit zum Unterstützungspanzer gegen Infanterie.

Zu Beginn der Kurskoffensive im Juli 1943 standen folgende PzKpfW III den Streitkräften der Heeresgruppe Mitte und Hgr Süd zur Verfügung:

  • 432 PzKpfW III (5-cm-L/60)
  • 155 PzKpfW III/N (7,5-cm-L/24)
  • 141 PzKpfW III (5-cm-L/42)
  • 41 Flammpanzer III

Im Januar 1944 wurde befohlen, alle unmodifizierten Panzer III, die zur Überholung von der Front kamen, in Bergepanzer umzubauen, d. h. die Wannen des PzKpfW III wurden zum Schleppen von schwerem Gerät benutzt, wie beispielsweise Artilleriekanonen oder beschädigten Panzern. Im Februar 1945 gab es offiziell 130 funktionsfähige Bergepanzer III in der Wehrmacht.

Nordafrika und Italien

Auch in Nordafrika kam der Panzer III zum Einsatz. Er war anfangs allen britischen Panzern überlegen mit Ausnahme des Matilda, der schwer gepanzert, aber auch langsam war. Dennoch gelang es, einige Matildas zu isolieren und mit Schüssen in die Seite oder ins Heck zu zerstören. Der Panzer III trug die Hauptlast bei den Offensiven von General Erwin Rommel (dem „Wüstenfuchs“). Ab 1942 wurde jedoch auch auf diesem Schauplatz der Panzer IV zum Rückgrat des Afrikakorps und der Panzer III erfüllte immer mehr nur eine Unterstützerrolle. Im Vorfeld der Landeoperation der Alliierten auf Sizilien im Sommer 1943 besaß die zur Verteidigung eingesetzte Panzerdivision Hermann Göring 49 Exemplare des PzKpfW III mit 5-cm-L/60-Kanonen.

SU-76i, Beutefahrzeuge in der Sowjetunion

Anfang 1943, insbesondere nach der Kapitulation der eingekesselten Divisionen bei Stalingrad, besaß die Rote Armee eine große Anzahl von erbeuteten Panzer III, StuGIII und Panzern IV, die in gutem technischen Zustand waren. Einige davon wurden zunächst als Trojanische Pferde oder Köder gegen die Achsenmächte eingesetzt. Ein echter Kampfeinsatz wurde von der Roten Armee wegen deren schwacher Panzerung und Bewaffnung nicht in Erwägung gezogen. Deshalb wurden basierend auf den erbeuteten Fahrwerken neue Sturmgeschütze hergestellt. Hierzu wurde eine starre, bis zu 60 mm dicke Kuppel mit einer 76-mm-Kanone auf die alten Panzer-III-Fahrwerke montiert. Von März bis November 1943 wurden in der Fabrik Nummer 37 von Swerdlowsk auf diese Weise 201 Sturmgeschütze hergestellt. Sie erhielten die Bezeichnung CУ-76И (SU-76i Samohodnaja Ustanowka 76 innostrani, ausländische Selbstfahrlafette 76) und nahmen an den Kämpfen gegen die Achsenmächte teil. Das einzige bekannte verbliebene Exemplar Nr. 3038 steht heute auf einem Denkmal in der ukrainischen Stadt Sarny im Bezirk Rowno.

Varianten

Hauptvarianten waren Sturmgeschütze verschiedenster Bewaffnung. In deutlich geringeren Stückzahlen gab es Befehlspanzer, Bergepanzer, Munitionspanzer, Pionierpanzer und Minenräumpanzer (nur Prototypen).

Nach dem Krieg dienten vereinzelt Panzer-III-Wannen als Rangierlokersatz auf deutschen Bahnhöfen.

