Papenburg


Papenburg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Papenburg
Papenburg
Deutschlandkarte, Position der Stadt Papenburg hervorgehoben
53.0666666666677.46
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Höhe: 6 m ü. NN
Fläche: 118,36 km²
Einwohner:

35.032 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 296 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26871
Vorwahlen: 04961, 04962, 04965
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 041
Stadtgliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptkanal re. 68/69
26871 Papenburg
Webpräsenz: www.papenburg.de
Bürgermeister: Jan Peter Bechtluft (CDU)
Lage der Stadt Papenburg im Landkreis Emsland
Niederlande Landkreis Cloppenburg Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Landkreis Osnabrück Andervenne Bawinkel Beesten Bockhorst Börger Breddenberg Dersum Dörpen Dohren (Emsland) Emsbüren Esterwegen Freren Fresenburg Geeste Groß Berßen Handrup Haren (Ems) Haselünne Heede (Emsland) Herzlake Hilkenbrook Hüven Klein Berßen Kluse (Emsland) Lähden Lahn (Hümmling) Langen (Emsland) Lathen Lehe (Emsland) Lengerich (Emsland) Lingen (Ems) Lorup Lünne Lünne Meppen Messingen Neubörger Neulehe Niederlangen Oberlangen Papenburg Rastdorf Renkenberge Rhede (Ems) Salzbergen Schapen Sögel Spahnharrenstätte Spelle Stavern Surwold Sustrum Thuine Twist (Emsland) Vrees Walchum Werlte Werpeloh Wettrup WippingenKarte
Über dieses Bild

Papenburg ist eine Stadt an der Ems in Niedersachsen im Landkreis Emsland.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Die Stadt Papenburg liegt im Norden des Landkreises Emsland, unmittelbar angrenzend an den ostfriesischen Landkreis Leer. Der Landkreis Emsland wiederum befindet sich im Westen Niedersachsens, im Grenzbereich zu den Niederlanden entlang der Ems und ist der zweitgrößte Landkreis Deutschlands.

Nachbargemeinden

Im Norden grenzt Papenburg an die Gemeinden Westoverledingen und Rhauderfehn sowie die Stadt Weener, jeweils im Landkreis Leer, im Westen an die Gemeinde Rhede, im Süden an die Samtgemeinde Dörpen und im Osten an die Samtgemeinde Nordhümmling.

Stadtgliederung

Zur Stadt Papenburg gehören die Stadtteile Papenburg-Obenende, Papenburg-Untenende, Herbrum, Tunxdorf, Nenndorf, Aschendorf und Bokel.

Lage der Stadtteile im Stadtgebiet
Stadt Papenburg.png
  1. Aschendorf
  2. Bokel
  3. Herbrum
  4. Nenndorf
  5. Papenburg (Obenende und Untenende)
  6. Tunxdorf

Flüsse und Kanäle

Papenburg liegt an der Ems, die bis Herbrum weitgehend den Gezeiten unterliegt. Ein- bis zweimal jährlich wird sie mit Hilfe des Sperrwerks in Gandersum aufgestaut, so dass die Meyer Werft ihre Hochseeschiffe in die Nordsee überführen kann. Papenburg verfügt über einen Dockhafen, in dem Küstenmotorschiffe und Binnenschiffe vor allem Massengut, z.B. Kies, Holz und Torf, umschlagen. Das Umschlagsvolumen des Hafens betrug im Jahr 2010 797.012 t, davon 536.335 t im Seeverkehr (+21,5 % zum Vorjahr)[2].

Papenburg ist eine Kanalstadt sowie die längste und älteste Fehnstadt Deutschlands. Kanäle prägen daher das Stadtbild Papenburgs und waren lange Zeit die Hauptentwicklungsachsen. Ursprünglich wurden sie angelegt, um das Moor zu entwässern um so den Torf abbauen zu können und als Brennstoff nutzbar zu machen. In Folge dessen wurden die Kanäle als effiziente Abtransportwege entdeckt, woraufhin dutzende Holzschiffswerften entstanden, die Lastkähne bauten, welche zunächst von Menschenhand und später mehr und mehr von Pferden über die Kanäle getreidelt wurden.

Das Netz aus Kanälen reicht vom Hafen im Nordwesten an der Ems bis zum Küstenkanal im Südosten ca. 14 km.

Auf einigen Kanälen schwimmen Nachbauten traditioneller Frachtschiffe, die jedoch fest verankert sind. Zugunsten des Autoverkehrs wurden diverse Brücken gebaut und Rohre verlegt, so dass die Kanäle heute nicht mehr durchgehend und auch nur mit kleinen Booten befahrbar sind.

