Paradiso TI


Paradiso TI
TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Paradisof zu vermeiden.
Paradiso
Wappen von Paradiso
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Tessin
Bezirk: Luganow
Gemeindenummer: 5210i1f3f4
Postleitzahl: 6900
Koordinaten: (717119 / 93546)45.983338.949995274Koordinaten: 45° 59′ 0″ N, 8° 57′ 0″ O; CH1903: (717119 / 93546)
Höhe: 274 m ü. M.
Fläche: 0.88 km²
Einwohner: 3658 (31. Dezember 2009)[1]
Website: www.comune-paradiso.ch
Karte
Karte von Paradiso
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Paradiso ist eine politische Gemeinde im Circolo di Carona, Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz.

Lage

Paradiso liegt am Luganersee am Fuße des Monte San Salvatore. Die an Lugano angrenzende Gemeinde geht nahtlos in diese über und wird daher oft nur als Stadtteil Luganos angesehen.

Geschichte, Struktur und Verkehr

Erst seit 1929 heißt die Gemeinde Paradiso, davor Calprino. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war Paradiso mit seinen an der Uferpromenade gelegenen Hotels ein im Vergleich zum geschäftigen Lugano ruhiger Erholungsort. Anfänglich fuhr eine Straßenbahn nach Lugano, auf die ein inzwischen eingestellter Obus folgte. Inzwischen sind Paradiso und Lugano mit einer Buslinie gut verbunden. Es gibt auch eine Schiffsverbindung zum Luganeser Debarcadero Centrale (die Hauptschiffsanlegestelle), aber auch der nur zwei Kilometer lange aussichtsreiche Fußweg „Lungolago“ wird von Einheimischen wie Fremden genützt.

Nicht nur Hotels bestimmten Paradiso, sondern auch zahlreiche ansehnliche Villen in Hanglage (etwa die Villa Mersmann), hinter denen zugleich mit der Eröffnung der Gotthardbahn sogar ein Bahnhof Paradiso eingerichtet wurde. Die Uferstraße verläuft von Paradiso entlang des Sees, unterhalb der Felswände des Monte San Salvatore, nach dem Ponte Diga, der Brücke zum Ostufer. Dort in Bissone gibt es eine Abzweigung nach Campione d'Italia, einer italienischen Enklave mit bekanntem Spielcasino. Hauptstraße, Autobahn und Bahn verlaufen nun weitgehend parallel bis Chiasso, dem Grenzort. Vor der Seebrücke, in Melide, biegt die westliche Seeuferstraße ab zum in der südlichen Seehälfte gelegenen alten Handelsplatz und Fischerort Morcote mit Laubengängen, berühmter Kirche mit Friedhof und der Palearifestung hoch über dem Ort.

Seit 1980 wurde Paradiso vom starken Durchgangsverkehr abschnittsweise durch den Bau der Autobahn entlastet, die von Paradiso Centro ausgehend, den Monte San Salvatore bis Ponte Diga untertunnelt und in Chiasso das schweizerische Autobahnnetz mit dem italienischen verbindet.

Zum Ende des 20. Jahrhunderts wandelte Paradiso sein Gesicht. An die Stelle historischer, teils behäbiger Hotels, traten und treten zunehmend Großbauten mit architektonischem Anspruch, die sowohl von Dienstleistern genutzt werden, als auch Wohneigentum mit Seeblick anbieten.

Tourismus

Für Touristen bedeutsam ist Paradiso wegen der Talstation seiner Standseilbahn auf den Monte San Salvatore (912 m ü. M.) mit seiner Aussicht von der Brüstung der Kapelle über Lugano und den See. Viel genutzt wird der Wanderweg, der vom Gipfel südwärts nach Carona führt, mit seinem Freischwimmbad und einem umfassendem Blick bis zum Monte Rosa. Von Carona ist auch der oberhalb liegende Parco San Grato, ein sehr beachtlicher Alpengarten leicht zu erreichen. Gleiches gilt für die landschaftlich, wie kulturhistorisch interessante, vom Luganer See, auch Lago Ceresio genannt, halbinselartig umschlungene Collina d'Oro.

Literatur

  • Carlo Silla: Il Comune di Paradiso con la sua gente e la parrocchia San Pietro Pambio.

Weblinks

 Commons: Paradiso TI – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden

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