Produktionsdaten

Jahresproduktion von PzKpfW III ab 1. September 1939

Produktion 1939 1940 1941 1942 1943 1944
PzKpfW III (3,7 cm) 157 396 - - - -
PzKpfW III (5 cm L/42) - 466 1673 251 - -
PzKpfW III (5 cm L/60) - - 64 1906 - -
PzKpfW III (7,5 cm L/24) - - - 450 213 -
Varianten
PzBefW III (unbewaffnet) 44 34 132 14 - -
PzBefW III (5 cm L/42) - - - 81 - -
PzBefW III (5 cm L/60) - - - 36 14 -
Umrüstungen
PzKpfW III 3,7 cm → 5 cm L/42 - 53 285 85 1 -
PzKpfW III 5 cm L/42 → 7,5 cm L/24 - - - - 29 8
Artillerie-PzBeoW III - - - - 225 37
PzBefW 5 cm L/42 - - - - 104 -
Flammpanzer III - - - - 100 -
Bergepanzer III - - - - - 150

Die Fabrikversionen des PzKpfW III

Ausführung Stückzahl Produktionszeitraum Hersteller
A (Sd Kfz 141) 10 1937 Daimler-Benz
B (Sd Kfz 141) 15 1937 Daimler-Benz
C (Sd Kfz 141) 15 1937–Januar 1938 Daimler-Benz
D (Sd Kfz 141) 30 Januar–Juni 1938 Daimler-Benz
Panzerbefehlswagen Ausf. D^1 (Sd Kfz 267, 268) 30 Juni 1938–März 1939 Daimler-Benz
E (Sd Kfz 141) 96 Dezember 1938–Oktober 1939 Daimler-Benz, Henschel, MAN
Panzerbefehlswagen Ausf. E (Sd Kfz 266–268) 45 Juli 1939–Februar 1940 Daimler-Benz
F (Sd Kfz 141) 435 September 1939–Juli 1940 Daimler-Benz, Henschel, MAN, Alkett, FAMO
G (Sd Kfz 141) 600 April 1940–Februar 1941 Daimler-Benz, Henschel, MAN, Alkett, FAMO, Wegmann, MNH
H (Sd Kfz 141) 308 Oktober 1940–April 1941 Henschel, MAN, Alkett, Wegmann, MNH, MIAG
Panzerbefehlswagen Ausf. H (Sd Kfz 266–268) 145 / 30 November 1940–September 1941 / Dezember 1941–Januar1942 Daimler-Benz
J (Sd Kfz 141) 1549 März 1941–Juli 1942 Daimler-Benz, Henschel, MAN, Alkett, Wegmann, MNH, MIAG
J/1 (Sd Kfz 141/1) 1067 Dezember 1941–Juli 1942 Daimler-Benz, Henschel, MAN, Alkett, Wegmann, MNH, MIAG
Panzerbefehlswagen mit 5-cm-Kwk-L/42 (Sd Kfz 141) 81 (neu) / 104 (umgebaute Ausf. J) August–November 1942 / März–September 1943 Daimler-Benz
Panzerbefehlswagen mit 5-cm-Kwk29-L/60, "Ausf. K" (Sd Kfz 267,268) 50 Dezember 1942–Februar 1943 Daimler-Benz
L (Sd Kfz 141/1) 653 Juni 1942–Dezember 1942 Daimler-Benz, Henschel, MAN, Alkett, Wegmann, MNH, MIAG
M (Sd Kfz 141/1) 250 Oktober 1942–Februar 1943 MAN, Wegmann, MNH, MIAG

Die Umbauversionen des PzKpfW III

Ausführung Stückzahl Umbauzeitraum ursprüngliches Modell beauftragte Firmen / Einheiten
Tauchpanzer III 168 Juli–Oktober 1940 F, G, H, Panzerbefehlswagen Daimler-Benz
N (Sd Kfz 141/2) 700 Juni 1942–August 1943 fabrikneue: 3 J, 447 L, 213 M sowie 37 Panzer III (unbekannte Ausführungen, von der Front zurückbeordert) Henschel, MAN, Wegmann, MNH, MIAG
Fl (Flammpanzer Sd Kfz 141/3) 100 Februar–April 1943 fabrikneue 100 M Wegmann
Artillerie-Panzerbeobachtungswagen III (Sd Kfz 143) 262 Februar 1943–April 1944 E−M divisionseigene Panzerinstandhaltungseinheiten
Bergepanzer III (Sd Kfz 141) ca. 150 März–Dezember 1944 E−M divisionseigene Panzerinstandhaltungseinheiten