Kanalnamen

  • Hauptkanal
  • Wiek
  • Mittelkanal
  • Splitting(kanal)
  • Erste Wiek
  • Umländerwiek
  • Lüchtenburg(kanal)
  • Bethlehem(kanal)
  • (Osterkanal)

Die dazu jeweils, meist beidseitig, parallel verlaufenden Straßen heißen dann etwa „Hauptkanal links“ oder „Splitting rechts“, wobei „links“ und „rechts“ vom Nordwestende der Stadt (Untenende) gesehen wird, bzw. vom damaligen Standort der „Papenborch“ (Burg des Papen).

Das Wort „Wiek“ bedeutet so viel wie Weiche im Sinne von Abbiegung.

Der Osterkanal ist heute kein Kanal mehr sondern lediglich der Name der Straße mit dem Verlauf des früheren Kanals.

Geschichte

1458 bekannte Hayo von Haren (genannt: von der Papenborch), Propst zu Leer, von Bischof Johann von Münster mit der „Papenborch“ samt Zubehör belehnt worden zu sein. Der darüber ausgestellte Lehnrevers enthält die älteste überprüfbare urkundliche Erwähnung Papenburgs.

Am 2. Dezember 1629 kaufte der Drost Dietrich von Velen von Friedrich von Schwarzenberg das Lehngut samt Zubehör für 1.500 Reichstaler, um in dem vom Moor (Fehn) umgebenen Gebiet eine Fehnkolonie nach holländischem Vorbild zu errichten. Am 4. April 1630 belehnte Bischof Ferdinand von Münster seinen Drosten Dietrich von Velen und dessen Nachkommen mit Burg und Gut „Papenborch“. Dieses Jahr gilt im Allgemeinen als Gründungsjahr der späteren Stadt Papenburg.

Am 7. Februar 1657 belehnte der Bischof von Münster Christoph Bernhard von Galen Dietrich von Velen mit öffentlichen Befugnissen und stattete das Gut Papenburg mit den Rechten einer Herrlichkeit aus. Am 7. Dezember 1680 stifteten Hermann Matthias von Velen und seine Ehefrau Margaretha Anna, geb. von Galen, die älteste Pfarrkirche in Papenburg und weihten sie dem Heiligen Antonius als Schutzpatron.

1806 baten Papenburger Schiffsreeder unter Führung des Patrimonialrichters Godfried Bueren den Herzog von Arenberg, die Herrlichkeit aus der herzoglichen Landeshoheit in die Unabhängigkeit zu entlassen. Diesem Wunsch wurde nicht entsprochen. Am 17. Mai 1833 erhielt Papenburg eine neue Verfassung, die jedoch den Reformwünschen nicht entsprach, da sie dem Ort nur den Status eines Fleckens einräumte. Am 30. März 1853 wurden die grundherrlichen Rechte der Familie von Landsberg-Velen an Papenburg von der Gemeinde für 100.000 Reichstaler gekauft. Die Herrlichkeit Papenburg ist dadurch erloschen.

1856 erhielt Papenburg Anschluss an das Eisenbahnnetz, an die Hannoversche Westbahn von Osnabrück nach Emden. Am 1. August 1860 genehmigte das Königliche Hannoversche Innenministerium die Annahme der Städteordnung von 1858. Damit wurde Papenburg zur Stadt.

Von 1933–1945 war Papenburg der Sitz der Zentralverwaltung der unter der Bezeichnung Emslandlager zusammengeführten 15 Gefangenen- und Konzentrationslager der Nationalsozialisten.

Am 1. Januar 1973 wurden die damalige Stadt Aschendorf und die Gemeinden Bokel, Tunxdorf, Nenndorf und Herbrum in die Stadt Papenburg eingemeindet. Am 28. März 1990 beschloss der Niedersächsische Landtag im Gesetz zur Neugliederung der Stadt Aschendorf (sowie den Gemeinden Langförden, Vörden und Mulsum) eine Korrektur der Gemeindereform. Dieses Gesetz ist vom Bundesverfassungsgericht am 12. Mai 1992 für nichtig und gegenstandslos erklärt worden.

Einwohnerentwicklung

(jeweils zum 31. Dezember)

Politik

Papenburg hat den Status einer Selbständigen Gemeinde.

