4. Jahrhundert


4. Jahrhundert

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Das 4. Jahrhundert begann am 1. Januar 301 und endete am 31. Dezember 400.

Es gehört zur Epoche der Spätantike.

Inhaltsverzeichnis

Zeitalter/Epoche

Ereignisse/Entwicklungen

Persönlichkeiten

  • Chrocus (ca.260-3??) war 306 an der Erhebung von Konstantin zum Caesar (Unterkaiser) beteiligt.
  • Konstantin (etwa 280337), römischer Kaiser (ab 306). Machte Byzanz („Konstantinopel“) zur Hauptstadt des römischen Imperiums und legte damit den Grundstein für die Entstehung eines eigenständigen „Ostreichs“. Trug entscheidend dazu bei, dass das Christentum Staatsreligion wurde. Erließ Gesetze zum Schutze von Sklaven und führte erfolgreiche Kriege im Zeichen des Kreuzes.
  • Axid (etwa 291347), nordafrikanischer Freiheitskämpfer. Schuf die quasi-kommunistische revolutionäre Bewegung der „Circumcellionen“ und kämpfte unter Einbeziehung christlicher Ideale für die ausgebeuteten Sklaven, Bauern und Arbeiter seines Landes. Unterlag gegen das römische Heer
  • Ermanarich (305370), König der Ostgoten ab 350. Einiger der südrussischen Gotenvölker und Reichsgründer. Besiegte Slawen, Finnen und Germanen und auch römische Heere, unterlag jedoch gegen die Hunnen
  • Schapur II. (309379), König von Persien. Bekämpfer des Christentums und Förderer der persischen Zarathustra-Religion. Kämpfte erfolgreich gegen Rom und gegen die Hunnen und konnte so sein Reich vergrößern beziehungsweise erhalten
  • Wulfila (lat. Ulfilas; etwa 310383), erster Bischof der Westgoten (Wisigoten, Terwingen). Er bekehrte sie zum arianischen Christentum. Er erfand eine neue Schrift für die Gotische Sprache, die bisher in germanischen Runen geschrieben worden war. Sie war eine Abwandlung der griechischen Schrift mit einigen lateinischen Buchstaben
  • Martin von Tours (lat. Martinus), (* um 316/317 in Sabaria/Pannonien; † 8. November 397), dritter Bischof von Tours und französischer Nationalheiliger. Er quittierte 356 aus christlicher Überzeugung seinen Kriegsdienst als römischer Offizier und wurde 372 zum Bischof von Tours geweiht. Er gilt als Bindeglied zwischen Rom und dem Frankenreich.
  • Ammianus Marcellinus (* um 330 in Antiochia/Syrien; † um 395), römischer Historiker. Er war neben Prokopios von Caesarea der bedeutendste spätantike Geschichtsschreiber
  • Julian (331363), römischer Kaiser ab 360. Entließ Tausende überflüssiger Beamter, senkte die Steuern und ordnete das Unterrichtswesen. Versuchte erfolglos, dem Vordringen des Christentums im römischen Reich Einhalt zu gebieten.
  • Ambrosius (* 339 in Trier, † 4. April 397 in Mailand), Kirchenlehrer und Bischof von Mailand
  • Theodosius, der 'Gotenfreund' (347395), römischer Kaiser spanischer Herkunft (379395) und letzter Herrscher eines vereinten Römischen Reiches. Nach schwerer Krankheit strenggläubiger Christ, setzte er endgültig das Dreifaltigkeitsdogma von der Göttlichkeit Jesu durch
  • Balamir (auch Balamber, etwa 350404), angeblich König der Hunnen. Soll über die Wolga vorgedrungen sein und das Reich der Alanen an Terek, Kuban und am unteren Don vernichtet haben. Er soll auch mit seinen Reiterheeren Ermanarichs neu gegründetes Ostgotenreich erobert und Goten zu Heeresfolge und Tribut gezwungen haben. Seine Historizität ist aber umstritten.
  • Gratian (etwa 359383), römischer Kaiser (375383). Unter dem Einfluss des Ambrosius verzichtet er auf das bisher vom Kaiser bekleidete Amt des „Oberpriesters“ und machte das Christentum zur beherrschenden Macht im zerfallenden Reich
  • Stilicho (365408), römischer Feldherr und Staatsmann. Nach dem Tod von Theodosius Regent Westroms. Besiegte Alarich den König der Westgoten und auch ins Reich einfallende Germanen und Ostgoten. Besiegelte mit seiner Gebietsforderung an Ostrom die endgültige Teilung des römischen Reichs
  • Alarich I. (etwa 374410), König der Westgoten. Führer des Aufstands von 391, besiegt Theodosius. Nach wechselndem Kriegsglück der Westgoten Eroberung Roms und Tod 410

Erfindungen und Entdeckungen

Literatur

  • Ammianus Marcellinus: Das römische Weltreich vor dem Untergang (Bibliothek der alten Welt), übersetzt von Otto Veh, München-Zürich 1974 (m.w.N.)

Weblinks


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