Technische Daten

Allgemeine Daten

  • Geschwindigkeit: ca 40 km/h auf Straßen
  • Besatzung: 5 Mann; Kommandant, Kanonier, Lader, Fahrer und Funker
  • Funkgerät: FuG5; Panzerbefehlswagen besaßen eine leistungsfähigere Funkausrüstung

Panzerkampfwagen III, Ausf. A–C

Dies waren die ersten Prototypen des PzKpfw III, die zu Testzwecken hergestellt wurden. Das Laufwerk und der Turm wurden in der Ausf. B komplett überarbeitet. Weitere Laufwerk- und Kupplungs-Optimierungen fanden in der Version C statt. Diese Exemplare wurden im Februar 1940 aus den kämpfenden Verbänden herausgenommen.

  • Gewicht A/B/C: 15,4 t / 15,9 t /16 t
  • Fahrgestell-Nr.: 60101–60110 (A), 60201–60215 (B), 60301–60315 (C)
  • Länge/Breite/Höhe: 5,67 m / 2,81 m / 2,39 m
  • Kettenauflage: 3,4 m (A) / 3,2 m (B, C)
  • Kettenbreite: 36 cm (A–C)
  • Spurweite: 2,047 m (A) / 2,49 m (B, C)
  • Laufwerk (ohne Führungs- und Antriebsrollen):
    • Ausf. A: fünf Laufrollen und zwei Unterstützungsrollen pro Seite
    • Ausf. B und C: acht Laufrollen und drei Unterstützungsrollen pro Seite
  • Federung:
    • Ausf. A: Spiralfedern
    • Ausf. B und C: Blattfederung für jeweils zwei gegenüberliegende Laufrollenpaare
  • Antrieb: Maybach HL 108 TR mit 230 PS
  • Schaltung: fünf vorwärts, einer rückwärts
  • Reichweite: ca. 150 km auf Straßen
  • Bewaffnung: 37-mm-KwK 35/36 L/45, 3 x 7,92-mm-MG 34
  • Munition: 37 mm – 120 Granaten (A=150), 7,92 mm – 4500 Patronen
  • Panzerung
    • Front: 15 mm
    • Seiten: 15 mm
    • Heck: 15 mm
    • Dach/Bodenwanne: 10/15 mm

Panzerkampfwagen III, Ausf. D

Wesentliches Augenmerk wurde auf die Optimierungen des Laufwerks und Getriebes gelegt. Dies waren die letzten Exemplare mit der veralteten 15-mm-Rundumpanzerung. Die Ausf. D wurde im Februar 1940 zusammen mit den früheren Modellen A–C aus den kämpfenden Verbänden abgezogen.

  • Gewicht: 16 t
  • Fahrgestell-Nr.: 60221–60225, 60316–60340
  • Länge/Breite/Höhe: 5,92 m / 2,82 m / 2,42 m
  • Kettenauflage: 3,2 m
  • Kettenbreite: 36 cm
  • Spurweite: 2,49 m
  • Laufwerk (ohne Führungs- und Antriebsrollen): acht Laufrollen und drei Unterstützungsrollen pro Seite
  • Federung: Blattfederung für jeweils zwei gegenüberliegende Laufrollenpaare
  • Antrieb: Maybach HL 108 TR mit 230 PS
  • Schaltung: sechs Vorwärtsgänge, ein Rückwärtsgang
  • Reichweite: ca. 165 km auf Straßen
  • Bewaffnung: 37-mm-KwK 35/36 L/45, 3 x 7,92-mm-MG 34 (zwei MG koaxial im Turm, ein Bug-MG)
    • Schwenkbereich: −10° bis +20°, Turm manuell um 360° drehbar
    • Zielfernrohre: TZF5a im Turm, KgZF2 für Bug-MG
  • Munition: 37 mm – 121 Granaten, 7,92 mm – 4500 Patronen
  • Panzerung (ausgedrückt in mm und zugehöriger Neigung)
Bereich vorne Seiten hinten Ober- bzw. Unterseite
Turm 15 / 15° 15 / 25° 15 / 0°–21° 10 / 83°–90°
Oberbau 15 / 10° 15 / 0° 15 / 10° 10 / 75°–90°
Wanne 15 / 20° 15 / 0° 15 / 33° 5 / 90°
Kanonenblende 15 / gewölbt