Zusammensetzung des Stadtrates

Der Rat der Stadt Papenburg hat 38 gewählte Mitglieder. Hinzu kommt der direkt gewählte hauptamtliche Bürgermeister, Jan Peter Bechtluft (CDU). Die Sitzverteilung ist wie folgt[3]:

Städtepartnerschaften

  • Seit dem 10. September 1988 ist Papenburg mit der französischen Stadt Rochefort städtepartnerschaftlich verbunden.
  • Am 14. Oktober 1995 wurde eine weitere Partnerschaft mit der Landgemeinde Pogranitschny (früher Hermsdorf) in Russland beschlossen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Papenburg werden Theateraufführungen und andere Kulturveranstaltungen zumeist vom Kulturkreis Papenburg umgesetzt. Theater und Kleinkunst, Vorträge und Kunstausstellungen, klassische wie zeitgenössische Konzerte (z.B. Jazz) und sonstige Veranstaltungen finden in der Stadthalle, dem Theater und der Aula des staatlichen Gymnasiums statt. Die Stadt ist fester Spielort der Landesbühne Niedersachsen Nord.

Papenburg bietet ein überregionales Ausstellungszentrum im Gut Altenkamp (Stadtteil Aschendorf), das Freilichtmuseum Von-Velen-Anlage (Stadtteil Obenende)[5] und ein in Deutschland einmaliges, interaktives Museum „Papenburger Zeitspeicher“ (Stadtteil Untenende). Außerdem gibt es ein Kino mit fünf Kinosälen.

Bauwerke und Sehenswürdigkeiten

St.-Antonius-Kirche, Papenburg
Innenansicht der St.-Antonius-Kirche
Statue Dietrich von Velens am Eingang der „Dietrich-von-Velen-Anlage“
Klappbrücke am Hauptkanal (Untenende)

Papenburg besitzt eine an die Niederlande erinnernde Stadtanlage mit Kanälen und Klappbrücken und wird auch Venedig des Nordens genannt.

Die St.-Antonius-Kirche ist die Kirche der ältesten Gemeinde Papenburgs. Die imposante Kirche wurde von 1873 bis 1877 mit rund 12 Millionen Ziegelsteinen gebaut. Wegen des moorigen Untergrundes wurde dabei die Hälfte der Steine für das Fundament verwendet. Die Kirche ist im neugotischen Stil errichtet und innen mit reichhaltiger Wandmalerei versehen. Relativ neu sind die Glasfenster in den Seitenschiffen; sie stammen aus dem Jahr 1965 und gehen auf einen Entwurf von Schwester Ehrentrud Trost (Varensell) zurück.

Die St.-Michael-Kirche am Papenburger Obenende wurde zwischen 1908 und 1911 im Stil einer romanischen Basilika erbaut. Neben Wand- und Deckenmalereien ist das ewige Licht in Form eines vollständig getakelten Schiffes sehenswert.

Der Alte Turm, das Wahrzeichen des Obenendes, befindet sich vor der St.-Michael-Kirche. Er ist dem Leuchtturm von Riga nachgebildet. Im hinteren Bereich des Turmes sieht man die Umrisse der früheren, alten Kirche, deren Kirchturm er einmal war.

Die Nikolaikirche wurde 1870 im neugotischen Stil erbaut.

Das Freilichtmuseum Von-Velen-Anlage am Obenende zeigt mit lebensgroßen Bronzefiguren, alten Fehnhäusern sowie aus Torf gebauten Häusern bzw. Hütten, wie die ersten Siedler in Papenburg lebten.

Das Papenbörger Hus, gegenüber der Von-Velen-Anlage, ist ein altes Kapitäns- und Ackerbürgerhaus. Der als „Papenburger Spezialität“ bekannte Buchweizenpfannkuchen wird hier serviert.

Das Rathaus wurde im barocken Stil 1913 erbaut und eingeweiht. Der Sitzungssaal ist mit Fresken aus der Stadtgeschichte verziert. Sehenswert ist auch der gartenartig gestaltete Rathausvorplatz.

Industriearchitektur bestimmt das Forum Alte Werft. Nach dem Umzug der Meyer Werft Anfang der 1980er Jahre in den Außenhafen, wurde das Gelände durch die Stadt schrittweise in ein Kultur- und Freizeitzentrum umgebaut. Neben der Stadthalle ist auch das Theater auf der Werft sehenswert.

Im ältesten Haus Papenburgs, dem Alten Amtshaus am Hauptkanal, befindet sich eine Sammlung heimatkundlicher Gegenstände.

Mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Emsland und der von den Nationalsozialisten eingerichteten Emslandlager beschäftigt sich das Dokumentations- und Informationszentrum Emslandlager (DIZ).

Das Schifffahrtsfreilichtmuseum umfasst originalgetreue Nachbauten alter Papenburger Schiffe aus Holz, die fest verankert in den Kanälen im gesamten Stadtgebiet verteilt liegen, wie z.B. die BriggFriederike von Papenburg“ vor dem Rathaus.

Am Kanal „Wiek“ ist die Papenburger Bockwindmühle, einem der ältesten in Deutschland gebräuchlich gewesenen Mühlentypen, zu sehen. Sie ist die letzte ihrer Art im Emsland und eine der letzten Deutschlands.

Ein beachtliches Bauwerk ist das größte überdachte Trockendock Europas, dessen noch immer genutzter, nicht weniger imposanter Vorgänger jahrzehntelang als das größte überdachte Trockendock der Welt galt. Diese Schiffsfertigungshallen gehören zur Meyer Werft.

Darüber hinaus befindet sich in Papenburg eine der weltweit größten herstellerunabhängigen Automobil-Teststrecken Europas. Bei der Automotive Testing Papenburg testen Hersteller von Personen- und Nutzfahrzeugen aus der ganzen Welt sowie deren Zulieferer ihre Produkte.

Sport

In Papenburg gibt es zahlreiche Sportvereine. Darunter sind u.a. die Segelvereine YC Papenburg und SV Turmkanal Papenburg. Der SC Blau Weiß Papenburg 94 e.V. (hervorgegangen aus den Vereinen Germania Papenburg und Amisia 09 Papenburg) und die Eintracht Papenburg e.V. sind zwei Fußballvereine. Der Golfclub Gutshof e.V. in Aschendorfermoor betreibt eine 18-Loch-Anlage. Des Weiteren gibt es mehrere (meist ortsteilsgebundene) traditionelle Schieß- und Schützenvereine für Luftpistolen, -gewehre und Bögen sowie den SSC Schieß-Sport-Club Emsland-Nord e.V. als Betreiber einer bundesweit renommierten Wurfscheibenschießanlage für Schrotgewehre und Vorderlader.

Durch Papenburg verläuft die Europäische Wanderroute, die von Portugal bis zu den baltischen Staaten reicht.

Feuerwehr

Die Brandbekämpfung der Stadt wird durch drei Freiwillige Feuerwehren gewährleistet. Diese sind die drei Papenburger Ortsfeuerwehren:

  • Freiwillige Feuerwehr Papenburg-Untenende (Schwerpunktfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Papenburg-Obenende (Stützpunktfeuerwehr)
  • Freiwillige Feuerwehr Papenburg-Aschendorf (Stützpunktfeuerwehr)

Neben den Bundesstraßen 70 und 401 liegen auch Landesstraßen im Papenburger Stadtgebiet. Neben den Einsatzschwerpunkt bei Verkehrsunfällen gibt es in Papenburg Industrie- und Gewerbebetriebe vor allem innerhalb der Industrie- und Gewerbegebiete, die den zweiten großen Einsatzschwerpunkt kennzeichnen. Neben der Meyer-Werft besteht auch das Biomasse-Heizkraftwerk, auf dessen Gelände große Holzmengen lagern, die eine erhebliche Brandlast darstellen. Der Gefahrgutzug der Feuerwehr Untenende ist für das gesamte nördliche Emsland zuständig und somit überörtlich tätig. Die Papenburger Feuerwehren absolvieren rund 200 Einsätze pro Jahr.

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Wirtschaft Papenburgs ist hauptsächlich industriell geprägt. Wichtigste Wirtschaftszweige sind Schiffbau, Automobilzulieferung, Tourismus. Weitere Wirtschaftszweige sind die Textilindustrie, Gartenbau, Kraftfahrzeugprüfung.

Papenburgs Gewerbe und Industrie ist folgendermaßen eingeteilt:

  • Gewerbe- und Industriegebiet Nord,
  • Industriegebiet Süd,
  • Gewerbe- und Industriegebiet Deverhafen,
  • Gewerbegebiet Von-Herz-Straße,
  • Gewerbegebiet Gutshofstraße,
  • Gewerbegebiet Flachsmeerstraße,
  • Gewerbegebiet Rheder Straße,
  • Gewerbegebiet Am Prüfgelände,

In diesen Gewerbe- und Industriegebieten sind u.a. folgende Firmen angesiedelt: Meyer Werft, KS Gleitlager, ATP Automotive Testing Papenburg, ADO Gardinenwerke, Gartenbauzentrale Papenburg, Johann Bunte Bauunternehmung, Salamander Industrie-Produkte, Prokon Nord (Biomasseheizkraftwerk), EMS Precab, Emsland Paneele, sowie weitere mittlere und größere Industrie- und Gewerbebetriebe.