Panzerkampfwagen III, Ausf. E & F

Zu den wichtigsten Modifikationen gehörte eine Verstärkung der Panzerung auf 30 mm, ein stärkerer Motor, eine neue Schaltung sowie ein neukonzipiertes Laufwerk mit einem besseren Federungssystem. Beide Versionen E und F waren fast identisch. Bei der Ausführung F wurde eine verbesserte Zündanlage eingebaut. Neu war auch der Einbau von zusätzlichen gusseisernen Luftzuleitungen, um die Kühlung der Bremsen und der Kupplung zu verbessern. Die 100 letzten Ausf. F wurden mit der 5-cm-L/42-Kanone gebaut und noch vorhandene E/F darauf umgerüstet.

  • Gewicht E / F: 19,5 t / 19,8 t
  • Fahrgestell-Nr.: 60401–60496 (E), 61001–61650 (F)
  • Länge/Breite/Höhe: 5,38 m / 2,91 m / 2,44 m
  • Kettenauflage: 2,86 m
  • Kettenbreite: 36 cm
  • Spurweite: 2,49 m
  • Laufwerk (ohne Führungs- und Antriebsrollen): sechs Laufrollen und drei Unterstützungsrollen pro Seite
  • Federung: Torsionsstabfederung für jeweils zwei gegenüberliegende Laufrollen
  • Antrieb Ausf. E & F: Maybach HL 120 TR mit 265 PS
  • Antrieb späte Ausf. F: Maybach HL 120 TRM mit 300 PS
  • Schaltung: zehn vorwärts, vier rückwärts
  • Reichweite: ca. 165 km auf Straßen
  • Bewaffnung: 37-mm-KwK 35/36 L/45, 3 x 7,92-mm-MG 34 (zwei koaxial-MGs, ein Bug-MG)
  • Munition: 37 mm – 150 Granaten, 7,92 mm – 4500 Patronen
    • Bewaffnung (später): 50-mm-KwK 38 L/42, 2 x 7,92-mm-MG 34
    • Munition: 50 mm – 99 Granaten, 7,92 mm – 2000 Patronen
  • Schwenkbereich: Hauptkanone −10° bis +20°, Turm 360° manuell; Bug-MG ±10° vertikal sowie 15° nach links und 20° rechts
  • Zielmittel: TZF5a im Turm, KgZF2 für Bug-MG
  • Panzerung (ausgedrückt in mm und zugehöriger Neigung)
Bereich vorne Seiten hinten Ober- bzw. Unterseite
Turm 30 / 15° 30 / 25° 30 / 0°-21° 12 / 83°–90°
Oberbau 30 / 9° 30 / 0° 21 / 29° 17 / 77°–90°
Wanne 30 / 21° 30 / 0° 21 / 10° 16 / 90°
Kanonenblende 30 / gewölbt

Panzerkampfwagen III, Ausf. G

Nur geringe Änderungen gegenüber Vorgängerversion: unter anderem stärkere Heckpanzerung, neue Fahrerblende und verbessertes Lüftungssystem im Turm.

  • Gewicht: 20,3 t
  • Fahrgstell-Nr.: 65001–65950
  • Länge/Breite/Höhe: 5,41 m / 2,95 m / 2,44 m
  • Kettenauflage: 2,86 m
  • Kettenbreite: 36 cm
  • Spurweite: 2,49 m
  • Antrieb: Maybach HL 120 TRM mit 300 PS
  • Schaltung: zehn vorwärts, vier rückwärts
  • Reichweite: ca. 165 km auf Straßen
  • Bewaffnung: 50-mm-KwK 38 L/42, 2 x 7,92-mm-MG 34 (ein MG koaxial im Turm und ein Bug-MG beim Funker)
  • Schwenkbereich: Hauptkanone −10° bis +20°, Turm 360° manuell; Bug-MG ±10° vertikal sowie 15° links und 20° rechts
  • Zielmittel: TZF5d im Turm, KgZF2 für Bug-MG
  • Munition: 50 mm – 99 Granaten, 7,92 mm – 2000 Patronen
  • Panzerung (ausgedrückt in mm und zugehöriger Neigung)
Bereich vorne Seiten hinten Ober- bzw. Unterseite
Turm 30 / 15° 30 / 25° 30 / 0°-21° 12 / 83°–90°
Oberbau 30 / 9° 30 / 0° 30 / 30° 17 / 77°–90°
Wanne 30 / 21° 30 / 0° 30 / 10° 16 / 90°
Kanonenblende 30 / 0°–45°

Panzerkampfwagen III, Ausf. H

Erhöhter Panzerschutz durch angeschraubte 30-mm-Platten an kritischen Stellen. Diese Panzerung war für die gebräuchlichen gegnerischen Geschütze im Jahr 1941 unbezwingbar. Der Turm wurde neu entworfen. Erstmalig wurde auch ein Turmkorb mit eingebaut, der später auch in die alten Modelle E, F und G eingefügt wurde.

  • Gewicht: 21,8 t
  • Fahrgstell-Nr.: 66001–66650
  • Länge/Breite/Höhe: 5,41 m / 2,95 m / 2,44 m
  • Kettenauflage: 2,86 m
  • Kettenbreite: 40 cm
  • Spurweite: 2,51 m
  • Antrieb: Maybach HL 120 TRM mit 300 PS
  • Schaltung: sechs vorwärts, einer rückwärts
  • Reichweite: ca. 165 km auf Straßen
  • Bewaffnung: 50-mm-KwK 38 L/42, 2 x 7,92-mm-MG 34 (ein MG koaxial im Turm und ein Bug-MG beim Funker)
  • Schwenkbereich: Hauptkanone −10° bis +20°, Turm 360° manuell; Bug-MG ±10° vertikal sowie 15° links und 20° rechts
  • Zielmittel: TZF5d im Turm, KgZF2 für Bug-MG
  • Munition: 50 mm – 99 Granaten, 7,92 mm – 2000 Patronen
  • Panzerung (ausgedrückt in mm und zugehöriger Neigung)
Bereich vorne Seiten hinten Ober- bzw. Unterseite
Turm 30 / 13° 30 / 25° 30 / 13° 10 / 85°–90°
Oberbau 30 / 9° + 30 (zusätzlich angeschraubte Platte) 30 / 0° 30 / 30° 17 / 77°–90°
Wanne 30 / 23° + 30 30 / 0° 30 / 8° + 30 16 / 90°
Kanonenblende 37 / 0°–45°

Panzerkampfwagen III, Ausf. J, J/1, L & M

Während der laufenden Serienfertigung des Modells J wurde die Bewaffnung von der ursprünglichen 5-cm-L/42-Kanone auf die längere 5-cm-L/60 umgeändert. Diese Serienmodelle mit der stärkeren Kanone wurden als J/1 (Sd Kfz 141/1) bezeichnet. Die Ausführungen L und M verzichteten auf diverse Ausstiegs- und Sichtluken an den Seiten des Turmes und der Wanne. Außerdem besaßen sie eine etwas stärkere Frontalpanzerung. Ab Ausf. L gab es eine verbesserte Federung für die Kanone mittels Torsionsstäben. Neu war auch ein System zum Austausch von erhitzter Kühlflüssigkeit zwischen zwei Panzern. Die Ausführung M bekam unter anderem durch diverse Versiegelungen eine verbesserte Watfähigkeit.