Wegen der maritimen Ausrichtung der Wirtschaft ist Papenburg im Gegensatz zum restlichen Emsland dem Kammerbezirk der IHK Emden zugewiesen. Dementsprechend lautet der offizielle Name der Kammer Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg.

Medien

In Papenburg erscheint die Ems-Zeitung, die eine Lokalausgabe der Neuen Osnabrücker Zeitung und einzige lokale Tageszeitung vor Ort ist. Weiterhin liegt Papenburg im Verbreitungsgebiet mehrerer wöchentlich erscheinender Anzeigenblätter wie dem Wecker (Zeitungsgruppe Ostfriesland), dem Sonntags-Report und dem EL-Kurier.

Verkehr

Autobahnen/Fernstraßen

Papenburg ist durch die A 31 an das Autobahnnetz angeschlossen. Jedoch läuft diese nicht direkt durch das Stadtgebiet, ist aber durch die Nachbargemeinde Rhede, sowie durch die Stadt Weener leicht erreichbar. Zudem führt die B 70 durch die Stadt in Richtung Leer bzw. Meppen. Die B 401 kann in wenigen Minuten über Surwold angefahren werden. Eine direkte Verbindung an Surwold vorbei ist geplant. Von Papenburg bis zur niederländischen Grenze sind es ca. 15 km.

Bahnverkehr
Bahnhof Papenburg

Papenburg hat mit den Bahnhöfen Papenburg (Ems) und Aschendorf zwei Zugänge zum RE Emsland-Express. Zudem fährt zweistündlich ab Papenburg (Ems) der IC Norddeich–Luxemburg.

  • Bahnhof Papenburg (Ems) (IC Norddeich–Luxemburg, zweistündlich; RE Emsland-Express Münster–Emden, stündlich)
  • Bahnhof Aschendorf (RE Emsland-Express Münster–Emden, stündlich)
Flugverkehr

In Leers nördlichem Stadtteil Nüttermoor liegt der Flugplatz Leer-Papenburg.

Schifffahrt

Papenburg besitzt durch die Lage an der Ems den südlichsten Seehafen Deutschlands sowie zwei Yachthäfen.

Personen und Persönlichkeiten

in Papenburg geboren

mit Papenburg verbunden

  • Carl Hettlage (1874–1935), Politiker, 1906–1911 Bürgermeister von Papenburg
  • Felix Graf von Luckner (1881–1966), Seeoffizier, Kaperfahrer und Schriftsteller; erlangte 1907 das Kapitänspatent an der Seefahrtschule Papenburg
  • Helmut Heißenbüttel (1921–1996), Schriftsteller, lebte bis 1940 in Papenburg
  • Rudolf Seiters (* 1937), Politiker, ehemaliger Bundesinnenminister, wohnt in Papenburg
  • Hans-Michael Goldmann (* 1946), Politiker, Fraktionsvorsitzender und Ratsherr der Stadt Papenburg
  • Peter Raske (* 1949), als Politiker in Papenburg tätig
  • Heiner Altmeppen (* 1951), Maler und Grafiker, aufgewachsen in Papenburg, malte die „Papenburger Landschaften“
  • Klaus-Uwe Nommensen (* 1952), Theologe, Autor, Publizist und Gemeindepfarrer in Papenburg
  • Susanne Brandt (* 1964), Bibliothekarin in Papenburg, Liedermacherin, Autorin und Herausgeberin
  • Horst Bösing (* 1954), Deutscher Komponist und Musikproduzent aus Aschendorf ging in Papenburg auf das Gymnasium

Literatur

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück: Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905
  • Werner Kaemling: Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3
  • Hermann Abels: Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth, Heinrich Dünheuft: Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Hrsg.): Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4)

Einzelnachweise

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen – Bevölkerungsfortschreibung (Hilfe dazu)
  2. Bilanz der deutschen Seehäfen 2010. In: Hansa, Heft 4/2011, S. 64, Schiffahrtsverlag Hansa, Hamburg 2011, ISSN 0017-7504
  3. Sitzverteilung des Rates
  4. Bürgermeister Jan Peter Bechtluft
  5. Internetseite der Von-Velen-Anlage

Weblinks

 Commons: Papenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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