  • Gewicht: 21,5 t (J, J/1), 22,3 t (L/M)
  • Fahrgstell-Nr.: 68001–69000, 72001–74100 (J, J/1), 74101–75500 (L), 76101–77800 (M)
  • Länge/Breite/Höhe: 5,52 m / 2,95 m / 2,51 m
  • Kettenauflage: 2,86 m
  • Kettenbreite: 40 cm
  • Spurweite: 2,51 m
  • Antrieb: Maybach HL 120 TRM mit 300 PS
  • Schaltung: teilsynchronisiertes Schaltgetriebe (sechs vorwärts, einer rückwärts), Trockenkupplung
  • Lenkung: mechanisch, mit Lenkhebeln betätigtes Lenkgetriebe, Lenkbremsen zugleich Betriebsbremse
  • Reichweite: ca. 155 km auf Straßen, 95 km im Gelände
  • Bewaffnung: 50-mm-KwK 38 L/42, 2 x 7,92-mm-MG 34, 1 x 9-mm-MP (Ausf. J 1941)
  • Bewaffnung: 50-mm-KwK 39 L/60, 2 x 7,92-mm-MG 34, 1 x 9-mm-MP (Ausf. J/1, L, M 1942)
  • Schwenkbereich: Hauptkanone −10° bis +20°, Turm 360° manuell; Bug-MG ±10° vertikal sowie 15° links und 20° rechts
  • Zielmittel: TZF5e (J), TZF5d (J/1, L, M); KgZF2 für Bug-MG
  • Munition: 50 mm – 78 Granaten (J=99), 7,92 mm – 2000 Patronen
  • Panzerung der Ausführungen J und J/1 (ausgedrückt in mm und zugehöriger Neigung)
Bereich vorne Seiten hinten Ober- bzw. Unterseite
Turm 30 / 15° 30 / 25° 30 / 12° 10 / 83°–90°
Oberbau 50 / 9° 30 / 0° 50 / 15° 17 / 75°–90°
Wanne 50 / 21° 30 / 0° 50 / 10° 16 / 90°
Kanonenblende 50 / 0°–45°

Die Ausführungen L und M besaßen eine um 27 mm stärkere Turmfront sowie 20 mm Zusatzpanzerung an Kanonenblende (Walzenblende) und Fahrerfront.

Panzerkampfwagen III, Ausf. N (Sd Kfz 141/2)

Der Einbau einer 75-mm-Kanone in alte Versionen des Panzer III verbesserte seine Fähigkeiten zur Bekämpfung von weichen Zielen.

  • Gewicht: 23 t
  • Fahrgstell-Nr.: 73851–77800
  • Länge/Breite/Höhe: 5,52 m / 2,95 m / 2,51 m
  • Kettenauflage: 2,86 m
  • Kettenbreite: 40 cm
  • Spurweite: 2,51 m
  • Antrieb: Maybach HL 120 TRM mit 300 PS
  • Schaltung: sechs vorwärts, einer rückwärts
  • Reichweite: ca. 155 km auf Straßen
  • Bewaffnung: 75-mm-KwK 37 L/24, 2 x 7,92-mm-MG 34, 1 x 9-mm-MP
  • Schwenkbereich: Hauptkanone −8° bis +20°
  • Zielmittel: TZF5b im Turm, KgZF2 für Bug-MG
  • Munition: 75 mm – 64 Granaten, 7,92 mm – 3450 Patronen
  • Panzerung (ausgedrückt in mm und zugehöriger Neigung)
Bereich vorne Seiten hinten Ober- bzw. Unterseite
Turm 57 / 15° 30 / 25° 30 / 12° 10 / 83°–90°
Oberbau 20 / 9° +50 30 / 0° 50 / 17° 18 / 79°–90°
Wanne 50 / 21° 30 / 0° 50 / 9° 16 / 90°
Kanonenblende 50 / 0°–45°

Siehe auch

Literatur

  • P. Chamberlain and H. Doyle: Encyclopedia of German tanks of World War Two. Cassell London, ISBN 1-85409-518-8.
  • F. Senger und Etterlin & F. M. von Sen Etterlin: Die deutschen Panzer 1926–1945. Bernard & Graefe Verlag, ISBN 3-76375-988-3.
  • Walter J. Spielberger: Der Panzerkampfwagen III und seine Abarten. Band 3. Motorbuch Verlag, Stuttgart, ISBN 3-87943-336-4.
  • Wolfgang Fleischer: Waffen-Arsenal – Panzerkampfwagen III – Der Panzer der Blitzkriege. Band 187. Podzun-Pallas, ISBN 3-79090-732-4.
  • L.S. Ness: Jane's World War II Tanks and Fighting Vehicles: The Complete Guide, Collins, London 2002, ISBN 0-00711-228-9.
  • Horst Scheibert: Waffen-Arsenal – Kampfpanzer III. Band 122. Podzun-Pallas, ISBN 3-79090-393-0.
  • Michael Jerkel & Waldemar Trojca: The Panzerkampfwagen III at war. Band 7010, Armor at war. Concord Publications Company, ISBN 962-361-614-7.

Weblinks


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